
Trumps Zustimmungswerte im freien Fall: Krieg und Spritpreise treiben Amerikaner auf die Barrikaden
Was für ein Absturz. Nur 36 Prozent der Amerikaner stehen noch hinter ihrem Präsidenten – der niedrigste Wert seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025. Der Mann, der einst mit dem Versprechen antrat, „dumme Kriege" zu vermeiden und die Wirtschaft zum Blühen zu bringen, sieht sich nun mit einer Realität konfrontiert, die seine eigenen Wähler zunehmend gegen ihn aufbringt.
Der Iran-Krieg als Sargnagel der Popularität
Seit die USA und Israel am 28. Februar 2026 koordinierte Angriffe auf den Iran starteten, befindet sich Trumps politisches Kapital in einer Abwärtsspirale, die an Dramatik kaum zu überbieten ist. Eine aktuelle Umfrage von Reuters/Ipsos, die am Montag abgeschlossen wurde, zeichnet ein verheerendes Bild: Nur noch 35 Prozent der Befragten befürworten die Militärschläge gegen den Iran – ein weiterer Rückgang gegenüber den 37 Prozent der Vorwoche. Satte 61 Prozent lehnen die Angriffe ab.
Besonders brisant: 46 Prozent der Amerikaner sind der Überzeugung, dass der Krieg gegen den Iran die Vereinigten Staaten langfristig unsicherer machen werde. Lediglich ein Viertel glaubt an einen positiven Sicherheitseffekt. Während Trump in den vergangenen Tagen andeutete, der Konflikt könne bald enden, widersprach Teheran vehement den Behauptungen, es seien Verhandlungen im Gange. Stattdessen sollen Tausende zusätzliche US-Soldaten in den Nahen Osten entsandt werden. So viel zum Thema Deeskalation.
Benzinpreise explodieren – und mit ihnen die Wut der Bürger
Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts treffen die amerikanischen Haushalte mit voller Wucht. Der durchschnittliche Benzinpreis ist seit Kriegsbeginn um rund einen Dollar pro Gallone gestiegen – eine direkte Konsequenz der massiv eingeschränkten Öllieferungen aus dem Nahen Osten. Experten warnen eindringlich davor, dass anhaltend hohe Treibstoffpreise die gesamte Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen werden.
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Nur noch 25 Prozent der Amerikaner billigen Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten. Ausgerechnet jenes Thema, das im Zentrum seines Wahlkampfes 2024 stand, wird ihm nun zum Verhängnis. Noch dramatischer fällt die Bewertung seiner Wirtschaftspolitik aus – magere 29 Prozent Zustimmung, der niedrigste Wert in beiden Amtszeiten Trumps und sogar schlechter als jeder Wirtschafts-Zustimmungswert seines Vorgängers Joe Biden. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der selbsternannte Wirtschaftsmagier schneidet schlechter ab als der Mann, den er genau wegen dessen Wirtschaftspolitik aus dem Amt gejagt hat.
Selbst die eigene Basis bröckelt
Zwar bleibt Trumps Rückhalt innerhalb der Republikanischen Partei vergleichsweise stabil – nur etwa jeder fünfte Republikaner äußert Missbilligung seiner Gesamtleistung. Doch die Risse werden sichtbar: Der Anteil der Republikaner, die seinen Umgang mit den Lebenshaltungskosten ablehnen, stieg innerhalb einer Woche von 27 auf 34 Prozent. Ein Warnsignal, das kein politischer Stratege ignorieren sollte.
Die republikanische Politikberaterin Amanda Makki brachte es diplomatisch auf den Punkt: Es sei wichtig, dass die Menschen wüssten, dass der Präsident ihren Schmerz fühle und Hilfe unterwegs sei. Ob solche Beschwichtigungsformeln angesichts explodierender Spritpreise und eines unpopulären Krieges ausreichen, darf bezweifelt werden.
63 Prozent halten die US-Wirtschaft für schwach
Das Gesamtbild ist düster. Nahezu zwei Drittel aller Amerikaner – 63 Prozent – betrachten die US-Wirtschaft als „eher schwach" oder „sehr schwach". Selbst unter Republikanern teilen 40 Prozent diese Einschätzung, bei Unabhängigen sind es 66 Prozent, bei Demokraten erdrückende 84 Prozent. Diese Zahlen offenbaren eine tiefe wirtschaftliche Verunsicherung, die quer durch alle politischen Lager geht.
Interessanterweise schlägt sich Trumps sinkende Popularität nicht automatisch in wachsende Unterstützung für die Demokraten um. Bei der Frage, welche Partei die besseren Wirtschaftslenker stelle, liegen die Republikaner mit 38 zu 34 Prozent weiterhin vorn. Auch bei den Themen Einwanderung und Kriminalität genießen sie mehr Vertrauen – ein Befund, der zeigt, dass die Amerikaner zwar mit Trump hadern, aber keineswegs bereit sind, in die Arme der Demokraten zu laufen.
Parallelen zu Europa – und eine Lehre für Deutschland
Was sich in den USA abspielt, sollte auch hierzulande aufmerksam verfolgt werden. Die Abhängigkeit von Energieimporten aus geopolitisch instabilen Regionen rächt sich – diesseits wie jenseits des Atlantiks. Deutschland hat diese bittere Lektion bereits mit dem Ende der russischen Gaslieferungen gelernt, und die Eskalation im Nahen Osten verschärft die globale Energiekrise weiter. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant, das kommende Generationen mit Schulden belastet, steigen die Energiepreise munter weiter.
In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen und wirtschaftlicher Unsicherheit erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Krisenwährungen ihre Berechtigung haben. Wenn Kriege toben, Währungen schwanken und Regierungen Schulden türmen, bieten sie jenen Anker der Stabilität, den weder Politiker noch Zentralbanken garantieren können.
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