
Ukraine bietet Golfstaaten Drohnen-Expertise an – Selenskyj sucht strategischen Tauschhandel
Die Ukraine positioniert sich zunehmend als gefragter Partner im Bereich der Drohnenabwehr. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, dass ukrainische Drohnenexperten bereits ab der kommenden Woche in den Nahen Osten reisen würden, um die Golfstaaten beim Abfangen iranischer Kampfdrohnen zu unterstützen. Die Ankündigung erfolgte nach einem Treffen mit dem niederländischen Regierungschef Rob Jetten in Kiew.
Kriegserfahrung als Exportgut
Der Hintergrund dieses Angebots ist so pragmatisch wie aufschlussreich. Die Ukraine hat im Verlauf des nun seit über drei Jahren andauernden Krieges gegen Russland umfangreiche Erfahrungen bei der Abwehr iranischer Schahed-Drohnen gesammelt. Moskau setzt diese vergleichsweise günstigen Kampfdrohnen nahezu täglich gegen ukrainische Ziele ein. Aus dieser bitteren Notwendigkeit heraus hat Kiew eine Reihe kostengünstiger und dennoch effektiver Abfangdrohnen entwickelt, die nun auch für andere Staaten von Interesse sein könnten.
„Sie werden sich die Situation anschauen und helfen", erklärte Selenskyj. Er betonte, dass er sich wünsche, dies möge eine Chance für beide Seiten darstellen. Bereits am 3. März hatte der ukrainische Präsident den US-Verbündeten in der Golfregion vorgeschlagen, im Gegenzug für Luftabwehrraketen ukrainische Abfangdrohnen zu liefern.
Ein strategisches Kalkül mit doppeltem Boden
Hinter dem Angebot steckt ein handfestes strategisches Interesse. Die Ukraine leidet unter einem erheblichen Mangel an den teuren PAC-3-Raketen aus US-amerikanischer Produktion, die für das Patriot-Luftabwehrsystem benötigt werden. Sollte sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter in die Länge ziehen, dürften sich diese Engpässe nach Einschätzung Kiews noch deutlich verschärfen – schließlich beanspruchen dann auch die Golfstaaten verstärkt westliche Luftabwehrkapazitäten.
Selenskyj argumentiert, seine Abfangdrohnen würden den Golfstaaten einen besseren und vor allem günstigeren Schutz vor den iranischen Schahed-Drohnen bieten als konventionelle Luftabwehrraketen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis spricht tatsächlich für diesen Ansatz: Eine einzelne Patriot-Rakete kostet ein Vielfaches dessen, was eine Abfangdrohne ukrainischer Bauart verschlingt.
Offizielle Bestätigung steht noch aus
Bemerkenswert ist allerdings, dass bislang weder von US-amerikanischer Seite noch von den Golfstaaten eine offizielle Bestätigung vorliegt, dass die Ukraine tatsächlich um Hilfe gebeten wurde. Es handelt sich demnach zunächst um ein einseitiges Angebot Kiews, das freilich in der aktuellen geopolitischen Lage durchaus auf fruchtbaren Boden fallen könnte.
Die Entwicklung zeigt einmal mehr, wie der Ukraine-Krieg die globalen Sicherheitsarchitekturen verschiebt. Ein Land, das selbst dringend auf militärische Unterstützung angewiesen ist, versucht sich nun als Exporteur von Verteidigungstechnologie zu etablieren. Ob dieser Tauschhandel tatsächlich zustande kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Die Drohnentechnologie hat sich in den vergangenen Jahren zum entscheidenden Faktor moderner Kriegsführung entwickelt – und die Ukraine verfügt auf diesem Gebiet über einen Erfahrungsschatz, den kaum ein anderes Land vorweisen kann.
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