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Kettner Edelmetalle
07.01.2026
13:27 Uhr

US-Energieminister wirbt in Miami um Öl-Giganten für Venezuela-Offensive

US-Energieminister wirbt in Miami um Öl-Giganten für Venezuela-Offensive

Die Trump-Administration setzt ihren aggressiven Kurs zur Erschließung venezolanischer Ölreserven fort. Energieminister Chris Wright trifft sich diese Woche mit führenden Vertretern der amerikanischen Ölindustrie, um die Pläne zur Wiederbelebung des kollabierten Energiesektors des südamerikanischen Landes voranzutreiben.

Goldman Sachs-Konferenz als Bühne für geopolitische Ambitionen

Der Schauplatz könnte kaum symbolträchtiger sein: Wright nutzt die renommierte Goldman Sachs Energy, Clean Tech & Utilities Conference in Miami, um Führungskräfte von Chevron, ConocoPhillips und anderen Branchengrößen zu umwerben. Chevron ist derzeit der einzige globale Öl-Supermajor, der noch Operationen in Venezuela aufrechterhält – ein Umstand, der die Komplexität des Unterfangens verdeutlicht.

Präsident Donald Trump setzt darauf, dass amerikanische Energieunternehmen letztlich das Rückgrat der venezolanischen Erholung bilden werden. Doch die Konzerne zeigen sich zurückhaltend und fordern handfeste politische sowie rechtliche Garantien, bevor sie Milliarden in das krisengeschüttelte Land pumpen.

Jahrzehnte des Verfalls fordern ihren Tribut

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven. Doch Jahre der Korruption und systematischen Vernachlässigung haben die Produktionskapazitäten schwer beschädigt. Experten schätzen, dass die Wiederherstellung des venezolanischen Ölsystems etwa zehn Milliarden Dollar jährlich – und das über ein ganzes Jahrzehnt hinweg – erfordern würde.

Die Infrastruktur liegt am Boden, und ohne massive langfristige Investitionen wird sich daran nichts ändern. Für die Ölindustrie stellt sich die entscheidende Frage: Lohnt sich das Risiko?

Unternehmen fordern Rechtssicherheit

Das Interesse der Branche sei durchaus real, berichten Insider. Doch die bloße Absetzung von Präsident Nicolás Maduro reiche nicht aus, um die Kapitalschleusen zu öffnen. Die Konzerne verlangen Klarheit über mehrere zentrale Punkte:

Wird eine stabile Regierung entstehen? Werden Verträge und Rechtsstaatlichkeit respektiert? Und – vielleicht am wichtigsten – wird die politische Unterstützung der USA für ihre Präsenz in Venezuela auch über Trumps Amtszeit hinaus Bestand haben?

„Alle unsere Ölunternehmen sind bereit und willens, große Investitionen in Venezuela zu tätigen, die ihre Ölinfrastruktur wieder aufbauen werden"

So äußerte sich die Sprecherin des Weißen Hauses, Taylor Rogers. Die Administration habe bereits mit mehreren Energieunternehmen Gespräche in einem frühen Stadium geführt.

Trumps Energie-Doktrin in Aktion

Diese Initiative fügt sich nahtlos in Trumps übergeordnete Strategie ein, amerikanische Energiedominanz weltweit auszubauen. Während Europa unter den Folgen seiner ideologisch getriebenen Energiewende ächzt, positionieren sich die USA als pragmatischer Akteur, der wirtschaftliche Chancen ergreift, wo sie sich bieten.

Ob die venezolanische Karte aufgeht, bleibt abzuwarten. Die geopolitischen Risiken sind erheblich, die potenziellen Gewinne jedoch ebenso. Für Anleger, die in unsicheren Zeiten nach Stabilität suchen, bleiben physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Absicherung gegen politische und wirtschaftliche Turbulenzen – unabhängig davon, wie sich die Lage in Südamerika entwickelt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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