
Volkswagen verramscht sein Tafelsilber: Wie ideologische Verblendung einen Weltkonzern in die Knie zwingt

Es gibt Geschichten, die erzählen vom Niedergang einer ganzen Industrienation in einem einzigen Vorgang. Der geplante Verkauf der profitablen Schiffsmotorensparte Everllence durch den Volkswagen-Konzern ist genau eine solche Geschichte. Wer eine ertragreiche, technologisch hochspezialisierte Sparte abstößt, der steht nicht etwa selbstbewusst da – der steht mit dem Rücken zur Wand. Und genau das ist die bittere Realität in Wolfsburg.
Wenn das Profitable geopfert wird, um das Unverkäufliche zu finanzieren
Man stelle sich die Absurdität einmal vor: Ein Konzern, der seine Cashcow verscherbelt, um eine gescheiterte E-Auto-Strategie zu finanzieren. Everllence konstruiert die weltweit größten Zweitakt-Dieselmotoren für den maritimen Sektor. Ein nicht unerheblicher Teil des globalen Seegüterverkehrs wird mit diesen Aggregaten angetrieben – Ingenieurskunst von Weltrang, strategisch unverzichtbar in einer geopolitischen Lage, in der technologische Schlüsselvorteile mehr zählen als jemals zuvor.
Und ausgerechnet dieses Filetstück soll nun unter den Hammer kommen. Die Gesamtbewertung der Sparte wird in einer Größenordnung von rund fünf bis acht Milliarden Euro taxiert, die Rede ist vom Verkauf von etwa 51 Prozent der Anteile. Als potenzielle Bieter werden internationale Finanzinvestoren wie Blackstone, CVC und Bain Capital sowie industrielle Beteiligungsfonds gehandelt. Die finale Angebotsrunde soll noch in diesem Sommer erfolgen.
Der Einbruch einer Strategie, die nie funktionieren konnte
Warum dieser Notverkauf? Die Antwort liegt im Scheitern der grünen Transformation, der sich der Konzern willfährig unterworfen hat. Weltweit brachen die Absätze der E-Modelle um satte 28 Prozent ein. Milliarden wurden in eine Strategie versenkt, die an der schlichten Realität scheiterte: Die Kunden wollen diese Autos nicht in den erhofften Mengen kaufen.
Wer sich strategisch geblendet der Linie der Politik unterwirft und nur noch auf dauerhafte Staatshilfen vertraut, geht schneller in die Knie, als er es sich in seinen schlimmsten Albträumen vorstellen kann.
Und das Tragische: Selbst milliardenschwere Kaufprämien, das Verbrennerverbot und die systematische steuerliche Benachteiligung von Hybridmodellen konnten keinen echten Markt erzwingen. Die ökonomische Realität ist eben doch komplexer, als sich das die Zentralplaner in Berlin und Brüssel an ihren Schreibtischen ausmalen. Wer hätte es gedacht?
Vom Mobilitätskonzern zum Rüstungsbetrieb
Was bleibt vom einstigen Stolz der deutschen Industrie? Ein Rumpfkonzern, in dem wohl nur noch unverkäufliche Elektroautos und eine hochsubventionierte Militärsparte übrig bleiben. In den kommenden Jahren soll der Konzern um bis zu 50.000 Mitarbeiter schrumpfen. Fünfzigtausend Familien, deren Existenz auf dem Spiel steht. Gleichzeitig versucht man, sich mit der politischen Strategie der Aufrüstung neue Geschäftsfelder zu erschließen – ausgerechnet jetzt, wo Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen und der grundgesetzlich verankerten Klimaneutralität bis 2045 die nächsten Schuldenberge auftürmt.
Alte Wunden, neue Risiken
Als wäre die Lage nicht prekär genug, holt VW seine Vergangenheit ein. In Japan laufen Ermittlungen der Behörden im Zusammenhang mit möglichen Unregelmäßigkeiten bei Verbrauchs- und Emissionswerten. Im Raum stehen Vorwürfe der Manipulation, die noch nicht abschließend geklärt seien. Entsprechend blieben zentrale Haftungsfragen offen – Milliardenrisiken, die den ohnehin angeschlagenen Verkaufsprozess zusätzlich belasten könnten. Die Geschichte des Dieselskandals scheint sich auf bittere Weise zu wiederholen.
Wer zahlt am Ende die Zeche?
Es ist immer dasselbe Muster: Während die Vorstände fürstlich bezahlt verabschiedet werden, zahlen die Belegschaften und der Mittelstand den Preis für ein ideologisches Großexperiment. Erneut geht deutsches Ingenieurwissen verloren, der Standort blutet weiter aus. Die Verfechter des Schrumpfungswahns dürfen wieder einmal die Sektkorken knallen lassen, während sich das Land zielsicher in eine Armutsspirale bewegt.
Der Notverkauf von Everllence ist im Kern materieller Ausdruck eines neuen ökologistischen Korporatismus deutscher Prägung. Und die unbequeme Wahrheit lautet: Keine Ökonomie, mag ihr industrielles Fundament noch so stark sein, übersteht das Fallbeil ideologischer Verblendung und Überregulierung unbeschadet. Dass eine breite Mehrheit der Bürger längst spürt, wohin diese Reise führt, scheint in den maßgeblichen politischen Zirkeln niemanden zu interessieren.
Was bleibt dem klugen Anleger?
Wenn ein Weltkonzern wie Volkswagen seine profitablen Schätze verramschen muss, um zu überleben, dann sollte das jeden aufmerksamen Bürger nachdenklich stimmen. Papierwerte und Industriebeteiligungen können in Zeiten ideologischer Wirtschaftspolitik erstaunlich schnell an Wert verlieren. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber hingegen kennen keine Vorstandsboni, keine gescheiterten Transformationsstrategien und keine Emissionsskandale. Sie sind ein zeitloser Anker zur Vermögenssicherung – eine sinnvolle Beimischung für jedes gesunde und breit gestreute Portfolio in unsicheren Zeiten.
Haftungsausschluss: Die in diesem Beitrag dargestellten Informationen und Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Leser ist verpflichtet, vor einer Anlageentscheidung selbst ausreichend zu recherchieren oder fachkundigen Rat einzuholen. Für getroffene Entscheidungen trägt jeder Anleger die alleinige Verantwortung. Eine Haftung für etwaige Verluste ist ausgeschlossen.
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