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Kettner Edelmetalle
06.03.2026
14:16 Uhr

Vom Käfig ins Kabinett: Trump feuert Noem und setzt auf MMA-Kämpfer als Heimatschutzminister

Washington erlebt einmal mehr, was es heißt, wenn Donald Trump regiert: Wer nicht liefert, fliegt. Heimatschutzministerin Kristi Noem musste ihren Posten räumen – und ihr Nachfolger könnte kaum ungewöhnlicher sein. Mit Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma nominiert der US-Präsident einen Mann, der nicht nur im politischen Ring zu kämpfen weiß, sondern auch im buchstäblichen: als ehemaliger Mixed-Martial-Arts-Profi.

Noems Selbstinszenierung wurde ihr zum Verhängnis

Die Entlassung Noems kam nicht aus heiterem Himmel. Seit Wochen hätten sich die Spannungen zwischen der ehemaligen Gouverneurin von South Dakota und dem Weißen Haus aufgebaut. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, waren offenbar millionenschwere Regierungskampagnen mit Werbespots, in denen Noem sich selbst prominent in Szene setzte. Trump erklärte, er habe von dieser kostspieligen Selbstdarstellung nichts gewusst. In der Welt des 47. Präsidenten gibt es eine Todsünde: Illoyalität. Und eine zweite: sich auf Kosten des Chefs ins Rampenlicht zu drängen.

Man mag von Trumps Personalführung halten, was man will – doch eines muss man ihm lassen: Er zögert nicht. Während in Deutschland Ministerinnen und Minister trotz offensichtlichen Versagens jahrelang an ihren Sesseln kleben dürfen, wird in Washington kurzer Prozess gemacht. Ein Konzept, das man sich hierzulande durchaus zum Vorbild nehmen könnte.

Ein Rancher, Handwerker und Kämpfer

Markwayne Mullin, 48 Jahre alt, ist das genaue Gegenteil eines Washingtoner Karrierepolitikers. Aufgewachsen auf einer Ranch im ländlichen Oklahoma, übernahm er den Sanitär- und Handwerksbetrieb seiner Familie und baute ihn zu einem erfolgreichen Unternehmen aus. Bevor er die politische Bühne betrat, machte er sich als MMA-Kämpfer einen Namen – nach eigenen Angaben blieb er in seiner kurzen Profikarriere ungeschlagen.

„Ein kleiner Junge aus Westville, Oklahoma wird im Kabinett des Präsidenten dienen", sagte Mullin nach seiner Nominierung. Zunächst habe er seine Frau und seinen Vater angerufen. Bodenständiger geht es kaum.

Seit 2013 vertritt Mullin seinen Bundesstaat im Kongress – erst im Repräsentantenhaus, seit 2023 im Senat. Bemerkenswert: Er ist Mitglied der Cherokee Nation und derzeit der einzige indigene Senator der Vereinigten Staaten. Eine Tatsache, die jene zum Schweigen bringen dürfte, die Trump reflexartig Rassismus vorwerfen.

Ein Hardliner für die Grenze – genau das, was Amerika braucht

Politisch steht Mullin fest im konservativen Lager der Republikaner. Er unterstützt Trumps kompromisslose Linie in der Migrationspolitik ohne Wenn und Aber. Als Heimatschutzminister wäre er unter anderem für die Einwanderungsbehörde ICE verantwortlich – und damit für zentrale Teile der amerikanischen Abschiebepolitik. Der Senat muss der Personalie noch zustimmen, doch in Washington gilt eine Bestätigung als wahrscheinlich.

Man stelle sich für einen Moment vor, Deutschland würde ähnlich konsequent handeln. Ein Heimatschutzminister, der tatsächlich die Heimat schützt. Ein Politiker, der mit beiden Beinen im Leben steht, der einen Betrieb geführt hat, der weiß, was harte Arbeit bedeutet. Stattdessen erleben wir hierzulande eine Politik, die sich in Gender-Debatten und Klimaaktivismus verliert, während die Kriminalität auf Rekordniveau steigt und die Bürger sich in ihren eigenen Städten nicht mehr sicher fühlen.

Was Deutschland von Amerika lernen könnte

Trumps Personalentscheidung sendet eine klare Botschaft: Wer in seinem Kabinett sitzt, muss liefern – oder gehen. Mullin bringt genau jene Eigenschaften mit, die man sich auch für deutsche Spitzenpolitiker wünschen würde: Lebenserfahrung jenseits des politischen Betriebs, unternehmerisches Denken, Kampfgeist und eine unmissverständliche Haltung in der Migrationsfrage. Ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz auch nur annähernd so entschlossen handeln wird, darf bezweifelt werden. Die Ankündigungen sind groß, die Taten bislang überschaubar. Während in Amerika ein ehemaliger MMA-Kämpfer die Grenzen sichern soll, diskutiert man in Berlin noch immer darüber, ob Abschiebezentren in Drittstaaten überhaupt denkbar wären.

Die Amerikaner machen es vor. Die Frage ist nur, ob jemand in Deutschland bereit ist, hinzuschauen.

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