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Kettner Edelmetalle
14.08.2026
06:54 Uhr
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Washington dreht Iran den Hahn zu: Blockade "unbegrenzt"

Washington dreht Iran den Hahn zu: Blockade "unbegrenzt"
Symbolbild: KI-generiert

Die USA verschärfen ihren Kurs gegen Teheran dramatisch. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte Wirtschaftsmaßnahmen an, wie sie der Iran noch nie erlebt habe. Parallel erklärte Verteidigungsminister Pete Hegseth, die Seeblockade lasse sich "unbegrenzt" aufrechterhalten – und ein neuer Flugzeugträger ist bereits unterwegs.

Wirtschaftskrieg plus Marine – die doppelte Zange

In einem Interview mit dem US-Sender Newsmax sprach Bessent von einer Kombination aus wirtschaftlicher Isolation und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus. Nichts solle mehr in iranische Häfen hinein- oder herausgelangen.

"It will be a combination of economic isolation like the world has never seen before, and the continued blockade in the Strait of Hormuz that will keep anything from going in or out of the Iranian ports"

Details nannte der Finanzminister nicht. Klar ist: Seit April riegeln US-Kriegsschiffe die wichtigste Öl-Schlagader der Welt ab. Der Ölpreis sprang damals über die Marke von 100 Dollar, Medienberichten zufolge beharrt Teheran bis heute darauf, die Meerenge bleibe blockiert – gefordert werden Entschädigungen, Sanktionslockerungen und ein Abzug amerikanischer Truppen.

Ein Träger geht, ein Träger kommt

Hegseth kündigte an, die Navy werde ihre Schiffe weiter rotieren lassen. Konkret soll der Flugzeugträger USS George Washington die USS Abraham Lincoln ablösen, die seit über 250 Tagen im Nahen Osten im Einsatz ist. Eigentlich hätte ihr Einsatz im Mai enden sollen.

Die Kampfgruppe des George Washington habe Vietnam am 12. August verlassen, teilte die US-Marine mit. Der Dauereinsatz zeigt, wie sehr sich Washington militärisch verausgabt – und wie teuer eine Blockade auf Dauer wird.

Schimmelduschen und Streit um die Moral an Bord

Für Zündstoff sorgen Berichte über die Zustände auf der Lincoln. Hegseth erklärte, Meldungen über Lebensmittelknappheit, sinkende Moral und angebliche Sprünge von Matrosen über Bord seien "völlig falsch dargestellt" worden.

Der demokratische Abgeordnete Mike Levin sieht das anders. Er schrieb nach eigenen Angaben einen Brief an Hegseth und den kommissarischen Marinestaatssekretär Hung Cao. Darin ist laut dem Schreiben die Rede von verschimmelten Duschen, defekten Toiletten, fehlendem Warmwasser, fehlendem frischem Obst und Gemüse sowie Versorgungsengpässen. Die Belastung der Soldaten sei "überwältigend" und führe zu extremer Erschöpfung.

Das US-Zentralkommando wies zudem Behauptungen über eine Schlägerei an Bord zurück: Kein Soldat sei gestorben. Iranische Medien hatten zuvor behauptet, sieben US-Marineangehörige seien bei einem gewaltsamen Zusammenstoß getötet worden – eine Darstellung, für die es keine unabhängige Bestätigung gibt.

Warum das auch deutsche Tankstellen trifft

Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls passiert normalerweise die Straße von Hormus. Fällt diese Route aus, steigen Energiepreise, Transportkosten und am Ende die Inflation – ausgerechnet in einer Zeit, in der die deutsche Industrie ohnehin unter hohen Energiekosten und wachsender Bürokratielast ächzt.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart die Krise die energiepolitische Verwundbarkeit Europas. Wer sich über Jahre von fremden Lieferketten abhängig gemacht hat, ist Geiseln geopolitischer Machtspiele. Historisch haben Anleger in solchen Phasen den Blick auf krisenfeste Sachwerte gerichtet – physisches Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als Versicherung gegen Inflation und politische Schocks und können ein breit gestreutes Vermögen sinnvoll ergänzen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir führen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung durch. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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