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Kettner Edelmetalle
25.07.2026
17:15 Uhr

Washington greift durch, London schaut weg: US-Sanktionen gegen Muslimbruderschaft entlarven europäisches Versagen

Während sich die Vereinigten Staaten mit eiserner Hand gegen die Finanzströme des Terrors stemmen, verharrt Großbritannien in gewohnter Passivität. Am 23. Juli verhängte Washington Sanktionen gegen einen führenden, in Großbritannien ansässigen Funktionär der ägyptischen Muslimbruderschaft – gemeinsam mit sechs weiteren Personen und Organisationen, die nach Angaben des US-Außenministeriums materielle Unterstützung für die Terrororganisation Hamas geleistet hätten. Ein bemerkenswerter Vorgang, der ein grelles Schlaglicht auf die unterschiedliche Entschlossenheit beiderseits des Atlantiks wirft.

Wohltätige Fassaden für schmutzige Geschäfte

Der Sprecher des Außenministeriums erklärte, die Maßnahmen legten offen, wie Ableger der Muslimbruderschaft und getarnte Hamas-Frontorganisationen unter dem Deckmantel der Barmherzigkeit Gelder verschleiern und in den Dienst des Terrorismus stellen würden. Man kennt dieses Muster seit Jahrzehnten: Wohltätigkeit als Tarnkappe, Mildtätigkeit als Waschmaschine für Blutgeld.

Im Zentrum der Sanktionen steht Mahmoud al-Abyari, den das Office of Foreign Assets Control (OFAC) als in Großbritannien ansässigen Generalsekretär des Generalsekretariats der Muslimbruderschaft identifizierte. Nach Darstellung der Behörde habe er Spenden für zwei bereits zuvor sanktionierte Organisationen mit angeblichen Hamas-Verbindungen eingesammelt und mit weiteren Gruppierungen der Bruderschaft zusammengearbeitet, um die Hamas finanziell zu alimentieren.

Ins Visier gerieten außerdem zwei Wohltätigkeitsorganisationen – eine mit Sitz in Indonesien, eine im Gazastreifen – sowie ein Geldwechsler mit Sitz in der Türkei. Dieser habe, so das US-Finanzministerium, Hunderttausende Dollar an die Hamas transferiert und obendrein Untergrund-Bankdienstleistungen für organisierte Kriminelle in Schweden bereitgestellt. Ein Geflecht, das die enge Verwobenheit von Terrorfinanzierung und Schwerkriminalität eindrucksvoll vor Augen führt.

Klare Worte aus Washington

„Die Trump-Administration wird Terroristen und ihre Finanziers unerbittlich verfolgen. Ob sie sich als Wohltätigkeitsorganisationen, Unternehmen oder Untergrund-Finanznetzwerke tarnen – wer die Hamas unterstützt, wird enttarnt, sanktioniert und zur Rechenschaft gezogen“, ließ US-Finanzminister Scott Bessent verlauten.

Solch klare Ansagen sucht man in europäischen Regierungskabinetten häufig vergebens. Washington baut mit diesen Maßnahmen auf frühere Sanktionsrunden auf und hat sich nach eigenem Bekunden verpflichtet, die finanzielle Infrastruktur, die Hamas und Muslimbruderschaft am Leben halte, konsequent zu zerschlagen.

Der eklatante Kontrast: Großbritannien duckt sich weg

Hier offenbart sich die eigentliche Brisanz. Denn während die USA die ägyptischen, jordanischen und libanesischen Zweige der Muslimbruderschaft bereits im Januar 2026 als global agierende Terroristen einstuften, hat London die Organisation bis heute nicht verboten. Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain haben die Bruderschaft längst als Terrororganisation gebrandmarkt, Jordanien folgte 2025. Und Großbritannien? Es begnügte sich mit einem zahnlosen Prüfbericht aus dem Jahr 2015, der eine Zugehörigkeit zur Bruderschaft allenfalls als „möglichen Indikator für Extremismus" bewertete – ohne rechtliche Konsequenzen.

Ein ehemaliger britischer Beauftragter für die Bekämpfung von Extremismus kritisierte diese Haltung scharf. Die USA gingen weitaus robuster gegen die im Vereinigten Königreich operierenden Netzwerke der Bruderschaft vor als London selbst. Es handele sich in erster Linie um ein britisches Problem – und man behandle es nicht annähernd mit jener Ernsthaftigkeit, die die Amerikaner an den Tag legten. Diese Nachlässigkeit bezeichnete er als „massiven strategischen Fehler".

Eine Warnung, die auch für den Kontinent gilt

Was sich hier abzeichnet, sollte auch den Verantwortlichen in Berlin und Brüssel zu denken geben. Wer islamistische Netzwerke aus falsch verstandener Toleranz gewähren lässt, wer die Augen vor der Finanzierung des Terrors verschließt, gefährdet die Sicherheit der eigenen Bevölkerung. Die europäische Neigung, unbequeme Wahrheiten auszusitzen und harte Entscheidungen zu vermeiden, rächt sich früher oder später. Es braucht Politiker, die den Schutz der Bürger über politische Bequemlichkeit stellen – hierzulande ebenso wie auf der Insel.

Die verhängten Sanktionen frieren sämtliche Vermögenswerte der betroffenen Personen und Einrichtungen ein, sofern sie sich in den USA oder unter der Kontrolle von US-Personen befinden. Zudem drohen ausländischen Finanzinstituten Sekundärsanktionen, falls sie wissentlich bedeutende Transaktionen für die Sanktionierten abwickeln. Ein wirkungsvolles Instrument, das Europa allzu selten zu nutzen wagt.

Sicherheit in unsicheren Zeiten

In einer Welt, in der geopolitische Spannungen, Terrorfinanzierung und das Versagen westlicher Regierungen zur traurigen Normalität geworden sind, gewinnt der Gedanke an handfeste, krisenfeste Werte an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Verwerfungen und dem Wohlwollen von Regierungen ihren Wert bewahren. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie jene Stabilität, die manch politische Institution schmerzlich vermissen lässt.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Rechts- noch Steuerberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen entsprechend qualifizierten Fachberater.

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