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Kettner Edelmetalle
19.02.2026
20:58 Uhr

Washingtons Ultimatum: USA drohen Energie-Watchdog IEA mit Austritt wegen Klimapolitik

Es ist ein Paukenschlag, der die internationale Energiepolitik in ihren Grundfesten erschüttert: US-Energieminister Chris Wright hat der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris ein knallhartes Ultimatum gestellt. Binnen eines Jahres solle die Organisation ihre Unterstützung für das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 aufgeben – andernfalls werde Washington seine Mitgliedschaft kündigen. Eine Drohung, die sitzt.

Die „destruktive Illusion" der Klimaneutralität

Wright fand auf dem zweijährlichen Treffen der IEA unmissverständliche Worte. Zehn Jahre lang habe man einer „destruktiven Illusion" namens Net Zero nachgehangen, einer Gruppenmentalität, die nun ein Ende finden müsse. Die USA würden „allen Druck nutzen, den wir haben", um die Agentur von diesem Kurs abzubringen. Man mag von der Wortwahl halten, was man will – aber die Diagnose ist nicht von der Hand zu weisen. Während Europa sich in immer ambitionierteren Klimazielen überbietet, kämpfen Millionen Bürger mit explodierenden Energiepreisen und einer schleichenden Deindustrialisierung.

Die IEA wurde in den 1970er Jahren als Reaktion auf die Ölkrise gegründet und dient seither als Forschungs- und Datenlieferant für die Energiepolitik der Industriestaaten. Die USA zahlen jährlich rund sechs Millionen Dollar an Mitgliedsbeiträgen – bei einem Gesamtbudget der Agentur von 22 Millionen Dollar. Ein Austritt Washingtons wäre also nicht nur politisch, sondern auch finanziell ein schwerer Schlag.

Hinter verschlossenen Türen denken viele Staaten anders

Besonders brisant ist, was Wright über die Stimmung hinter den Kulissen verriet. Viele Länder würden den USA privat zustimmen, dass man sich von den Net-Zero-Zielen verabschieden und die Produktion fossiler Energieträger weiter ausbauen müsse. „Wir sehen, dass viele Nationen – zumindest hinter verschlossenen Türen – darüber sprechen, wieder wettbewerbsfähig werden zu wollen, ihre Länder reindustrialisieren zu wollen, starke Streitkräfte haben zu wollen", so Wright. Eine Aussage, die man in Berlin und Brüssel ungern hören dürfte, die aber eine unbequeme Wahrheit offenlegt: Die grüne Transformation ist für viele Volkswirtschaften schlicht nicht tragbar.

Doch öffentlich wagt kaum ein europäischer Politiker den Kurswechsel. Wright brachte es auf den Punkt: Zahlreiche europäische Nationen hätten ihre politischen Plattformen und ihren Anspruch auf internationale Relevanz auf die Net-Zero-Agenda gestützt. Nur die „kalte, harte Realität" und der Aufstand der Wähler, die grüne Parteien aus den Parlamenten wählen, könnten hier etwas ändern.

Europas trotzige Reaktion – und ihre Widersprüche

Frankreichs Finanzminister Roland Lescure versuchte, die amerikanische Drohung herunterzuspielen. Man habe genügend gemeinsame Themen, an denen man zusammenarbeiten könne, darunter die Kernenergie. Frankreich setze auf Elektrifizierung der Industrie, um weniger abhängig von Öl und Gas zu werden. Gleichzeitig räumte Lescure ein, dass man „natürlich noch Gasbedarf" habe – und froh sei, dass die USA diesen decken könnten. Ein bemerkenswerter Widerspruch: Man predigt die Energiewende und kauft gleichzeitig amerikanisches Flüssiggas.

Auch die niederländische Vizepremierministerin Sophie Hermans, die das IEA-Treffen leitete, gab sich kämpferisch. Eine große Mehrheit der Länder wolle mehr heimische saubere Energie aufbauen und weniger von ausländischen Importen abhängen. Sie werde „die Ärmel hochkrempeln und härter arbeiten". Schöne Worte – doch die Realität in Europa sieht anders aus.

Deutschland als warnendes Beispiel

Gerade Deutschland sollte als mahnendes Beispiel dienen, wohin eine ideologiegetriebene Energiepolitik führen kann. Der überhastete Atomausstieg, die Abhängigkeit von russischem Gas, die milliardenschweren Subventionen für erneuerbare Energien bei gleichzeitig steigenden Strompreisen – all das hat den Industriestandort Deutschland massiv geschwächt. Während die USA unter Präsident Trump auf eine pragmatische Energiepolitik setzen, die Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit in den Vordergrund stellt, klammert sich Europa an Klimaziele, deren Erreichbarkeit selbst wohlwollende Experten bezweifeln.

IEA-Direktor Fatih Birol weigerte sich, das amerikanische Ultimatum zu kommentieren, betonte aber, dass die Daten seiner Organisation weltweit als verlässlich anerkannt seien. Eine diplomatische Antwort, die das eigentliche Problem nicht löst: Wenn der mit Abstand größte Beitragszahler und die mächtigste Volkswirtschaft der Welt die Tür zuschlägt, steht die Glaubwürdigkeit der gesamten Institution auf dem Spiel.

Ein Wendepunkt für die globale Energiepolitik?

Was wir hier erleben, könnte sich als historischer Wendepunkt erweisen. Die Ära, in der westliche Industrienationen im Gleichschritt auf eine dekarbonisierte Zukunft zumarschierten, scheint vorbei. Die geopolitischen Realitäten – von Trumps Zollpolitik über den Ukraine-Krieg bis hin zur wachsenden Konkurrenz mit China – zwingen zu einer Neubewertung. Energie ist keine Frage der Moral, sondern der nationalen Sicherheit und des wirtschaftlichen Überlebens.

Für den deutschen Bürger, der bereits heute unter den höchsten Strompreisen Europas ächzt, sollte Wrights Botschaft ein Weckruf sein. Vielleicht ist es an der Zeit, dass auch hierzulande Pragmatismus über Ideologie siegt – bevor die letzten Industriearbeitsplätze in Länder abwandern, die ihre Energiepolitik nicht nach dem Zeitgeist, sondern nach ökonomischer Vernunft ausrichten.

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