
Wenn der Doktor zwischen Dosenwurst und Discountware praktiziert: Deutschlands Gesundheitssystem auf Abwegen
Was kommt als NĂ€chstes? Zahnbehandlungen an der Tankstelle? Operationen im Baumarkt? In Mosbach, einer beschaulichen Stadt in NordwĂŒrttemberg, wird gerade ein medizinisches Experiment durchgefĂŒhrt, das symptomatisch fĂŒr den Zustand unseres einst stolzen Gesundheitssystems steht. Zwischen KĂ€setheke und Kassenzone sollen Patienten kĂŒnftig ihre Wehwehchen per Videoschalte kurieren lassen. Der Supermarkt als Arztpraxis â ein Armutszeugnis fĂŒr ein Land, das sich einmal rĂŒhmte, eines der besten Gesundheitssysteme der Welt zu besitzen.
Die bittere RealitĂ€t des Ărztemangels
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Allein in Baden-WĂŒrttemberg fehlen ĂŒber 1.000 HausĂ€rzte. Bundesweit bleiben mehr als 5.000 Hausarztsitze unbesetzt â Tendenz steigend. Zwei von drei praktizierenden HausĂ€rzten haben bereits die 60 ĂŒberschritten und suchen verzweifelt nach Nachfolgern. Doch wer will schon in einem Land praktizieren, in dem die Politik seit Jahren die falschen PrioritĂ€ten setzt?
WĂ€hrend Milliarden fĂŒr fragwĂŒrdige Klimaprojekte und die Integration von Migranten ausgegeben werden, verödet die medizinische Grundversorgung auf dem Land. Die neue GroĂe Koalition unter Friedrich Merz mag zwar ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur versprochen haben, doch wo bleiben die konkreten MaĂnahmen gegen den Ărztemangel? Stattdessen wird die KlimaneutralitĂ€t bis 2045 im Grundgesetz verankert â als ob das unsere drĂ€ngendsten Probleme lösen wĂŒrde.
Telemedizin als Notlösung
Die Supermarktkette Kaufland und der private Klinikbetreiber Sana prĂ€sentieren nun ihre Lösung: den âS Medical Room". In einem schalldichten Kabuff hinter den Kassen sollen Patienten per Videochat mit Ărzten sprechen können. Medizinische Fachangestellte messen vor Ort den Blutdruck oder erstellen ein EKG. FĂŒr Husten, Schnupfen und Heiserkeit mag das reichen â aber ist das wirklich die Zukunft der Medizin, die wir uns wĂŒnschen?
âVoraussetzung ist, dass die Beschwerden telemedizinisch beurteilt werden können", erklĂ€rt Jonas Ehmig, Co-GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Medical Rooms.
Immerhin zeigt sich der HausĂ€rzteverband Baden-WĂŒrttemberg vorsichtig optimistisch. Die Landesvorsitzende Susanne Bublitz betont jedoch, dass solche Angebote unbedingt an bestehende Hausarztpraxen angebunden sein mĂŒssten. Eine kontinuierliche Versorgung sei entscheidend â nicht isolierte Insellösungen in SupermĂ€rkten.
Der Handel wittert das groĂe GeschĂ€ft
Doch Kaufland ist nicht allein. Die Drogeriemarktkette dm plant, ĂŒber eine tschechische Tochter apothekenpflichtige Medikamente zu verkaufen. Lidl und Rossmann bereiten ebenfalls den Einstieg in den Markt mit rezeptfreien PrĂ€paraten vor. Der Handel wittert das groĂe GeschĂ€ft mit der Gesundheit â wĂ€hrend die Politik versagt.
Es ist bezeichnend fĂŒr den Zustand unseres Landes: Wo der Staat seiner FĂŒrsorgepflicht nicht mehr nachkommt, springen private Unternehmen in die Bresche. Nicht aus NĂ€chstenliebe, sondern aus knallhartem GeschĂ€ftskalkĂŒl. Die Gesundheit der BĂŒrger wird zur Ware degradiert, die zwischen TiefkĂŒhlpizza und Toilettenpapier verhökert wird.
Ein Symptom tieferliegender Probleme
Das Mosbacher Experiment ist nur ein Symptom eines viel tieferliegenden Problems. Jahrzehntelange Fehlentscheidungen in der Gesundheitspolitik rĂ€chen sich nun bitter. Statt in die Ausbildung von Ărzten zu investieren, wurden StudienplĂ€tze gekĂŒrzt. Statt die Arbeitsbedingungen in lĂ€ndlichen Regionen attraktiver zu gestalten, wurde die BĂŒrokratie aufgeblĂ€ht.
Gleichzeitig explodieren die Kosten im Gesundheitswesen â nicht zuletzt durch die unkontrollierte Zuwanderung, die unser Sozialsystem an seine Grenzen bringt. Die zunehmende KriminalitĂ€t, die tĂ€glichen Messerattacken und die steigenden Gewaltdelikte belasten zusĂ€tzlich unsere Notaufnahmen und binden Ressourcen, die anderswo fehlen.
Zeit fĂŒr einen Kurswechsel
Es ist höchste Zeit fĂŒr einen radikalen Kurswechsel in der Gesundheitspolitik. Wir brauchen keine Videosprechstunden im Supermarkt, sondern eine ausreichende Zahl gut ausgebildeter Ărzte. Wir brauchen keine Experimente mit der Gesundheit der BĂŒrger, sondern eine solide Grundversorgung fĂŒr alle.
Die neue Regierung unter Friedrich Merz steht vor gewaltigen Herausforderungen. Doch statt sich auf die wirklich drĂ€ngenden Probleme zu konzentrieren, verliert sie sich in ideologischen GrabenkĂ€mpfen um KlimaneutralitĂ€t und Gendersternchen. Dabei wĂ€re es so einfach: Mehr MedizinstudienplĂ€tze schaffen, BĂŒrokratie abbauen, Anreize fĂŒr LandĂ€rzte setzen.
Fazit: Das Mosbacher Modell mag als Notlösung durchgehen, doch es darf nicht zur NormalitĂ€t werden. Ein Land, das seine BĂŒrger zur medizinischen Versorgung in den Supermarkt schickt, hat versagt. Es ist Zeit, dass wir uns wieder auf traditionelle Werte besinnen: Eine ordentliche Gesundheitsversorgung gehört zur Grundausstattung eines funktionierenden Staates â nicht zwischen KĂ€setheke und Kasse.
- Themen:
- #CDU-CSU

Deutschland Deutschland Das groĂe Live-Webinar am 29. Juli â wie Sie Ihr Vermögen schĂŒtzen, ohne auszuwandern
Live mit Marc Friedrich, Peter Hahne, Philip Hopf, Gerald Grosz, Kay Gottschalk & Tim Kellner â moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

MarcFriedrich

PeterHahne

PhilipHopf

GeraldGrosz

KayGottschalk

TimKellner
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik


















