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Kettner Edelmetalle
05.06.2026
21:09 Uhr

Wenn der Witz zum Verbrechen wird: Schweizer Gleichstellungsbüro erklärt das Lachen zur Gewalttat

Wenn der Witz zum Verbrechen wird: Schweizer Gleichstellungsbüro erklärt das Lachen zur Gewalttat

Es klingt wie eine bittere Satire, doch es ist bittere Realität. In Zürich, am belebten Platz Central, prangt seit Kurzem ein rosafarbenes Plakat in Großbuchstaben, das den Bürgern eine erschütternde Botschaft vermittelt: „Die Witze gehen auf deine Kosten. Immer. – Auch so beginnt Gewalt.“ Darunter eine Telefonnummer der Opferhilfe, ein QR-Code, ein Aufruf: „Hol dir Hilfe.“ Wer angesichts dieser Kampagne noch zu schmunzeln wagt, dürfte nach Lesart des verantwortlichen Amtes bereits einen Fuß in der Welt der Gewalttäter haben.

Wenn ein Staatsbüro nicht mehr weiß, wofür es da ist

Hinter der Aktion steht das „Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann“ (EBG), eine staatliche Behörde, deren neue Kampagne den vielsagenden Namen „Gleichstellung verhindert Gewalt“ trägt. Das erklärte Ziel sei es, so heißt es in einer Mitteilung des Schweizer Bundesrats, einer breiten Öffentlichkeit „Botschaften zur Prävention dieser Gewaltformen“ zu vermitteln. Doch welche Gewaltformen sind hier eigentlich gemeint?

Man höre und staune: Es geht nicht in erster Linie um Schläge, nicht um Messerstiche, nicht um die handfeste Brutalität, die man gemeinhin mit dem Wort Gewalt verbindet. Nein, es geht um Witze. Um „anzügliche Sprüche“. Um – man lese es zweimal – „aufdringliche Blicke“. Auf der Webseite der Kampagne wird dem Bürger mit erhobenem Zeigefinger eingeschärft: „Gewalt beginnt früher, als du denkst.“ Man solle daher tunlichst darauf achten, welche Witze man mache, denn schließlich könne ein Scherz „für jemanden verletzend und abwertend“ gewesen sein.

Vom Lächeln zum Faustschlag – eine erstaunliche Beweiskette

Besonders bemerkenswert ist die Argumentationslinie, mit der diese Behörde ihren Feldzug gegen die Heiterkeit rechtfertigt. Ein harmloser Spruch, so suggeriert die Kampagne, könne den „Boden für schwerwiegendere Grenzverletzungen“ ebnen – „bis hin zu körperlichen Übergriffen“. Mit anderen Worten: Wer heute einen Witz reißt, prügelt morgen. Es ist eine Gedankenfigur von atemberaubender Schlichtheit, die jeden Comedian, jeden Stammtisch und jeden fröhlichen Menschen unter Generalverdacht stellt.

„Selbst wenn es nicht in voller Absicht geschieht: Diese Verhaltensweisen sind nicht in Ordnung. Sie verletzen.“

Die Botschaft ist eindeutig: Die Absicht spielt keine Rolle mehr. Es zählt allein das gefühlte Empfinden des vermeintlichen Opfers. Damit wird ein Prinzip etabliert, das jeglicher Rechtsstaatlichkeit Hohn spricht – die Schuld liegt nicht mehr im Tun, sondern im subjektiven Erleben eines Dritten.

Die übliche Opfer-Hierarchie

Und wer wäre nach Auffassung der Gleichstellungsbürokraten besonders schützenswert? Natürlich jene Gruppen, die im Repertoire der modernen Identitätspolitik längst einen festen Platz haben: „Frauen, LGBTIQ-Personen, Menschen mit Behinderungen und Personen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte“. Abwertende Kommentare über Aussehen, Fähigkeiten oder Intelligenz seien, so heißt es, „Ausdruck von fehlendem Respekt, diskriminierenden Vorstellungen und ungleichen Machtverhältnissen“.

Man fragt sich unwillkürlich: Wo bitte sind diese Gruppen mehr betroffen als jeder andere Mensch auch? Jeder Mensch hat Schwächen, jeder wurde schon einmal Ziel eines Spottes. Doch in der Welt dieser Behörde existiert offenbar eine fein abgestufte Hierarchie der Kränkbarkeit, in der manche Bürger schützenswerter sind als andere.

Spaßbefreite Funktionäre auf Steuerzahlerkosten

Was hier geschieht, ist mehr als nur eine groteske Verirrung. Es ist die systematische Verwässerung des Gewaltbegriffs. Wenn schon ein Witz als Gewalt gilt – was ist dann ein realer Messerangriff, der in unseren europäischen Innenstädten leider zur traurigen Tagesroutine geworden ist? Wer Blicke und Scherze auf dieselbe Stufe stellt wie körperliche Übergriffe, der relativiert und verharmlost die wirklich schweren Verbrechen. Während die echte Gewalt auf den Straßen zunimmt, beschäftigt sich ein staatliches Amt damit, dem Bürger das Lachen auszutreiben.

Es ist die altbekannte Methode: Während die brennendsten Probleme unserer Gesellschaft ausgeklammert werden, lenkt man die öffentliche Aufmerksamkeit auf vergleichsweise harmlose Befindlichkeiten – und das alles finanziert vom hart arbeitenden Steuerzahler. Ein Volk, das seinen Humor verliert, verliert ein Stück seiner Freiheit. Und genau dieser Humor, diese gesunde Selbstironie, mit der man einst über Ostfriesen, Schwaben, Bayern und sich selbst lachen durfte, gerät unter den Hammer der Gesinnungswächter.

Ein Weckruf für alle, die noch klar denken

Die Schweiz galt für viele lange als letzter Hort der Vernunft im zunehmend ideologisch verblendeten Europa. Doch dieser Vorgang zeigt: Auch die Eidgenossen sind vor der grassierenden Bevormundungswut nicht gefeit. Diese Entwicklung sollte uns allen eine Warnung sein. Denn was heute mit Plakaten und Flyern beginnt, könnte morgen mit Verboten und Strafen enden. Eine Gesellschaft, die nicht mehr über sich selbst lachen kann, ist eine kranke Gesellschaft.

Es bleibt zu hoffen, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzt – und dass die Bürger sich nicht von einem überbordenden Behördenapparat vorschreiben lassen, was sie denken, sagen und worüber sie lachen dürfen. Denn am Ende ist die wahre Gewalt nicht der Witz, sondern der Versuch, den Menschen das freie Wort und die Freude zu nehmen.

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