
Wenn ein Bischof vor Hausfrauen warnt: Der „Queerbeauftragte" der Bischofskonferenz und sein Kreuzzug gegen die Tradition
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die Deutsche Bischofskonferenz – jene Institution, die sich auf eine zweitausendjährige Tradition des Christentums beruft – beschäftigt seit 2024 einen „Queerbeauftragten". Und dieser Beauftragte, Weihbischof Ludger Schepers, hat offenbar nichts Dringenderes zu tun, als vor Frauen zu warnen, die sich bewusst für ein Leben als Mutter und Hausfrau entscheiden. Die Rückkehr zu klassischen Geschlechterrollen sei ein „Irrweg", ließ er über die Katholische Nachrichten-Agentur verlauten. Man fragt sich unwillkürlich: Hat die katholische Kirche in Deutschland wirklich keine anderen Probleme?
Hausfrauen als Feindbild eines Bischofs
Im Zentrum der bischöflichen Empörung stehen die sogenannten „Trad Wives" – Frauen, die in sozialen Medien ihr Leben als Ehefrauen, Mütter und Hausfrauen dokumentieren und dabei offenkundig Freude an ihrer Rolle ausstrahlen. Für Schepers zeigen diese Frauen eine „künstliche Ästhetik ohne Bodenhaftung". Die Stärkung klassischer Geschlechterrollen diene lediglich politischen Interessen und gefährde Gleichberechtigung und Freiheit, so der Weihbischof.
Hier offenbart sich ein bemerkenswertes Weltbild: Ein Vertreter einer Kirche, deren Gründungstexte die Familie als Keimzelle der Gesellschaft preisen, deren Heilige Schrift die Mutterschaft als Segen Gottes beschreibt, erklärt ausgerechnet jene Frauen zum Problem, die sich freiwillig für genau dieses Lebensmodell entscheiden. Seit wann ist es ein Zeichen mangelnder Freiheit, wenn eine Frau sich aus freien Stücken dafür entscheidet, für ihre Kinder da zu sein? Ist das nicht gerade der Kern von Selbstbestimmung – die Wahl zu haben und sie nach eigenem Gewissen zu treffen?
Die Kirche im Zeitgeist-Rausch
Schepers geht noch weiter. Die katholische Kirche habe das Patriarchat „nicht nur geduldet, sondern aktiv gefördert", klagt er an. Dieses Menschenbild habe nichts mit dem Christentum zu tun. Wer an solchen Strukturen festhalte, „verrät die eigene Botschaft". Stattdessen müsse die Kirche die „Vielfalt menschlicher Identitäten – ob homo-, trans- oder intergeschlechtlich" als Teil von „Gottes Schöpfungsplan" anerkennen.
Es ist ein faszinierendes Schauspiel: Ein katholischer Bischof stellt sich gegen die Lehre seiner eigenen Kirche, fordert eine Reform des Katechismus und erklärt gleichzeitig traditionelle Familienmodelle zum Feind. Man könnte meinen, hier spräche nicht ein Hirte der Kirche, sondern ein Referent auf einem Grünen-Parteitag. Bereits 2024 hatte Schepers gefordert, die Sexualmoral der Kirche müsse grundlegend überarbeitet werden. Der Katechismus – das zentrale Lehrwerk des katholischen Glaubens – sei reformbedürftig.
Vom Kirchenmann zum Klimaaktivisten
Wer nun glaubt, Schepers beschränke sich auf Genderfragen, irrt gewaltig. Der Weihbischof hat sich in den vergangenen Jahren auch als eifriger Unterstützer der Klimabewegung hervorgetan. Schon 2019 lobte er die Fridays-for-Future-Bewegung und nahm persönlich an deren Demonstrationen teil. Eine bemerkenswerte Prioritätensetzung für einen Mann, dessen Kirche mit massivem Mitgliederschwund, leeren Kirchenbänken und einer tiefen Vertrauenskrise kämpft.
Denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die katholische Kirche in Deutschland verliert Jahr für Jahr Hunderttausende Mitglieder. Die Kirchenaustritte haben historische Höchststände erreicht. Und was tut die Bischofskonferenz? Sie richtet einen Posten für einen „Queerbeauftragten" ein und lässt diesen gegen Hausfrauen und das Patriarchat wettern. Man muss kein Theologe sein, um zu erkennen, dass hier die Ursache-Wirkungs-Kette gründlich durcheinandergeraten ist.
Traditionelle Werte als Fundament – nicht als Feindbild
Was Bischof Schepers offenbar nicht versteht oder nicht verstehen will: Die Sehnsucht vieler Menschen nach traditionellen Werten, nach intakten Familien, nach einer klaren Rollenverteilung, die auf gegenseitigem Respekt beruht, ist keine reaktionäre Verirrung. Sie ist eine natürliche Reaktion auf eine Gesellschaft, die zunehmend orientierungslos wirkt, in der jede Gewissheit dekonstruiert und jede Tradition als verdächtig gebrandmarkt wird.
Wenn junge Frauen sich bewusst dafür entscheiden, ihre Kinder selbst großzuziehen, wenn sie Stolz empfinden bei dem Gedanken, das Rückgrat einer Familie zu sein – dann ist das kein Angriff auf die Gleichberechtigung. Es ist ein Ausdruck von Freiheit. Jener Freiheit, die Schepers angeblich verteidigen will, die er aber offensichtlich nur dann akzeptiert, wenn sie seinen ideologischen Vorstellungen entspricht.
Die deutsche Gesellschaft braucht keine Bischöfe, die den Zeitgeist nachbeten und dabei die eigene Lehre über Bord werfen. Sie braucht Orientierung, Halt und den Mut, zu bewährten Werten zu stehen – auch wenn das in bestimmten Kreisen als unfein gilt. Dass ausgerechnet die Institution, die über Jahrhunderte Hüterin dieser Werte war, nun an vorderster Front gegen sie kämpft, ist nicht nur ein Trauerspiel. Es ist ein Symptom für den geistigen Verfall, der weite Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland erfasst hat.
Wer sich fragt, warum die Kirchenbänke leer bleiben, muss nur den Aussagen des „Queerbeauftragten" der Bischofskonferenz lauschen – die Antwort liegt auf der Hand.
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