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Kettner Edelmetalle
27.02.2026
15:43 Uhr

Wenn Maschinen auf zwei Beinen durch die Fabrikhalle marschieren: BMW setzt humanoide Roboter in Leipzig ein

Was vor wenigen Jahren noch wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film anmutete, wird in der Leipziger BMW-Fabrik zur industriellen Realität: Der bayerische Automobilkonzern erprobt seit Dezember vergangenen Jahres humanoide Roboter in seiner Serienproduktion. Die menschenähnlichen Maschinen sollen künftig unangenehme und gefährliche Arbeiten übernehmen – ein Stellenabbau sei angeblich nicht geplant. Man darf gespannt sein, wie lange dieses Versprechen Bestand hat.

1,65 Meter groß, 60 Kilo schwer – und bald Ihr neuer Kollege?

Die Eckdaten des eingesetzten Roboters des Herstellers Hexagon klingen beinahe unscheinbar: Mit einer Körpergröße von 1,65 Metern und einem Gewicht von 60 Kilogramm bewegt sich die Maschine auf zwei Beinen durch die Produktionshallen. Die Geschwindigkeit liegt bei bescheidenen 2,5 Metern pro Sekunde. Die Batterie hält rund drei Stunden – danach wechselt der Roboter sie eigenständig. Aus Sicherheitsgründen operieren die mechanischen Arbeiter derzeit noch in abgetrennten Bereichen. Noch.

BMW plant das Projekt in mehreren Stufen. Nach den ersten Erprobungen im Dezember soll im April ein weiterer Test folgen, bevor im Sommer ein Pilotprojekt mit einer einstelligen Zahl von Robotern startet. Dabei gehe es laut Unternehmensangaben um die Integration in die bestehende Serienproduktion, die Batteriefertigung für Energiemodule sowie die Komponentenproduktion für Exterieur-Teile.

Erfahrungen aus den USA als Blaupause

Gänzlich neu ist der Einsatz humanoider Roboter für BMW freilich nicht. Im US-amerikanischen Werk in Spartanburg hatte der Konzern bereits zwei Roboter des Herstellers Figure AI über einen Zeitraum von zehn Monaten eingesetzt. Dort entnahm und positionierte die Maschine Blechteile für Schweißprozesse an rund 30.000 Fahrzeugen. BMW sprach in diesem Zusammenhang von einem „echten Mehrwert unter realen Produktionsbedingungen". Eine bemerkenswerte Formulierung, die erahnen lässt, wohin die Reise geht.

Die Kosten: Ein sechsstelliger Betrag pro Roboter

Über den genauen Preis der humanoiden Helfer hüllt sich Hexagon-Präsident Arnaud Robert in diplomatisches Schweigen. Er sprach lediglich von einem sechsstelligen Bereich. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung dürfte dieser Preis in den kommenden Jahren jedoch deutlich sinken – und damit die Attraktivität gegenüber menschlichen Arbeitskräften steigen. Die Beteuerung, es sei kein Stellenabbau geplant, wirkt vor diesem Hintergrund wie ein Beruhigungsmittel mit begrenzter Haltbarkeit.

Ein Symptom des deutschen Industriewandels

Was BMW in Leipzig testet, ist weit mehr als ein technologisches Experiment. Es ist ein Sinnbild für den fundamentalen Wandel, den die deutsche Industrie durchlebt. Während Konzerne wie BASF bereits 4.800 Stellen gestrichen haben und sich für 2026 vorsichtig zeigen, investieren andere in die Automatisierung der Zukunft. Die Frage, die sich der deutsche Arbeitnehmer stellen muss, ist unbequem, aber unvermeidlich: Wie lange wird der Mensch in der Fabrikhalle noch gebraucht?

In einer Zeit, in der die Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur aufnimmt und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, wäre es vielleicht klüger gewesen, in die Qualifikation und Weiterbildung deutscher Fachkräfte zu investieren, statt die Zukunft der Arbeit stillschweigend an Maschinen zu delegieren. Doch solche Weitsicht scheint in der deutschen Politik Mangelware zu sein – man beschäftigt sich lieber mit Genderdebatten und Klimaneutralitätszielen, während die industrielle Basis des Landes sich in atemberaubendem Tempo transformiert.

Die humanoiden Roboter in Leipzig sind keine Zukunftsmusik mehr. Sie sind Gegenwart. Und sie stellen eine Frage, auf die weder die Politik noch die Gesellschaft bislang eine überzeugende Antwort gefunden hat: Was passiert mit den Menschen, wenn die Maschinen ihre Arbeit besser, billiger und ausdauernder erledigen können?

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