
Wirtschaftliche Annäherung: China und Südkorea unterzeichnen Handelsabkommen nach Jahren der Eiszeit

Nach einer fast zehnjährigen Phase diplomatischer Verstimmungen haben China und Südkorea einen bemerkenswerten Schritt zur Wiederbelebung ihrer wirtschaftlichen Beziehungen unternommen. Bei einem hochrangigen Gipfeltreffen wurden Exportverträge im Wert von 44 Millionen US-Dollar unterzeichnet – ein Signal, das weit über die reine Handelssumme hinausreicht.
Erste Handelsförderungsveranstaltung seit neun Jahren
Südkorea richtete erstmals seit 2017 wieder eine Exportförderungs- und Investitionsveranstaltung in Peking aus. Das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Ressourcen bestätigte, dass rund 300 Teilnehmer an dem Treffen teilnahmen, darunter führende Wirtschaftsvertreter und Investoren beider Länder. Die Präsenz chinesischer Technologiegiganten wie Alibaba, JD.com und Tencent unterstrich die Bedeutung dieser Zusammenkunft.
Auch Vertreter der chinesischen Provinzregierungen aus Shandong und Liaoning waren zugegen – ein deutliches Zeichen dafür, dass Peking diese wirtschaftliche Annäherung auf höchster Ebene unterstützt.
Der Schatten des THAAD-Konflikts
Die Beziehungen zwischen beiden Nationen waren seit 2017 erheblich belastet. Damals hatte Seoul das amerikanische Raketenabwehrsystem THAAD (Terminal High Altitude Area Defence) stationiert – eine Entscheidung, die Peking als direkte Bedrohung seiner Sicherheitsinteressen interpretierte. China reagierte mit wirtschaftlichen Vergeltungsmaßnahmen, die südkoreanische Unternehmen empfindlich trafen.
Dass nun ausgerechnet in dieser angespannten geopolitischen Lage eine Annäherung erfolgt, ist kein Zufall. Während Peking mit Tokio in einem anhaltenden diplomatischen Streit verwickelt ist, scheint China seine regionalen Beziehungen strategisch neu zu ordnen.
Wirtschaftsdelegation mit Schwergewichten
Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung brachte eine beeindruckende Wirtschaftsdelegation mit nach Peking. Nicht weniger als 400 Vertreter aus 161 Unternehmen begleiteten ihn, darunter Spitzenmanager der koreanischen Industriegiganten Samsung, SK, Hyundai und LG. Diese Zusammensetzung verdeutlicht, welche wirtschaftliche Bedeutung Seoul dieser Annäherung beimisst.
Ergebnisse des Gipfels
Die Veranstaltung umfasste Einzelgespräche zu Exportmöglichkeiten, Investitionspräsentationen südkoreanischer Regionalregierungen sowie Präsentationen koreanischer Konsumgüter. Am Ende standen 24 Exportverträge mit einem Gesamtvolumen von 44,11 Millionen US-Dollar.
Geopolitische Neuordnung in Ostasien
Diese Entwicklung sollte aufmerksam beobachtet werden. In Zeiten, in denen die globalen Handelsbeziehungen durch amerikanische Zollpolitik und geopolitische Spannungen erschüttert werden, suchen asiatische Wirtschaftsmächte nach neuen Allianzen. Für europäische Anleger und Unternehmen bedeutet dies: Die wirtschaftlichen Machtverhältnisse in Asien verschieben sich möglicherweise schneller als gedacht.
Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten absichern möchte, sollte über eine Diversifizierung nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als verlässlicher Wertspeicher erwiesen – unabhängig von geopolitischen Verwerfungen und Währungsschwankungen.
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