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20.02.2026
11:03 Uhr

ZDF opfert Korrespondentin nach KI-Fake-Skandal – doch reicht das wirklich?

ZDF opfert Korrespondentin nach KI-Fake-Skandal – doch reicht das wirklich?

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat wieder einmal bewiesen, warum das Vertrauen der Bürger in seine Berichterstattung seit Jahren im freien Fall ist. Das ZDF sah sich gezwungen, seine New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht mit sofortiger Wirkung von ihrem Posten abzuberufen – nachdem im „Heute Journal" gleich mehrere grobe journalistische Verfehlungen aufgeflogen waren. In einem Bericht über Abschiebe-Razzien der US-Einwanderungspolizei ICE wurden nicht nur KI-generierte Videoclips verwendet, sondern auch ein Clip aus dem Jahr 2022 in einem völlig falschen Kontext präsentiert. Man fragt sich unwillkürlich: Ist das noch Journalismus oder schon Propaganda?

Ein „Bauernopfer" für die Galerie?

Das ZDF verkündete in einer Pressemitteilung, die Verstöße gegen interne Richtlinien und journalistische Standards wögen „so schwer", dass die Abberufung unausweichlich gewesen sei. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten beklagte den entstandenen Schaden und betonte, es gehe „im Kern um die Glaubwürdigkeit unserer Berichterstattung". Ein bemerkenswerter Satz – denn genau diese Glaubwürdigkeit liegt bei Millionen von Gebührenzahlern längst in Trümmern.

Doch wer genau hinschaut, erkennt: „Abberufen" ist nicht dasselbe wie „entlassen". Die Korrespondentin verliert ihren prestigeträchtigen Posten in New York, doch ob sie weiterhin beim ZDF beschäftigt bleibt – womöglich an anderer Stelle, nach einer dezenten Schonfrist –, darüber schweigt sich der Sender aus. Es wäre nicht das erste Mal, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk personelle Konsequenzen mehr inszeniert als tatsächlich durchsetzt. Die Erfahrung lehrt: In den Anstalten fällt man weich.

Systemversagen statt Einzelfehler

Was mindestens ebenso schwer wiegt wie der Fehler der Korrespondentin selbst, ist das komplette Versagen der Kontrollmechanismen. Das ZDF räumte ein, dass der Schlussredaktion des „Heute Journals" die KI-generierte Bildsequenz bei der Abnahme des Beitrags hätte auffallen müssen. Eine nach journalistischen Standards erforderliche Überprüfung der verwendeten Videoszenen und ihres Ursprungs sei schlicht nicht erfolgt. Das wirft fundamentale Fragen auf: Wo war die redaktionelle Sorgfaltspflicht? Wer hat den Beitrag freigegeben? Und warum trägt offenbar nur eine einzige Person die Konsequenzen für ein offensichtliches Systemversagen?

Der Sender kündigte an, einen „Maßnahmenkatalog" zu erarbeiten, um künftig die Einhaltung journalistischer Standards sicherzustellen. Klingt nach dem üblichen Krisenmanagement-Sprech, den man aus Behörden und Großorganisationen kennt – viel Papier, wenig Substanz. Denn das eigentliche Problem sitzt tiefer als eine einzelne Korrespondentin in New York.

Die Haltungsfrage

Man muss kein Medienkritiker sein, um zu erkennen, dass der Vorfall symptomatisch ist für eine Branche, die sich längst von ihrem Auftrag zur ausgewogenen Berichterstattung verabschiedet hat. Der Beitrag über ICE-Razzien in den USA – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Trump-Administration ihre Einwanderungspolitik konsequent durchsetzt – wurde offenbar mit einer derart starken narrativen Absicht produziert, dass grundlegende Faktenprüfungen auf der Strecke blieben. Wenn die gewünschte Botschaft wichtiger wird als die Wahrheit, dann ist der Weg zu KI-generierten Fake-Clips erschreckend kurz.

Es sei daran erinnert, dass die Trump-Administration für genau solche Fälle bereits Konsequenzen angedroht hatte. Möglicherweise war es weniger die eigene Einsicht des ZDF als vielmehr der diplomatische Druck aus Washington, der die schnelle Reaktion erzwang. Ein beschämendes Zeugnis für einen Sender, der sich selbst gerne als Bollwerk der Pressefreiheit inszeniert.

Die GEZ-Frage drängt sich auf

Für den deutschen Gebührenzahler, der monatlich 18,36 Euro an den Rundfunkbeitrag abführen muss – ob er will oder nicht –, ist dieser Skandal mehr als nur ein journalistischer Ausrutscher. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in seiner jetzigen Form nicht mehr zeitgemäß ist. Milliarden fließen jährlich in einen Apparat, der offenbar nicht einmal in der Lage ist, die Echtheit seiner eigenen Videoquellen zu überprüfen.

Die Forderung nach einer grundlegenden Reform – oder gar der Abschaffung der Zwangsgebühren – wird mit jedem solchen Vorfall lauter. Und sie ist berechtigt. Denn wer mit dem Geld der Bürger arbeitet, schuldet diesen Bürgern nicht nur Unterhaltung, sondern vor allem eines: die Wahrheit. Dass ausgerechnet ein mit Zwangsgebühren finanzierter Sender KI-generierte Fake-Videos als Nachrichten verkauft, ist ein Skandal, der weit über die Abberufung einer einzelnen Korrespondentin hinausgeht. Es ist ein Vertrauensbruch, der das gesamte System in Frage stellt.

Deutschland braucht einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der seinen Namen verdient – oder gar keinen. Was es nicht braucht, sind teure Haltungsjournalisten, die mit KI-Clips die Realität nach ihren Vorstellungen formen. Die Abberufung von Nicola Albrecht mag ein erster Schritt sein. Aber ohne eine tiefgreifende strukturelle Reform bleibt sie nichts weiter als ein Bauernopfer auf dem Altar der Schadensbegrenzung.

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