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Kettner Edelmetalle
17.02.2026
18:05 Uhr

ZDF sendet KI-Fälschungen im „heute journal" – und der Bürger soll weiter brav zahlen

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ausgerechnet das ZDF, jene Institution, die sich seit Jahren als unerschütterlicher Bollwerk gegen Fake News und Desinformation inszeniert, hat im eigenen Flaggschiff „heute journal" KI-generierte Bilder und aus dem Kontext gerissene Videoclips ohne jede Kennzeichnung ausgestrahlt. Die Ironie könnte kaum bitterer sein – denn nur Minuten zuvor hatte Moderatorin Dunja Hayali in derselben Sendung noch mahnend den Zeigefinger erhoben und vor Falschinformationen im Netz gewarnt. Wasser predigen und Wein trinken – selten wurde dieses Sprichwort so eindrucksvoll illustriert.

Wenn der Wächter selbst zum Fälscher wird

Der Vorfall ist kein Ausrutscher, kein bedauerliches Versehen eines übermüdeten Cutters in der Nachtschicht. Er trifft den Kern dessen, was Fernsehjournalismus ausmacht: das Bild als Beweis. Generationen von Zuschauern sind mit dem Grundvertrauen aufgewachsen, dass das, was im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wird, der Realität entspricht. Dieses Vertrauen wurde nun mutwillig – oder zumindest grob fahrlässig – beschädigt.

Die stellvertretende ZDF-Chefredakteurin Anne Gellinek ließ eine Presseerklärung verbreiten, in der sie sich „in aller Form" entschuldigte. Der Beitrag entspreche nicht den eigenen Standards und hätte so nie gesendet werden dürfen. Man habe ihn von allen Plattformen entfernt und werde korrigierend berichten. Schöne Worte. Doch reichen Entschuldigungen, wenn das Fundament der eigenen Existenzberechtigung bröckelt?

Kein Einzelfall, sondern ein Muster

Wer nun glaubt, es handle sich um einen einmaligen Betriebsunfall, der irrt gewaltig. Am selben Wochenende geriet das ZDF erneut in die Kritik – diesmal wegen seiner Berichterstattung über eine Großdemonstration gegen das iranische Mullah-Regime in München. Rund 250.000 Menschen waren dem Aufruf des Schah-Sohns Reza Pahlavi gefolgt. Doch welches Bild wählte der Mainzer Sender als erstes? Eines, das Anhänger der linksradikalen Volksmudschaheddin zeigte – einer Gruppe, die mit der eigentlichen Demonstration und deren Botschaft wenig gemein hatte. Die Bildauswahl verdrehte die gesamte Aussage der Veranstaltung. Zufall? Schlamperei? Oder doch bewusste Rahmung?

Auch die ARD steht nicht besser da. Während der Corona-Pandemie räumte man im Nachhinein selbstkritisch ein, zu lange im Krisenmodus verharrt und Perspektiven verengt zu haben. 2024 sorgte ein manipulativ wirkendes Balkendiagramm in der Sendung „Bericht aus Berlin" für Aufsehen: Die AfD lag in der zugrunde liegenden Umfrage vor SPD und Grünen, wurde grafisch jedoch kleiner dargestellt. Die Zahlen stimmten – die visuelle Botschaft nicht. Auch das ist eine Form der Realitätsverzerrung, nur eben subtiler.

Die alte journalistische Schule und ihr Verfall

Es gab einmal eine Zeit, da gehörte gesundes Misstrauen gegenüber Bildern zum kleinen Einmaleins jedes Journalisten-Volontariats. Bilder sind Auswahl, Ausschnitt, Interpretation – niemals neutral. Doch diese Grundregel scheint in den Redaktionsstuben der öffentlich-rechtlichen Sender in Vergessenheit geraten zu sein. Stattdessen verlässt man sich offenbar zunehmend auf Material, dessen Herkunft und Authentizität nicht ausreichend geprüft wird. In Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz täuschend echte Videos und Bilder erzeugen kann, ist das nicht nur fahrlässig – es ist gefährlich.

Zwangsfinanziert und doch unzuverlässig

Hier liegt der eigentliche Sprengstoff dieser Affäre. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist kein gewöhnlicher Medienanbieter, der sich am Markt behaupten muss. Er wird durch den Rundfunkbeitrag zwangsfinanziert – jeder deutsche Haushalt zahlt, unabhängig davon, ob er die Programme nutzt, schätzt oder ihnen auch nur ein Minimum an Vertrauen entgegenbringt. Die Legitimation für dieses Zwangsmodell lautet seit jeher: besondere Qualität, besondere Sorgfalt, besondere Verlässlichkeit. Wenn aber genau diese Versprechen immer wieder gebrochen werden, wenn KI-Bilder ungekennzeichnet über den Bildschirm flimmern und Grafiken politische Realitäten verzerren, dann entsteht ein fundamentales Legitimationsproblem.

Über 8,5 Milliarden Euro fließen jährlich in das öffentlich-rechtliche System. Dafür darf der Bürger erwarten, dass zumindest die grundlegendsten journalistischen Standards eingehalten werden. Doch was bekommt er stattdessen? Einen Sender, der sich als Wahrheitsinstanz geriert und gleichzeitig KI-Fälschungen verbreitet. Dagegen wirkt die „Aktuelle Kamera" des DDR-Fernsehens beinahe transparent – dort wusste wenigstens jeder, woran er war.

Der Zuschauer muss mündig werden

Was bleibt dem deutschen Bürger angesichts dieser Entwicklung? Er muss lernen, auch dem öffentlich-rechtlichen Bild zu misstrauen. Das ist keine Aufforderung zur pauschalen Ablehnung, sondern ein Appell zur Mündigkeit. Das Zeitalter der Bildgläubigkeit geht zu Ende. An seine Stelle tritt eine Öffentlichkeit, in der auch die etablierten Institutionen nicht mehr über jeden Zweifel erhaben sind – und das ist, bei aller Unbequemlichkeit, vielleicht sogar eine gesunde Entwicklung.

Denn wer kritisch hinterfragt, was ihm vorgesetzt wird, der lässt sich nicht so leicht manipulieren. Nicht von sozialen Medien, nicht von Algorithmen – und eben auch nicht von einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der seinen eigenen Ansprüchen schon lange nicht mehr gerecht wird. Die Frage, die sich die Politik endlich stellen muss, lautet nicht, ob der Rundfunkbeitrag erhöht werden soll, sondern ob dieses System in seiner jetzigen Form überhaupt noch eine Daseinsberechtigung hat.

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