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18.02.2026
06:49 Uhr

ZDF-Skandal: Fake-Videos im „heute journal" erschüttern das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Was sich am vergangenen Sonntagabend im „heute journal" des ZDF abspielte, ist mehr als nur ein journalistischer Betriebsunfall – es ist ein Offenbarungseid für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sich so gerne als Bollwerk gegen Desinformation inszeniert. Ausgerechnet jene Anstalt, die den Bürgern mit erhobenem Zeigefinger erklärt, wie man Fake News erkennt, strahlte selbst gefälschte KI-Videos und falsch zugeordnete Aufnahmen in ihrer Flaggschiff-Nachrichtensendung aus.

Die Entschuldigung vor laufender Kamera

Am Dienstagabend trat ZDF-Nachrichtenchefin und „heute journal"-Moderatorin Anne Gellinek vor die Kamera, um sich „in eigener Sache" an die Zuschauer zu wenden. Ein bemerkenswerter Vorgang. Sie sprach von einem „Doppelfehler, der besonders schmerzt", und bat als ZDF-Nachrichtenchefin „ausdrücklich um Entschuldigung". Man investiere viel Kraft, um geprüfte Informationen zu liefern – doch dieses Mal sei es „nicht gelungen". Nicht gelungen? Das ist eine bemerkenswert milde Formulierung für das, was tatsächlich geschehen ist.

Was genau ist passiert?

In einem Beitrag über die Abschiebungspolitik von US-Präsident Donald Trump zeigte das ZDF am Sonntagabend gleich zwei fehlerhafte Videosequenzen. Eine der Aufnahmen war nachweislich mit Künstlicher Intelligenz generiert worden – also schlicht und ergreifend eine Fälschung. Die zweite Sequenz stammte aus dem Jahr 2022 und zeigte die Festnahme eines zehnjährigen Jungen in Florida nach einer Amokdrohung. Im ZDF-Beitrag wurde diese Szene jedoch mit dem Untertitel „ICE-Beamte nehmen Kinder an Schulen fest" versehen – eine groteske Falschdarstellung, die offenkundig darauf abzielte, die Abschiebungspolitik der Trump-Administration in ein möglichst düsteres Licht zu rücken.

Besonders pikant: Moderatorin Dunja Hayali hatte in ihrer Anmoderation noch selbst darauf hingewiesen, dass „nicht alle" Videos in den sozialen Netzwerken echt seien. Es herrsche ein „Klima der Angst, das selbst vor Kindern nicht Halt mache". Die Ironie könnte kaum größer sein. Man warnt vor Fälschungen – und verbreitet sie im selben Atemzug selbst.

Löschaktionen statt Transparenz

Nach aufkommender Kritik reagierte das ZDF zunächst so, wie man es von einer Institution erwarten würde, die unter Druck gerät: Die betreffende Ausgabe des „heute journal" verschwand aus der Mediathek. Eine korrigierte Fassung, in der die falschen Videosequenzen durch Standbilder ersetzt wurden, war zwischenzeitlich abrufbar – bevor auch diese wieder entfernt wurde. Erst am Dienstag kündigte der Sender an, „korrigierend" zu berichten. Drei Tage brauchte Deutschlands zweitgrößter öffentlich-rechtlicher Sender also, um einen Fehler einzugestehen, den aufmerksame Nutzer in den sozialen Medien innerhalb von Stunden entlarvt hatten.

Die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet

Was das ZDF bis heute nicht beantwortet hat, ist die vielleicht wichtigste Frage überhaupt: Wusste die Redaktion zum Zeitpunkt der Ausstrahlung, dass es sich bei einem der Clips um ein KI-generiertes Video handelte? Falls ja, wäre dies kein Versehen mehr, sondern bewusste Manipulation. Falls nein, offenbart es eine erschreckende Nachlässigkeit bei der Verifizierung von Quellmaterial – und das bei einem Sender, der jährlich Milliarden an Rundfunkgebühren verschlingt.

Politische Konsequenzen gefordert

Der ehemalige Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki von der FDP fand deutliche Worte. Auf der Plattform X schrieb er: „Das ZDF hat 3,6 Millionen Zuschauer in die Irre geführt. Es ist ein Medienskandal, der uns noch lange beschäftigen wird." Kubicki forderte politische Konsequenzen – und damit steht er keineswegs allein. Denn dieser Vorfall reiht sich ein in eine lange Kette von Vertrauensbrüchen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland zunehmend in eine Legitimationskrise stürzen.

Man muss sich das einmal vergegenwärtigen: Jeder Haushalt in Deutschland wird per Gesetz gezwungen, monatlich 18,36 Euro Rundfunkbeitrag zu entrichten – ob er die Programme nutzt oder nicht. Dafür darf der Bürger dann erwarten, dass ihm keine KI-generierten Fälschungen als Nachrichten verkauft werden. Ist das wirklich zu viel verlangt?

Ein Symptom eines tieferliegenden Problems

Dieser Vorfall ist mehr als ein isolierter Fehler. Er ist symptomatisch für eine Haltung, die sich in weiten Teilen der deutschen Medienlandschaft breitmacht: eine ideologisch gefärbte Berichterstattung, bei der das gewünschte Narrativ wichtiger erscheint als die sorgfältige Überprüfung der Fakten. Die Trump-Administration und ihre Migrationspolitik mögen kontrovers sein – doch gerade dann ist es die Pflicht eines seriösen Nachrichtensenders, besonders genau hinzuschauen, statt ungeprüftes Material zu senden, das die eigene redaktionelle Linie stützt.

Wer sich als Leuchtturm des Qualitätsjournalismus versteht, wer andere Medien und soziale Netzwerke regelmäßig für die Verbreitung von Falschinformationen kritisiert, der muss sich an seinen eigenen Maßstäben messen lassen. Und an diesen Maßstäben gemessen hat das ZDF in diesem Fall kläglich versagt. Eine Entschuldigung vor laufender Kamera mag ein erster Schritt sein – doch sie allein wird das erschütterte Vertrauen von Millionen Zuschauern nicht wiederherstellen können.

„Das ZDF hat 3,6 Millionen Zuschauer in die Irre geführt. Es ist ein Medienskandal, der uns noch lange beschäftigen wird." – Wolfgang Kubicki (FDP)

Die Frage, die sich der deutsche Bürger stellen muss, ist letztlich eine ganz einfache: Wenn selbst die öffentlich-rechtlichen Sender, die mit Zwangsgebühren finanziert werden und über riesige Redaktionen verfügen, nicht in der Lage sind, ein KI-generiertes Video von einer echten Aufnahme zu unterscheiden – wem kann man dann noch vertrauen? Vielleicht ist es an der Zeit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland grundlegend reformiert wird. Nicht mit kosmetischen Korrekturen, sondern mit einem echten Neuanfang, der den Bürger und seine berechtigten Informationsinteressen wieder in den Mittelpunkt stellt.

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