
Zweite Pleite in fünf Jahren: Wie Deutschland seine Industrie systematisch zu Grabe trägt
Es ist ein Trauerspiel, das sich beinahe im Wochentakt wiederholt – und diesmal trifft es eine Traditionsgießerei im schwäbischen Aalen. Die Eurotech Guss Schwäbisch Gmünd GmbH, ein Unternehmen mit fast einhundertjähriger Geschichte, musste erneut Insolvenz anmelden. Zum zweiten Mal binnen nur fünf Jahren. 80 Menschen bangen um ihre Existenz, während in Berlin munter über Klimaneutralität im Grundgesetz und Sondervermögen in dreistelliger Milliardenhöhe schwadroniert wird.
Ein Traditionsbetrieb, den die Politik im Regen stehen lässt
Das Amtsgericht Aalen hat eine Sanierung in Eigenverwaltung angeordnet, der Betrieb läuft vorerst weiter. Geschäftsführer Ralf Brinschwitz gibt sich zuversichtlich – man sehe eine gute Perspektive, das Unternehmen wieder auf, wie er es formuliere, „solide finanzielle Füße“ zu stellen. Doch wer den zweiten Zusammenbruch innerhalb weniger Jahre erlebt, dem dürfte das Vertrauen in vollmundige Ankündigungen längst abhandengekommen sein.
Die Ursachen? Sie lesen sich wie das Protokoll eines wirtschaftspolitischen Versagens. Fehlende Investitionen in den entscheidenden Abnehmerbranchen, explodierende Kosten und eine dadurch verheerend niedrige Auslastung. Das Unternehmen fertigt Prototypen und Serienbauteile für Heizungs- und Elektrotechnik, für die Automobilindustrie, für Hochspannungs- und Bahntechnik sowie für den Maschinenbau. Also exakt jene Branchen, die einst das Rückgrat der deutschen Ingenieurskunst bildeten – und die heute unter der Last aus Energiekosten, Bürokratie und ideologischer Verbotspolitik ächzen.
Die Insolvenzwelle rollt – und niemand stellt sich ihr entgegen
Man könnte es fast für einen tragischen Einzelfall halten, wäre da nicht die erdrückende Statistik. Allein in der Region Ostalb haben in jüngster Zeit zwei weitere Unternehmen Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Und im ganzen Land? Ein Bild der Verwüstung.
Die Zahl der Firmeninsolvenzen hat 2026 den höchsten Stand seit über zwanzig Jahren erreicht – 4573 Pleiten allein im ersten Quartal, mehr als selbst während der Finanzkrise.
Diese Zahlen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung sollten in Berlin eigentlich die Alarmglocken schrillen lassen. Besonders hart getroffen: das Baugewerbe, das Gastgewerbe sowie Verkehr und Lagerei. Doch statt einer echten Kurskorrektur präsentiert uns die Große Koalition unter Kanzler Merz das nächste schuldenfinanzierte Milliardenpaket, das kommende Generationen fesseln wird – während der Mittelstand, das eigentliche Herz dieser Nation, still und leise verblutet.
Wer soll das noch bezahlen?
Ein Land, das seine energieintensive Industrie mit den weltweit höchsten Strompreisen bestraft, das jeden Handwerker unter einem Wust an Vorschriften begräbt und das gleichzeitig Wahlversprechen über solide Finanzen im Papierkorb entsorgt, braucht sich über solche Meldungen nicht zu wundern. Es ist die logische Konsequenz einer Politik, die scheinbar gegen und nicht für Deutschland regiert.
Was bleibt dem Bürger? Reale Werte statt Papierversprechen
Wenn Traditionsunternehmen reihenweise fallen und die Papiergeldflut durch immer neue Schuldenberge weiter anschwillt, dann stellt sich für jeden vernünftigen Sparer die Frage nach echtem Werterhalt. Anders als Zahlen in Bilanzen oder Versprechen aus Berlin behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihren Wert über Krisen hinweg – sie sind seit Jahrtausenden bewährte Anker in stürmischen Zeiten und eine sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Vermögens.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.
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