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Kettner Edelmetalle
11.02.2026
20:29 Uhr

Zweiter Flugzeugträger im Nahen Osten: Trump erhöht den Druck auf Iran – und verhandelt gleichzeitig

Die Diplomatie im Nahen Osten gleicht derzeit einem Schachspiel, bei dem beide Seiten gleichzeitig mit der Faust auf den Tisch schlagen und die Hand zum Händedruck ausstrecken. US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsenden zu wollen – und das ausgerechnet in dem Moment, in dem Washington und Teheran sich auf eine Fortsetzung ihrer Verhandlungen vorbereiten.

Zuckerbrot und Peitsche – Trumps bewährte Strategie

In Interviews mit israelischen Medien ließ Trump keinen Zweifel daran, wohin die Reise geht, sollte der Iran nicht einlenken. „Entweder wir erreichen einen Deal, oder wir werden etwas sehr Hartes tun müssen", zitierte ihn der israelische Sender Channel 12. Worte, die man ernst nehmen sollte – schließlich hat Trump im vergangenen Jahr bereits gemeinsam mit Israel iranische Atomanlagen bombardiert.

Bereits jetzt befindet sich ein Flugzeugträger in der Region. Als Kandidaten für eine zweite Entsendung gelten die USS George Washington im asiatisch-pazifischen Raum, die USS George H.W. Bush an der US-Ostküste sowie der Ford-Träger in der Karibik. Jedes dieser Schiffe wäre mindestens eine Woche vom Einsatzgebiet entfernt. Satellitenbilder zeigen derweil einen massiven Aufbau militärischer Kapazitäten in der gesamten Region. Auf der al-Udeid-Basis in Katar, dem größten US-Stützpunkt im Nahen Osten, wurden Raketen in mobile Abschussvorrichtungen geladen – bereit zum schnellen Einsatz.

Oman als Vermittler: Diplomatie auf Messers Schneide

Vergangene Woche hatte das Sultanat Oman Gespräche zwischen den USA und dem Iran vermittelt. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, die Gespräche hätten es Teheran ermöglicht, die Ernsthaftigkeit Washingtons einzuschätzen. Es bestehe genügend Konsens, um den diplomatischen Prozess fortzusetzen. Ali Larijani, ein Berater des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, reiste am Dienstag nach Oman und anschließend nach Katar – beides Staaten, die in der Vergangenheit als Krisenmediation fungiert haben.

Omans staatliche Nachrichtenagentur berichtete, Larijani und Sultan Haitham bin Tariq hätten über Wege zu einer „ausgewogenen und gerechten" Vereinbarung zwischen dem Iran und den USA gesprochen. Man betone die Bedeutung des Dialogs zur Überbrückung von Differenzen. Schöne Worte – doch die Realität sieht deutlich komplizierter aus.

Der Knackpunkt: Raketen und Uran

Die Verhandlungspositionen könnten kaum weiter auseinanderliegen. Washington will den Verhandlungsrahmen über das Nuklearprogramm hinaus erweitern und auch Irans ballistisches Raketenprogramm einbeziehen – eines der größten im gesamten Nahen Osten. Teheran hingegen erklärt sein Raketenarsenal für nicht verhandelbar. Der Iran behaupte, seine Bestände seit der zwölftägigen Bombardierungskampagne durch Israel und die USA im vergangenen Jahr wieder aufgebaut zu haben.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu dürfte bei seinem Treffen mit Trump am Mittwoch in Washington darauf drängen, dass jedes Abkommen mit dem Iran auch Beschränkungen für Teherans Raketen umfasst. Der iranische Außenministeriumssprecher konterte prompt: Die USA müssten „unabhängig von ausländischem Druck handeln, insbesondere israelischem Druck, der die Interessen der Region und sogar der USA ignoriert".

Urananreicherung: Die rote Linie

Washington fordert, dass der Iran seinen Bestand an auf bis zu 60 Prozent angereichertem Uran aufgibt – ein Reinheitsgrad, der nur einen kleinen Schritt von den 90 Prozent entfernt ist, die als waffenfähig gelten. Der Chef der iranischen Atomenergieorganisation, Mohammad Eslami, erklärte, die Möglichkeit einer Verdünnung des 60-prozentig angereicherten Urans hänge davon ab, ob im Gegenzug alle Sanktionen aufgehoben würden.

US-Vizepräsident J.D. Vance äußerte sich bei einem Besuch in Armenien zurückhaltend zu der Frage, ob die USA dem Iran eine begrenzte Urananreicherung zugestehen würden. Präsident Trump werde die „endgültige Entscheidung darüber treffen, wo wir die roten Linien in den Verhandlungen ziehen", so Vance. Eine diplomatische Nicht-Antwort, die alles offenlässt.

Fünf gescheiterte Runden – und jetzt?

Man darf nicht vergessen: Bereits im vergangenen Jahr fanden fünf Verhandlungsrunden statt, die allesamt hauptsächlich an der Frage der Urananreicherung scheiterten. Seit den US-israelischen Angriffen auf iranische Anlagen behauptet Teheran, seine Anreicherungsaktivitäten eingestellt zu haben. Der Iran beteuert seit jeher, sein Nuklearprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken. Eine Behauptung, der im Westen kaum jemand Glauben schenkt.

Was bleibt, ist ein hochexplosives Gemisch aus militärischer Drohkulisse und diplomatischen Avancen. Trumps Strategie des maximalen Drucks hat in seiner ersten Amtszeit bereits Ergebnisse geliefert – ob sie auch diesmal funktioniert, wird sich zeigen. Die Ölpreise reagierten am Dienstag bereits mit leichten Rückgängen, da Händler die Spannungen zwischen Iran und den USA genau beobachten.

Für Europa und insbesondere für Deutschland hat diese Entwicklung unmittelbare Konsequenzen. Eine weitere Eskalation im Nahen Osten würde die ohnehin fragile Energieversorgung zusätzlich belasten und die Inflation weiter anheizen. In Zeiten, in denen die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz bereits ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, wäre ein Ölpreisschock das Letzte, was die deutsche Wirtschaft gebrauchen kann. Umso wichtiger erscheint es, dass in dieser Krise kühle Köpfe die Oberhand behalten – auch wenn die Rhetorik auf beiden Seiten alles andere als kühl klingt.

In unsicheren geopolitischen Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Absicherung im Portfolio. Gold und Silber haben sich historisch in Krisenzeiten als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können als sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung in einem breit gestreuten Anlageportfolio dienen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Für individuelle Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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