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Kettner Edelmetalle
06.05.2024
08:35 Uhr

Alarmierender Trend im Handwerk: Ein Viertel weniger BĂ€ckereien seit 2015

Die traditionsreichen deutschen BĂ€ckereien stehen vor einer ernsten Krise. Aktuelle Zahlen des Zentralverbands des Deutschen BĂ€ckerhandwerks zeigen, dass bis zum Ende des Jahres 2023 die Zahl der BĂ€ckereibetriebe in Deutschland auf nur noch 9.242 gesunken ist. Dies entspricht einem RĂŒckgang von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch alarmierender ist der langfristige Trend: Seit 2015 hat mehr als ein Viertel der BĂ€ckereien in Deutschland geschlossen. Damals zĂ€hlte man noch 12.155 Betriebe.

RĂŒckgang der BeschĂ€ftigtenzahlen trotz hoher Verkaufsstellenanzahl

Die Zahl der BeschĂ€ftigten in diesen Betrieben ist ebenfalls gesunken, um 1,4 Prozent im Jahresvergleich, was die Gesamtzahl auf etwas mehr als 235.000 Mitarbeiter reduziert. Trotz des RĂŒckgangs der Betriebe und BeschĂ€ftigten bleibt die Zahl der Verkaufsstellen mit ĂŒber 40.000 weiterhin hoch. Dies könnte ein Indiz dafĂŒr sein, dass die verbleibenden BĂ€ckereien mehr Filialen betreiben.

Meisterpflicht im BĂ€ckerhandwerk und die Auswirkungen auf die Ausbildung

Ein Hoffnungsschimmer ist die gestiegene Zahl der abgeschlossenen MeisterprĂŒfungen. Im Jahr 2023 traten 284 Gesellen zur MeisterprĂŒfung an, was einer Zunahme von 7,6 Prozent entspricht. Roland Ermer, PrĂ€sident des Zentralverbands, sieht darin noch keine Trendwende, aber einen stolzen Moment fĂŒr die Branche. Die Meisterpflicht im BĂ€ckerhandwerk bedeutet, dass ohne abgeschlossene MeisterprĂŒfung weder eine Übernahme noch eine GrĂŒndung eines Betriebs möglich ist. Trotz des Anstiegs der MeisterprĂŒfungen sank die Zahl der Auszubildenden um acht Prozent.

Tradition trifft auf moderne Herausforderungen

Die deutsche BĂ€ckertradition, bekannt fĂŒr ihre QualitĂ€t und Vielfalt, steht vor modernen Herausforderungen. Der RĂŒckgang der Handwerksbetriebe ist ein Spiegelbild der gesellschaftlichen VerĂ€nderungen und der wirtschaftlichen DruckverhĂ€ltnisse. Die Konzentration auf GroßbĂ€ckereien und der Wettbewerb mit SupermĂ€rkten, die Backwaren oft zu niedrigeren Preisen anbieten, erschwert es kleinen HandwerksbĂ€ckereien, zu bestehen.

Die Entwicklung zeigt, dass die Politik gefordert ist, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das traditionelle Handwerk stĂ€rken und jungen Menschen Anreize bieten, sich fĂŒr eine Ausbildung im Handwerk zu entscheiden. Es steht nicht nur die QualitĂ€t des deutschen Brotes auf dem Spiel, sondern auch ein StĂŒck Kultur und LebensqualitĂ€t.

Fazit: Ein Appell fĂŒr die Bewahrung einer Handwerkstradition

Die Zahlen des Zentralverbands des Deutschen BĂ€ckerhandwerks sind ein Weckruf fĂŒr alle, die das traditionelle BĂ€ckerhandwerk schĂ€tzen. Es ist an der Zeit, dass wir als Gesellschaft die Bedeutung des Handwerks erkennen und unterstĂŒtzen. Die StĂ€rkung von traditionellen Werten und die Förderung des Handwerks sind essentiell, um das Erbe und die Zukunft der deutschen BĂ€ckereien zu sichern.

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