Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
01.09.2026
08:54 Uhr
KI-generiert

Ausverkauf bei US-Anleihen: Japan und China steigen weiter aus

Ausverkauf bei US-Anleihen: Japan und China steigen weiter aus
Symbolbild: KI-generiert

Das US-Finanzministerium hat die Zahlen zu den ausländischen Beständen an US-Staatsanleihen für Juni 2026 vorgelegt. Das Ergebnis: Die drei größten Gläubiger der USA haben im selben Monat allesamt reduziert. Der Gesamtbestand aller ausländischen Halter sank auf 9.299,0 Milliarden Dollar – ein Minus von 72,1 Milliarden gegenüber Mai.

Tokio und Peking drehen den Geldhahn zu

Japan bleibt zwar unangefochten größter ausländischer Gläubiger Washingtons, doch die Bestände schmelzen. Von 1.143,1 Milliarden Dollar im Mai ging es auf 1.116,7 Milliarden Dollar hinunter – 26,4 Milliarden Dollar weniger in nur einem Monat. Im Jahresvergleich zu Juni 2025 fehlen 38,1 Milliarden.

Noch deutlicher ist die Linie bei China. Peking reduzierte von 659,3 auf 633,4 Milliarden Dollar, ein Minus von 25,9 Milliarden. Gegenüber Juni 2025 hat die Volksrepublik ihre Position um 98 Milliarden Dollar zurückgefahren. Ein Zufall ist das nicht: Der Abbau läuft seit Jahren – und er beschleunigt sich.

Wer kauft, wer verkauft?

Auf Rang zwei liegt weiter das Vereinigte Königreich mit 939,9 Milliarden Dollar nach 948,6 Milliarden im Mai. Über zwölf Monate betrachtet stehen die Briten mit einem Plus von 84,3 Milliarden Dollar aber klar auf der Käuferseite. Die Bewegungen im Detail:

  • Kanada: 459,6 Mrd. Dollar, plus 23,8 Mrd.
  • Belgien: plus 10,5 Mrd. Dollar
  • Schweiz: plus 3,8 Mrd. Dollar
  • Kaimaninseln: minus 18,2 Mrd. Dollar
  • Norwegen: minus 4,1 Mrd. Dollar

Über zwölf Monate liegt der Gesamtbestand mit rund 205,4 Milliarden Dollar noch immer im Plus. Von einer Massenflucht kann also keine Rede sein. Aber die Zusammensetzung der Gläubiger verschiebt sich – weg von Asien, hin zu Finanzplätzen im westlichen Orbit.

40 Billionen Dollar – und der Käuferkreis wird enger

Warum das brisant ist? Die USA sind auf Abnehmer für ihre Schuldtitel angewiesen wie kaum je zuvor. Medienberichten zufolge hat die amerikanische Staatsverschuldung im August 2026 erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten; die gesetzliche Schuldenobergrenze liegt bei 41,1 Billionen. Die jährliche Zinslast wird auf rund 1,4 Billionen Dollar beziffert.

Wenn ausgerechnet in dieser Lage die beiden größten asiatischen Gläubiger gleichzeitig abbauen, ist das mehr als Bilanzkosmetik. Beobachter sehen darin auch eine geopolitische Botschaft – in einem Umfeld, das von Zollkonflikten und wachsendem Misstrauen gegenüber dem Dollar als Reservewährung geprägt ist.

Das GegenstĂĽck liegt im Tresor

Bemerkenswert ist, wohin das Kapital wandert. Laut dem World Gold Council kauften die Notenbanken im zweiten Quartal 2026 netto rund 288,9 Tonnen Gold – nach Angaben des Verbands der stärkste jemals in einem zweiten Quartal gemessene Wert. In einer Umfrage des Verbands gab zudem ein Rekordanteil von 45 Prozent der befragten Zentralbanken an, die eigenen Goldreserven binnen zwölf Monaten weiter aufstocken zu wollen.

Die Logik dahinter ist so alt wie das Geld selbst: Eine Staatsanleihe ist immer auch das Versprechen eines Schuldners. Physisches Gold ist es nicht. Wer Papierforderungen abbaut und Barren einlagert, tauscht Gegenparteirisiko gegen Substanz. Für Privatanleger gilt dieselbe Rechnung – nur mit kleineren Zahlen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschlieĂźlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen ab. Jeder Leser ist fĂĽr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen