
Ausverkauf deutscher SchlĂĽsseltechnologie: US-Konzern greift nach Hanauer Magnet-Juwel
Es ist ein Vorgang, der symptomatisch für den Zustand des Industriestandorts Deutschland steht: Ein hessisches Traditionsunternehmen, das zu den letzten Bastionen westlicher Unabhängigkeit von China gehört, soll in amerikanische Hände wandern. Die Vacuumschmelze (VAC) aus Hanau – einer der wenigen Hersteller von Magneten aus Seltenen Erden außerhalb des Reichs der Mitte – steht vor der Übernahme durch das US-Bergbauunternehmen Energy Fuels. Der Kaufpreis: satte 1,9 Milliarden Dollar. Und die Bundesregierung? Sie prüft. Selbstverständlich.
Ein Routinevorgang – oder das Eingeständnis der eigenen Ohnmacht?
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, wolle die Bundesregierung den milliardenschweren Deal an Auflagen knüpfen. Man wolle sicherstellen, dass das Werk im Raum Frankfurt auch künftig das Herzstück des Geschäfts bleibe. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums gab sich am Samstag betont ahnungslos: Ihr lägen „derzeit keine Erkenntnisse dazu" vor. Man fragt sich unwillkürlich, ob dieses Nichtwissen taktisches Kalkül oder schlicht Ausdruck der üblichen Kopflosigkeit sei.
Eine Untersagung der Übernahme sei nach Einschätzung der Eingeweihten unwahrscheinlich. Man werde sich, so heißt es, mit ein paar Zugeständnissen zufriedengeben. Es handele sich, so verlautet aus Regierungskreisen, ohnehin nur um einen ganz normalen Prüfvorgang, sobald Transaktionen strategisch bedeutsame Wirtschaftssektoren berührten.
Wenn strategische Souveränität zur Verhandlungsmasse wird
Was hier so nüchtern als „Investitionsprüfung" verkauft wird, ist in Wahrheit ein Offenbarungseid. Deutschland verfügt mit der Vacuumschmelze über ein industrielles Kronjuwel – ein Unternehmen, das genau jene Hochtechnologie beherrscht, die für die Energiewende, für E-Autos, für Windräder und für die Rüstungsindustrie unverzichtbar ist. Und statt dieses Know-how mit aller Kraft im eigenen Land zu halten, überlässt man es klaglos einem ausländischen Käufer.
Während Berlin in Sonntagsreden von „strategischer Souveränität" schwadroniert, verscherbelt die deutsche Industrie ihre letzten Filetstücke ins Ausland.
Man erinnere sich: Die USA und ihre Verbündeten kämpfen mit Zähnen und Klauen darum, ihre erdrückende Abhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen zu verringern. Peking kontrolliert den Weltmarkt für Seltene Erden nahezu vollständig. Wer also Zugriff auf einen der raren westlichen Magnethersteller erhält, sichert sich einen geopolitischen Trumpf ersten Ranges. Kein Wunder, dass ausgerechnet ein amerikanischer Konzern zugreift. Die Frage ist nur: Warum tut Deutschland das nicht?
Die stille Deindustrialisierung eines einst stolzen Landes
Der Fall VAC reiht sich nahtlos in eine lange Kette ein. Hohe Energiepreise, eine erdrückende Bürokratie und eine Politik, die den heimischen Mittelstand systematisch überfordert, treiben ein Unternehmen nach dem anderen in die Arme ausländischer Investoren. Während man in Berlin über 500-Milliarden-Sondervermögen und im Grundgesetz verankerte Klimaziele frohlockt, bröckelt das industrielle Fundament, das dieses Land einst groß gemacht hat.
Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, wohin die Reise geht: Deutschland verliert Stück für Stück die Kontrolle über jene Schlüsseltechnologien, die über den Wohlstand künftiger Generationen entscheiden. Und die Regierung? Sie „prüft" – und wird am Ende, wie so oft, dem Ausverkauf ihren Segen erteilen.
Was bleibt dem BĂĽrger, wenn das Tafelsilber verkauft wird?
In einer Zeit, in der die politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen immer unberechenbarer werden, in der industrielle Substanz veräußert und Vermögen durch Inflation und Schuldenpolitik entwertet werden, stellt sich für jeden Anleger die Frage nach dem echten, greifbaren Wert. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein Bollwerk gegen politische Fehlentscheidungen und den schleichenden Verfall von Papierwerten. Sie lassen sich nicht ins Ausland „prüfen" oder wegverkaufen – sie liegen im eigenen Tresor. Als solide Beimischung eines breit gestreuten Vermögens bleiben sie unverzichtbar.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die volle Verantwortung selbst. Für etwaige Verluste wird keine Haftung übernommen.
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