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Kettner Edelmetalle
23.01.2026
08:23 Uhr

Bank of Japan ebnet Weg für Zinserhöhungen – Droht dem Carry Trade das Aus?

Bank of Japan ebnet Weg für Zinserhöhungen – Droht dem Carry Trade das Aus?

Die japanische Notenbank hat heute früh eine Entscheidung getroffen, die an den internationalen Finanzmärkten für erhebliche Nervosität sorgen dürfte. Während der Leitzins bei 0,75 Prozent belassen wurde, korrigierte die Bank of Japan ihre Inflationsprognosen deutlich nach oben. Ein Signal, das Anleger weltweit aufhorchen lässt – denn damit ist der Grundstein für weitere Zinsanhebungen gelegt, möglicherweise schon vor dem Sommer.

Der Carry Trade: Ein Kartenhaus vor dem Einsturz?

Jahrelang war es ein lukratives Geschäft: Investoren liehen sich in Japan Geld zu nahezu Nullzinsen und legten es hochverzinslich in den USA an – in Aktien und Anleihen. Dieses Spiel, bekannt als Carry Trade, funktionierte prächtig, solange der Yen schwach blieb und die Zinsdifferenz zwischen Japan und dem Westen groß genug war. Doch diese Zeiten könnten bald der Vergangenheit angehören.

Die zehnjährige japanische Anleiherendite ist seit Anfang 2025 von 1,07 Prozent auf mittlerweile 2,24 Prozent gestiegen – ein bemerkenswerter Anstieg, der die Attraktivität japanischer Anlagen erhöht und die Renditeverluste gegenüber westlichen Märkten schrumpfen lässt. Sollte der Yen nun auch noch aufwerten, müssten Carry Trader ihre Positionen in aller Eile auflösen, bevor die Währungsgewinne ihre Renditen auffressen.

Notenbank-Falken gewinnen an Einfluss

Besonders bemerkenswert ist die abweichende Stimme von Notenbanker Hajime Takata, der für eine sofortige Zinserhöhung votierte. Er schlug vor, den Leitzins auf 1 Prozent anzuheben – ein deutliches Zeichen seiner Besorgnis über die Stärke des Inflationstrends. Die übrigen acht Mitglieder des Vorstands stimmten zwar für ein Festhalten am aktuellen Kurs, doch die Botschaft ist klar: Die Falken in der Bank of Japan werden lauter.

"Indem Takata nun eine Erhöhung auf 1% vorschlägt, stellt er die Frage, ob das aktuell erwartete Tempo von etwa einer Anhebung alle sechs Monate nicht beschleunigt werden sollte."

So kommentierte Chotaro Morita, Chefstratege bei All Nippon Asset Management, die Entwicklung. Die Zentralbank hat vier von sechs Inflationsprognosen angehoben und bekräftigt, die Kreditkosten weiter erhöhen zu wollen, sofern sich die eigenen Erwartungen bestätigen.

Historische Dimension: Höchste Zinsen seit drei Jahrzehnten

Man muss sich die Tragweite dieser Entwicklung vor Augen führen: Die Zinsen in Japan befinden sich auf dem höchsten Stand seit 1995 – also seit drei Jahrzehnten. Für ein Land, das jahrzehntelang mit Deflation und Nullzinspolitik kämpfte, ist dies eine bemerkenswerte Wende. Gouverneur Kazuo Ueda und sein Vorstand planen offensichtlich weitere Schritte in Richtung Normalisierung der Geldpolitik.

Die Zentralbank wird nun die Auswirkungen der Dezember-Zinserhöhung auf Preise und Konjunktur abwägen müssen. Hinzu kommt der inflationstreibende Effekt der fortgesetzten Yen-Schwäche sowie das Ergebnis einer vorgezogenen Wahl, die die staatlichen Ausgabenpläne beeinflussen könnte.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Entwicklung in Japan sollte Investoren weltweit zu denken geben. In Zeiten, in denen traditionelle Währungen und Anleihen zunehmend unter Druck geraten, gewinnen sichere Häfen an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als verlässlicher Wertspeicher in turbulenten Zeiten erwiesen. Wer sein Portfolio gegen Währungsturbulenzen und geldpolitische Verwerfungen absichern möchte, sollte eine Beimischung von Edelmetallen in Betracht ziehen – als solide Basis eines breit gestreuten Anlageportfolios.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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