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Kettner Edelmetalle
12.03.2026
06:56 Uhr

BASF flüchtet nach Asien: Berliner Belegschaft zahlt den Preis für Deutschlands Standort-Desaster

BASF flüchtet nach Asien: Berliner Belegschaft zahlt den Preis für Deutschlands Standort-Desaster

Was sich derzeit beim Chemiegiganten BASF abspielt, ist weit mehr als eine unternehmerische Umstrukturierung. Es ist ein Symptom – ein schmerzhaftes, aber brutales ehrliches Symptom für den fortschreitenden Niedergang des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Der Ludwigshafener Konzern verlagert Arbeitsplätze aus seinem Berliner Servicezentrum nach Indien und Malaysia. Betroffen sind Bereiche wie Finanzen, Personal und Lieferkettenmanagement. Für die rund 2.800 Beschäftigten in der Hauptstadt bedeutet das: wachsende Unsicherheit, schwindende Perspektiven und das bittere Gefühl, von der eigenen Konzernführung im Stich gelassen zu werden.

Erst Verzicht, dann Verrat?

Die Geschichte hat eine besonders zynische Note. Vor gut zwei Jahrzehnten hatte BASF den Berliner Standort bewusst aufgebaut. Interne Dienstleistungen – IT, Finanzen, Personalwesen – wurden in der Hauptstadt gebündelt. Die Mitarbeiter trugen diesen Schritt mit, akzeptierten sogar niedrigere Gehälter, damit die Arbeitsplätze nicht in die Slowakei abwanderten. Man hatte sich, so dachte man, gemeinsam zum Standort bekannt. Doch was sind Bekenntnisse wert, wenn die Kostenrechnung eine andere Sprache spricht?

Vergangene Woche versammelten sich rund 300 Beschäftigte vor dem BASF-Servicezentrum im Prenzlauer Berg zum Protest. Stephanie Albrecht-Suliak von der Gewerkschaft IGBCE fand deutliche Worte: Man habe den Standort gemeinsam aufgebaut, die Beschäftigten hätten Verzicht geübt, und nun werde man ihn auch gemeinsam verteidigen. Selbst Berlins Regierender Bürgermeister erschien bei der Kundgebung. Doch ob politische Solidaritätsbekundungen die knallharte Kalkulation eines Weltkonzerns beeindrucken können, darf bezweifelt werden.

Der große Umbau – und Deutschland verliert

BASF spricht von einem „Transformationsprozess". Klingt modern, klingt unvermeidlich. In Wahrheit verbirgt sich dahinter ein radikaler Sparkurs, der den deutschen Standort systematisch aushöhlt. In den vergangenen zwei Jahren hat der Konzern weltweit 4.800 Stellen gestrichen – rund die Hälfte davon in Deutschland. Die Zahl der Führungskräfte schrumpfte um elf Prozent. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um drei Prozent auf etwa 59,7 Milliarden Euro, das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen brach um fast zehn Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Euro ein.

Zahlen, die für sich sprechen. Und die eine unbequeme Frage aufwerfen: Warum wird es für einen der größten Chemiekonzerne der Welt zunehmend unattraktiv, in Deutschland zu produzieren und zu arbeiten?

China lockt – mit Milliarden und Perspektive

Während in Berlin abgebaut wird, entsteht im chinesischen Zhanjiang ein gewaltiger neuer Verbundstandort. Rund 8,7 Milliarden Euro investiert BASF dort – das größte Einzelvorhaben in der Unternehmensgeschichte. Etwa 2.000 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Nach Ludwigshafen und Antwerpen wird Zhanjiang damit zum drittgrößten BASF-Standort weltweit. Die Eröffnung sei noch im ersten Quartal geplant.

Die wirtschaftliche Logik dahinter ist so simpel wie ernüchternd. China repräsentiert bereits rund die Hälfte des globalen Chemiemarktes. Die Energiekosten sind niedriger, die bürokratischen Hürden geringer, die steuerliche Belastung überschaubarer. Wer als Unternehmer zwischen einem Land wählen kann, das ihm den roten Teppich ausrollt, und einem, das ihn mit Regulierungswut, Energiepreisexplosionen und ideologiegetriebener Wirtschaftspolitik gängelt – für den ist die Entscheidung keine schwere.

Deutschlands selbstverschuldete Misere

Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu erkennen, was hier geschieht. Deutschland verliert seine industrielle Basis – nicht durch Naturkatastrophen oder unvorhersehbare Krisen, sondern durch politisches Versagen. Jahrelang hat man die Energiewende mit ideologischem Eifer vorangetrieben, ohne sich um die Konsequenzen für energieintensive Industrien zu scheren. Man hat Bürokratie aufgetürmt, Steuern erhöht, Standortbedingungen verschlechtert – und sich dann gewundert, dass Konzerne wie BASF ihre Koffer packen.

Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz mag auf dem Papier beeindruckend klingen. Doch was nützen Infrastrukturinvestitionen, wenn die grundlegenden Rahmenbedingungen für Unternehmen weiterhin toxisch bleiben? Solange Energiepreise in Deutschland ein Vielfaches dessen betragen, was Wettbewerber in Asien oder den USA zahlen, solange die Regulierungsdichte jedes unternehmerische Handeln erstickt und solange die Politik mehr mit Gendersternchen als mit Standortpolitik beschäftigt ist, wird die Abwanderung weitergehen. Unaufhaltsam.

Berlin als Menetekel

Der Fall BASF Berlin ist kein Einzelfall. Er steht exemplarisch für einen schleichenden, aber unerbittlichen Prozess: den Verlust industrieller und dienstleistungsbezogener Funktionen in Deutschland. Heute sind es Finanz- und Personalservices, morgen vielleicht Forschung und Entwicklung. Die Spirale dreht sich, und mit jedem Unternehmen, das Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, sinkt die Attraktivität des Standorts weiter.

Für die betroffenen Mitarbeiter in Berlin ist das mehr als eine abstrakte wirtschaftspolitische Debatte. Es sind ihre Existenzen, ihre Familien, ihre Zukunft. Sie haben vor zwanzig Jahren auf Gehalt verzichtet, um Arbeitsplätze in Deutschland zu halten. Nun müssen sie zusehen, wie genau diese Arbeitsplätze nach Asien verschwinden. Ein Vertrauensbruch, der tief sitzt – und der symptomatisch ist für ein Land, das seine eigenen Leistungsträger im Stich lässt.

Wer angesichts dieser Entwicklung noch immer glaubt, Deutschland könne sich seinen wirtschaftspolitischen Schlendrian leisten, der lebt in einer Parallelwelt. Die Realität sieht anders aus: Sie sieht aus wie ein Protestzug von 300 Menschen im Prenzlauer Berg, die um ihre Jobs kämpfen – während in Zhanjiang die Bagger rollen und eine neue Ära beginnt. Nur eben nicht für Deutschland.

In Zeiten wie diesen, in denen die Kaufkraft des Euro schwindet und industrielle Substanz ins Ausland abfließt, rückt die Frage der Vermögenssicherung für jeden Einzelnen in den Vordergrund. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn politische Fehlentscheidungen und wirtschaftliche Verwerfungen das Vertrauen in Papierwerte erschüttern. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des eigenen Vermögens leisten.

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