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Kettner Edelmetalle
28.08.2026
07:49 Uhr
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Beben im Osten: AfD bei 43 Prozent – Union nur noch auf Platz drei

Beben im Osten: AfD bei 43 Prozent – Union nur noch auf Platz drei
Symbolbild: KI-generiert

Es sind Zahlen, die im politischen Berlin für Schweißperlen sorgen dürften: In den fünf ostdeutschen Flächenländern kommt die AfD auf 43 Prozent. Das geht aus dem jüngsten „Trendbarometer" des Instituts Forsa für RTL und ntv hervor, das Ende August veröffentlicht wurde. Die Union landet dort abgeschlagen auf Rang drei.

Die Linke überholt die CDU – im Osten

Hinter der AfD folgt in der Erhebung lange nichts. Die Linke erreicht demnach 16 Prozent, die CDU nur 13 Prozent – weniger als ein Drittel des AfD-Wertes. SPD und Grüne kommen jeweils auf 9 Prozent, die FDP auf 3 Prozent.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht, das nach seiner Gründung ausgerechnet im Osten fulminant gestartet war, taucht in der Auswertung gar nicht mehr eigenständig auf. Es liege unterhalb der statistischen Fehlertoleranz, heißt es zur Begründung. Ein bemerkenswerter Absturz für ein Projekt, das vor zwei Jahren noch als Bollwerk gegen die AfD gehandelt wurde.

Bundesweit ein Rekordwert – und ein Kanzler unter Druck

Auch im Bund liegt die AfD in derselben Umfrage vorn: 28 Prozent, gegenüber 21 Prozent für CDU und CSU. Die Grünen erreichen 16 Prozent, SPD und Linke jeweils 12 Prozent. Medienberichten zufolge markiert die 28 im Forsa-Trend den höchsten je für die Partei gemessenen Wert dieses Instituts.

Für die schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil ist das ein Alarmsignal. Der Kanzler war mit dem Versprechen angetreten, die AfD zu halbieren. Bislang ist eher das Gegenteil eingetreten.

Das eigentliche Drama: Niemandem wird noch etwas zugetraut

Fast noch aussagekräftiger als der Parteienvergleich ist ein anderer Wert: 56 Prozent der Befragten trauen keiner einzigen Partei zu, die Probleme des Landes zu lösen. Unter den Parteien schneidet die AfD mit 13 Prozent noch am besten ab, vor der Union mit 11 und den Grünen mit 8 Prozent. SPD und Linke liegen bei je 5 Prozent.

Das ist kein Umfragewert mehr, das ist ein Misstrauensvotum gegen den gesamten Betrieb. Wer über Jahre Energiepreise, Migration, Bürokratie und eine schrumpfende Industrie verwaltet statt gestaltet, muss sich über solche Zahlen kaum wundern.

Testfall Sachsen-Anhalt am 6. September

Der Realitätscheck steht unmittelbar bevor. Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die letzten veröffentlichten Umfragen sehen die AfD dort zwischen 40 und 42 Prozent, die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze bei 22 bis 23 Prozent, die Linke bei 11 bis 13, SPD und Grüne im einstelligen Bereich.

Zur Einordnung: 2021 holte die CDU noch 37,1 Prozent, die AfD 20,8 Prozent. Innerhalb einer Legislaturperiode haben sich die Verhältnisse also nahezu umgekehrt. Ob sich die Umfragen bestätigen, entscheidet sich an der Wahlurne – Prognosen sind bekanntlich keine Ergebnisse. Am 20. September folgen zudem Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

Was das für Sparer bedeutet

Politische Unsicherheit hat einen Preis – und der wird meist am Kapitalmarkt bezahlt. Wenn Regierungsbildungen schwierig werden, Standortentscheidungen sich verzögern und Investoren zögern, gewinnt Substanz an Bedeutung. Physisches Gold und Silber sind kein Wahlprogramm, aber ein bewährter Anker: unabhängig von Koalitionsarithmetik, Schuldenpaketen und Regierungsklausuren.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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