
Berlins E-Bus-Desaster: Wenn grüne Träume an der Realität zerschellen

Der Winter hat die Hauptstadt fest im Griff – und mit ihm offenbart sich einmal mehr die ganze Misere der überstürzten Verkehrswende. Die Berliner Verkehrsbetriebe mussten rund 70 ihrer 90 Elektrobusse des niederländischen Herstellers Ebusco aus dem Verkehr ziehen. Der Grund? Risse am Fahrzeugrahmen. Ein Sicherheitsrisiko, das man den Fahrgästen nicht zumuten kann und will.
Made in China, montiert in Holland – und kaputt in Berlin
Die betroffenen Busse des Typs Ebusco 2.2 werden in China gefertigt und in den Niederlanden endmontiert. Schon diese Produktionskette wirft Fragen auf. Denn bereits 2023 beklagten BVG-Techniker gravierende Qualitätsmängel: fehlender Unterbodenschutz, mangelhafte Schweißnähte, Rost und abgebrochene Gewindebohrer. Die Warnzeichen waren also längst da. Doch wer hört schon auf die Praktiker, wenn die politische Agenda nach Elektrifizierung um jeden Preis schreit?
Besonders pikant: Es ist nicht einmal die viel gepriesene Elektrotechnik selbst, die versagt. Nein, es sind schlichtweg handwerkliche Pfuschereien am Fahrzeugrahmen. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die Qualitätsstandards jener Hersteller, auf die man bei der grünen Verkehrswende so bereitwillig setzt.
Der Diesel muss es wieder richten
Die Konsequenzen für den Berliner Nahverkehr sind erheblich. Die BVG sieht sich gezwungen, geplante Ausmusterungen älterer Diesel- und Hybridbusse auszusetzen. Ausgerechnet jene Fahrzeuge, die man eigentlich schnellstmöglich loswerden wollte, müssen nun den Betrieb aufrechterhalten. Eine Ironie des Schicksals, die man sich nicht hätte besser ausdenken können.
Die Verkehrsgesellschaft verfügt insgesamt über mehr als 1.600 Busse, davon waren zum Jahresende 227 elektrisch betrieben. Bis 2028 sollte die E-Bus-Flotte auf 550 Fahrzeuge anwachsen. Dieser ambitionierte Zeitplan dürfte nun Makulatur sein. Stattdessen drohen Ausfälle, verkürzte Fahrten und im schlimmsten Fall das kostspielige Anmieten zusätzlicher Busse.
Ebusco: Ein Hersteller am Abgrund
Der niederländische Hersteller Ebusco durchlebte 2024 selbst eine existenzielle Krise. Lieferanten konnten nicht bezahlt werden, Produktionen mussten gestoppt werden, Lieferungen verzögerten sich massiv. Ein Sanierungsplan wurde notwendig. Dass ausgerechnet auf einen solch wackeligen Partner gesetzt wurde, spricht Bände über die Sorgfalt bei der Beschaffungspolitik.
Die BVG will nun ihre Garantieansprüche geltend machen. Ob und wann die Fahrzeuge wieder einsatzbereit sein werden, steht in den Sternen. Bis dahin bleiben die teuren Elektrobusse im Depot – und der Steuerzahler darf sich fragen, wie sinnvoll diese Investitionen tatsächlich waren.
Kein Einzelfall: Auch der Südwesten kämpft
Berlin steht mit seinen Problemen keineswegs allein da. Im Raum Heidelberg-Mannheim-Ludwigshafen klagt der Rhein-Neckar-Verkehr über ähnliche Schwierigkeiten. Dort sind etwa die Hälfte der 48 neuen Mercedes-Benz eCitaro G nicht einsatzbereit. Frostbedingte Schäden an den Kompressoren machen den Fahrzeugen zu schaffen. Die Linie 20 zwischen Karlstor und Neuenheimer Feld musste zeitweise komplett eingestellt werden.
Ein Sprecher räumte ein, dass diese Schwierigkeiten das Unternehmen noch einige Zeit begleiten würden. Die Verkehrsbetriebe behelfen sich mittlerweile damit, E-Busse nachts in beheizten Hallen zu parken und vorzuwärmen. Ein energetischer Irrsinn, der die vermeintliche Umweltbilanz der Elektrofahrzeuge weiter verschlechtert.
Die unbequeme Wahrheit über die Verkehrswende
Was sich hier offenbart, ist symptomatisch für die gesamte deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre. Man hat ideologiegetrieben auf Technologien gesetzt, die unter Realbedingungen schlichtweg nicht ausgereift sind. Der Diesel, so verteufelt er auch sein mag, bleibt als zuverlässiges Backup unverzichtbar. Diese Erkenntnis mag schmerzhaft sein für all jene, die glaubten, man könne bewährte Technik von heute auf morgen ersetzen.
Die Kosten für E-Busse liegen laut Studien etwa 30 Prozent über denen von Dieselfahrzeugen. Hinzu kommen nun die Ausfallzeiten, die Reparaturkosten und die Notwendigkeit, alte Fahrzeuge länger im Betrieb zu halten. Eine Rechnung, die am Ende wieder der Bürger bezahlen wird – sei es über höhere Fahrpreise oder über Steuergelder.
Die Verkehrswende mag ein hehres Ziel sein. Doch wenn sie auf Kosten der Zuverlässigkeit und mit mangelhafter Qualität umgesetzt wird, schadet sie am Ende mehr, als sie nützt. Berlin und andere deutsche Städte erleben gerade schmerzhaft, was passiert, wenn politischer Wille und technische Realität aufeinanderprallen.
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