
Bevor VW spart: 16 Milliarden Euro für den eigenen Rückbau!

Wolfsburg, Anfang September: Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat den härtesten Umbau der Konzerngeschichte einstimmig durchgewinkt. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen knapp 31 Milliarden Euro eingespart werden. Doch bevor überhaupt ein Cent gespart ist, dürfte der Konzern nach internen Berechnungen erst einmal bis zu 16 Milliarden Euro ausgeben – für den Abbau seiner selbst.
Zehn Milliarden nur für den Abschied
Medienberichten zufolge, die sich auf den Beschlusstext des Aufsichtsrats stützen, rechnet Volkswagen allein beim Personalabbau mit Restrukturierungskosten von bis zu zehn Milliarden Euro. Das Geld ist für Altersteilzeit, Abfindungen und Sozialpläne vorgesehen.
Kommt es zusätzlich zum Produktionsende in den vier gefährdeten Werken Emden, Zwickau, Hannover und dem Audi-Standort Neckarsulm, sollen laut diesen Berechnungen rund sechs Milliarden Euro obendrauf kommen. Für Emden und Zwickau kalkuliere das Management jeweils mit etwa einer Milliarde, für Hannover und Neckarsulm mit jeweils rund zwei Milliarden Euro.
Die nackten Zahlen hinter dem "Zukunftsplan 2030"
Der Beschluss ist mehr als eine Sparliste – er ist eine Schrumpfkur. Nach Angaben aus dem Konzernumfeld sieht der Plan im Kern vor:
- weltweit rund 50.000 weitere Stellen, die wegfallen sollen – auch im Management
- eine Zielproduktion von neun Millionen Fahrzeugen jährlich, etwa eine Million weniger als heute und drei Millionen weniger als vor der Corona-Pandemie
- eine operative Umsatzrendite von neun Prozent bis 2030 – nach mageren 3,8 Prozent im ersten Halbjahr 2026
- Investitionen von 135 Milliarden Euro zwischen 2027 und 2031
Begründet wird der Kahlschlag mit einer Überkapazität von rund 500.000 Fahrzeugen in Europa. Übersetzt heißt das: Es werden zu viele Autos gebaut, die zu wenige Menschen kaufen können oder wollen.
Ein Standort wird zum Kostenrisiko
Für die vier Werke sollen bis Ende Juni 2027 "alternative Verwendungsmöglichkeiten" geprüft werden – im Gespräch sind Berichten zufolge sogar Rüstungsfertigung und der Bau chinesischer VW-Modelle in Deutschland. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sprach von einem ergebnisoffenen Prozess und räumte ein, eine Standortgarantie mit konkreten Produkten wäre ihm lieber gewesen, liege aber derzeit nicht auf dem Tisch.
Aus Sicht unserer Redaktion ist das keine reine Managementkrise. Wer Energiepreise auf Rekordniveau, eine politisch erzwungene Antriebswende, ausufernde Berichtspflichten und die höchsten Arbeitskosten Europas zusammenwirft, darf sich über das Ergebnis nicht wundern. Kritiker der Brüsseler CO2-Vorgaben sehen in Wolfsburg genau die Rechnung, die Verbraucher und Beschäftigte am Ende bezahlen.
Was das für Sparer bedeutet
Wenn der industrielle Kern Deutschlands ins Wanken gerät, gerät auch die Substanz privater Vermögen unter Druck – über Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Kaufkraft. Wer sein Vermögen breit aufstellt, hat es in solchen Phasen leichter. Physisches Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als Versicherung gegen Krisen, die man nicht steuern kann – als ruhiger Anker neben Aktien, Immobilien und Ersparnissen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Er spiegelt unsere Einordnung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.
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