
Bill Gates sagt Auftritt bei indischem KI-Gipfel ab – Epstein-Schatten wird immer länger
Es sollte ein glanzvoller Auftritt auf der Weltbühne der künstlichen Intelligenz werden. Stattdessen wurde es ein PR-Desaster erster Güte: Bill Gates, der Microsoft-Mitgründer und selbsternannte Philanthrop, hat seine geplante Keynote-Rede beim hochkarätigen India AI Impact Summit in Neu-Delhi kurzfristig abgesagt. Der offizielle Grund klingt so diplomatisch wie hohl – man wolle sicherstellen, dass der Fokus auf den „Kernprioritäten des Gipfels" bleibe. Die wahre Ursache dürfte freilich eine ganz andere sein.
Die Epstein-Akten holen Gates ein
Seit der Veröffentlichung von Millionen Dokumenten im Rahmen des sogenannten Epstein Files Transparency Act steht Gates unter massivem öffentlichen Druck. Die Akten enthalten unter anderem einen Entwurf einer E-Mail, die der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenbar an sich selbst verfasst hatte. Darin deutet Epstein an, er habe für Gates außereheliche Affären und sexuelle Begegnungen vermittelt. Explosive Anschuldigungen, die – sollten sie auch nur einen Funken Wahrheit enthalten – das sorgfältig kuratierte Image des Milliardärs als wohltätigen Weltverbesserer nachhaltig beschädigen könnten.
Ein Sprecher von Gates wies die Vorwürfe gegenüber dem US-Sender CNBC entschieden zurück. Gates habe „unmissverständlich jegliches unangemessene Verhalten im Zusammenhang mit Epstein und dessen schrecklichen Aktivitäten" bestritten. Er habe niemals Epsteins berüchtigte Insel besucht, nie an Partys mit ihm teilgenommen und sei in keinerlei illegale Aktivitäten verwickelt gewesen. In einem Interview mit dem australischen Sender 9News bezeichnete Gates die Anschuldigungen als „absolut absurd und vollkommen falsch". Seine Kontakte zu Epstein hätten sich auf Abendessen beschränkt, bei denen es um potenzielle Philanthropie-Projekte gegangen sei.
Ein unwürdiges Hin und Her in Neu-Delhi
Was die Absage besonders peinlich macht, ist das tagelange Chaos im Vorfeld. Bereits zu Wochenbeginn hatten indische Medien bemerkt, dass Gates' Name von einigen öffentlichen Materialien des Gipfels verschwunden war. Regierungsquellen ließen durchsickern, dass man nicht mit seiner Teilnahme rechne. Doch die Gates Foundation widersprach am Mittwoch und behauptete, er nehme „wie geplant" teil – nur um dann am Donnerstag die endgültige Kehrtwende zu vollziehen. Indiens IT-Minister Ashwini Vaishnaw kommentierte die Kontroverse mit bemerkenswerter Zurückhaltung: Es handele sich um „persönliche Entscheidungen", die er nicht zu kommentieren brauche.
Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, dass hier gewaltige Kräfte am Werk sind. Die indische Regierung wollte offensichtlich vermeiden, dass ihr prestigeträchtiger KI-Gipfel – an dem Größen wie Alphabet-Chef Sundar Pichai, OpenAIs Sam Altman, Anthropics Dario Amodei sowie der französische Präsident Emmanuel Macron und UN-Generalsekretär António Guterres teilnahmen – von der Epstein-Debatte überschattet wird. Ein nachvollziehbares Kalkül.
Das Ende der Unantastbarkeit
Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als der schleichende Zerfall einer Aura der Unantastbarkeit. Jahrzehntelang konnte sich Bill Gates als eine Art säkularer Heiliger inszenieren – der Mann, der sein Vermögen für die Rettung der Welt einsetzt. Impfkampagnen hier, Bildungsprojekte dort, und natürlich die allgegenwärtige Gates Foundation, die auch in Indien massiv in Gesundheits-, Entwicklungs- und neuerdings KI-Projekte investiert hat.
Doch die Verbindung zu Jeffrey Epstein, einem verurteilten Sexualstraftäter, der unter mysteriösen Umständen in seiner Gefängniszelle starb, lässt sich nicht mehr mit ein paar geschliffenen PR-Statements aus der Welt schaffen. Die Frage, die sich der kritische Beobachter stellen muss, lautet: Warum traf sich einer der reichsten und angeblich klügsten Menschen der Welt überhaupt mehrfach mit einem notorischen Sexualverbrecher? Die Erklärung, es sei nur um Philanthropie gegangen, wirkt angesichts der nun veröffentlichten Dokumente zunehmend dünn.
Es ist ein Muster, das wir in den vergangenen Jahren immer wieder beobachten konnten: Die globale Elite, die sich hinter Stiftungen, Gipfeltreffen und wohlklingenden Initiativen verschanzt, während im Hintergrund Verbindungen existieren, die das Tageslicht scheuen. Die Epstein-Affäre ist dabei nur die Spitze eines Eisbergs, der die Glaubwürdigkeit einer ganzen Klasse von Superreichen und selbsternannten Weltverbesserern in Frage stellt. Dass ausgerechnet jene Eliten, die uns mit ihren Visionen von einer besseren Welt beglücken wollen, offenbar nicht einmal ihre eigenen moralischen Standards einhalten können, sollte jeden nachdenklich stimmen.
Eines steht fest: Die Epstein-Akten werden noch für viele unangenehme Enthüllungen sorgen. Und Bill Gates dürfte nicht der Letzte sein, der plötzlich „nach sorgfältiger Überlegung" von der Bildfläche verschwindet.
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