
Brandenburgs Bauern am Abgrund: Wie EU-Bürokratie die deutsche Landwirtschaft systematisch zerstört
Was sich derzeit in Brandenburg abspielt, ist kein Zufall, kein Naturgesetz und schon gar kein Fortschritt. Es ist das Ergebnis einer jahrelangen Regulierungswut aus Brüssel, die deutschen Landwirten systematisch die Existenzgrundlage entzieht. Statt Rinder auf den Weiden grasen Sonnenblumen auf den Äckern – eine Entwicklung, die man als Sinnbild für den Niedergang einer einst stolzen Agrarkultur begreifen muss.
Ein Drittel weniger Rinder seit der Jahrtausendwende
Die Zahlen sprechen eine erschreckend deutliche Sprache. Der Rinderbestand in Brandenburg sei seit dem Jahr 2000 um ein volles Drittel geschrumpft. Im November 2025 wurden demnach noch rund 406.500 Rinder gehalten. Bundesweit ging die Zahl seit 2014 um 16 Prozent auf 10,5 Millionen Tiere zurück. Die Schweinehaltung verzeichnete in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Rückgang von etwa einem Fünftel. Und der Schafbestand? Halbiert. Einfach so.
Doch damit nicht genug. Von 2001 bis 2023 verschwanden in Brandenburg 25 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe – von 6.900 sank die Zahl auf magere 5.200. Hinter jeder dieser Zahlen stehen Familien, Traditionen, Generationen von Bauern, die ihr Land bewirtschaftet haben. Nun werden sie von einer Brüsseler Bürokratie in die Knie gezwungen, die offenbar mehr Interesse an Formularen als an Lebensmitteln hat.
Das perfide System der EU-Direktzahlungen
Der Mechanismus ist so simpel wie zerstörerisch: Die EU-Direktzahlungen werden nach Fläche berechnet. Wer viel Land besitzt, kassiert. Wer einen kleinen Familienbetrieb führt, kämpft ums Überleben. Es ist ein System, das Großkonzerne begünstigt und den Mittelstand der Landwirtschaft erdrosselt. Hinzu kommen immer höhere Anforderungen an Tierwohl und Umweltschutz – Anforderungen, die im Grundsatz niemand bestreiten würde, deren bürokratische Umsetzung aber gerade die kleinen Betriebe in den Ruin treibt.
Ein großer Agrarbetrieb kann sich eine eigene Rechtsabteilung leisten, um den Paragraphendschungel der EU zu durchforsten. Der Bauer mit hundert Rindern kann das nicht. Er gibt auf. Und genau das geschieht – flächendeckend, schleichend, aber unaufhaltsam.
Sonnenblumen statt Schnitzel
Während die Viehwirtschaft stirbt, erblühen die Sonnenblumen. Klingt poetisch, ist aber eine Bankrotterklärung. Die zunehmende Trockenheit in Brandenburg – ein Phänomen, das durchaus ernst zu nehmen ist – macht den Anbau von Sonnenblumen attraktiver, weil diese Pflanzen resistenter gegen ausbleibenden Regen sind. Die Anbaufläche liegt inzwischen bei 21.000 Hektar. Futtergetreide wird dagegen reduziert. Eine logische Konsequenz, wenn man keine Tiere mehr hat, die man füttern muss.
Einzig die Geflügelhaltung wächst. Acht Millionen Tiere werden in Brandenburg gehalten, fast eine Milliarde Eier jährlich produziert. Hühner brauchen weniger Platz, ihre Mast dauert kürzer, die Betriebe sind besser planbar. Es ist die letzte Nische, in der sich Tierhaltung in diesem regulatorischen Korsett noch rechnet.
Ein gesamtdeutsches Desaster
Brandenburg ist dabei keineswegs ein Einzelfall. Bundesweit ging die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung von 2014 bis 2024 um rund 35 Prozent zurück. Die Zahl der gehaltenen Schweine sank im gleichen Zeitraum um 21,4 Prozent auf 5,77 Millionen Tiere. Was hier passiert, ist keine regionale Anomalie – es ist die systematische Deindustrialisierung der deutschen Landwirtschaft.
Man muss sich die Frage stellen: Was geschieht, wenn Lieferketten zusammenbrechen? Wenn das Rindfleisch aus Südamerika, das Schweinefleisch aus Spanien plötzlich nicht mehr verfügbar ist? Deutschland macht sich in einer geopolitisch zunehmend instabilen Welt von Importen abhängig, während es seine eigene Produktionskapazität mutwillig zerstört. Das ist nicht nur wirtschaftlich fahrlässig – es ist ein Sicherheitsrisiko.
Die neue Bundesregierung muss handeln
Die große Koalition unter Friedrich Merz hat versprochen, Verantwortung für Deutschland zu übernehmen. Doch was nützen 500 Milliarden Euro Sondervermögen für Infrastruktur, wenn die grundlegendste Infrastruktur eines Landes – seine Fähigkeit, die eigene Bevölkerung zu ernähren – vor die Hunde geht? Statt immer neue Schulden aufzutürmen, die kommende Generationen belasten werden, wäre es an der Zeit, sich in Brüssel für eine grundlegende Reform der Agrarpolitik einzusetzen. Doch danach sieht es leider nicht aus.
Die deutsche Landwirtschaft war einst ein Rückgrat dieses Landes. Heute ist sie ein Opfer ideologiegetriebener Regulierung, die den Bürger am Ende dort trifft, wo es am meisten wehtut: an der Ladentheke und auf dem Teller. Wer glaubt, Sonnenblumenöl könne ein Schnitzel ersetzen, der hat nicht nur von Ernährung keine Ahnung – sondern auch von der Seele eines Landes, das seine Wurzeln verliert.
Wenn ein Land seine Bauern aufgibt, gibt es sich selbst auf. Was in Brandenburg geschieht, ist ein Warnsignal, das niemand überhören sollte.
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