
Brüssels beredtes Schweigen: Warum von der Leyen bei Trumps Grönland-Drohungen verstummt

Es gibt Momente in der Politik, die mehr offenbaren als tausend Sonntagsreden. Das ohrenbetäubende Schweigen der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angesichts der amerikanischen Begehrlichkeiten auf Grönland gehört zweifellos dazu. Während die sonst so wortgewaltige Brüsseler Chefin bei jeder noch so fernen Bedrohung europäischer Werte durch Moskau sofort zur Stelle ist, herrscht bei der offenen Infragestellung der Souveränität eines EU-Mitgliedstaates durch Washington eisiges Schweigen.
Doppelmoral in Reinkultur
Man kennt sie ja, die resolute Frau von der Leyen. Wenn es darum geht, Georgien oder Moldau vor vermeintlichen russischen Einflussnahmen zu schützen – wohlgemerkt Länder, die nicht einmal zur Europäischen Union gehören –, dann findet sie markige Worte. Dann wird das Völkerrecht beschworen, die territoriale Integrität hochgehalten und die europäische Solidarität beschworen. Doch was geschieht, wenn der amerikanische Präsident Donald Trump seit Monaten unverhohlen seinen Anspruch auf die arktische Insel Grönland erhebt, die zum EU-Mitglied Dänemark gehört?
Kopenhagen hat die Vereinigten Staaten mittlerweile erstmals als Sicherheitsrisiko eingestuft – ein beispielloser Vorgang in der Geschichte der transatlantischen Beziehungen. Lediglich lauwarme Unterstützung kommt von den skandinavischen Nachbarn Schweden und Finnland. Aus Brüssel hingegen: nichts als betretenes Schweigen.
Venezuela als Blaupause für Grönland?
Die jüngsten Ereignisse in Venezuela haben eindrücklich demonstriert, wie ernst es Trump mit seinem Anspruch auf die westliche Hemisphäre meint – zu der er offenkundig auch Grönland zählt. Der amerikanische Präsident hat vorexerziert, dass er bereit ist, seinen geopolitischen Ambitionen auch Taten folgen zu lassen. Für die europäischen Verbündeten sollte dies ein Weckruf sein. Stattdessen duckt sich die EU-Führung weg.
Die Wahrheit ist unbequem, aber unausweichlich: Von der Leyen will Trump nicht verärgern. Der Grund? Die Ukraine – ein Nichtmitglied der EU, dem man unverbrüchliche Solidarität versichert hat.
Um jeden Preis soll der amerikanische Präsident bei der Stange gehalten werden, wenn es um die Unterstützung Kiews geht. Da kann man schon einmal ein kleines Mitgliedsland wie Dänemark über die Klinge springen lassen. Prioritäten eben – so zynisch sie auch sein mögen.
Die Entlarvung der europäischen Scheinheiligkeit
Was diese Episode offenbart, ist die fundamentale Schwäche der Europäischen Union auf der weltpolitischen Bühne. Jahrelang hat man sich in Brüssel als Hüter des Völkerrechts und der internationalen Ordnung inszeniert. Man hat Russland mit Sanktionen überzogen, moralische Überlegenheit demonstriert und sich als Verteidiger der regelbasierten Weltordnung präsentiert. Doch wenn der große Bruder aus Washington dieselben Regeln bricht, herrscht plötzlich Schweigen.
Die EU entpuppt sich einmal mehr als das, was Kritiker schon lange vermuten: ein zahnloser Tiger, der nur dann brüllt, wenn es gefahrlos ist. Gegenüber den USA, dem größten Raubtier unserer Zeit, wie es ein Kommentator treffend formulierte, fehlt jeglicher Mut zur Konfrontation.
Persönliche Verstrickungen?
Böse Zungen behaupten, von der Leyens auffällige Zurückhaltung könnte auch persönliche Gründe haben. Ihre Enkelkinder wurden in den USA geboren, ihr Ehemann arbeitet für einen amerikanischen Pharmakonzern, und ihre Kinder leben ebenfalls jenseits des Atlantiks. Ob diese familiären Verbindungen ihre politischen Entscheidungen beeinflussen, bleibt Spekulation – doch die Frage drängt sich auf.
Was bleibt, ist das Bild einer EU, die ihre eigenen Mitglieder im Stich lässt, wenn es darauf ankommt. Dänemark steht allein da, während Brüssel wegschaut. Die vielgepriesene europäische Solidarität erweist sich einmal mehr als hohle Phrase – gültig nur dann, wenn sie nichts kostet.
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