
Bundeswehr-Blamage auf Grönland: Nach nur 48 Stunden ist der Spuk schon wieder vorbei

Was als demonstrative Machtgeste gegenüber den amerikanischen Annexionsgelüsten gedacht war, endete am Sonntag in einem geradezu peinlichen Abgang. Das Erkundungsteam der Bundeswehr, bestehend aus gerade einmal 15 Soldaten unter der Führung von Flottillenadmiral Stefan Pauly, verließ Grönland nach nur zwei Tagen wieder – und das ohne jede offizielle Ankündigung. Ein Trauerspiel deutscher Außen- und Verteidigungspolitik, das einmal mehr die Handlungsunfähigkeit Berlins auf der internationalen Bühne offenbart.
Vom Direktflug zum Linienflug: Eine Mission voller Pannen
Die ganze Aktion stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Ursprünglich sollten die Soldaten mit einem Bundeswehr-Airbus A400M direkt nach Grönland fliegen – ein Symbol deutscher militärischer Präsenz in der Arktis. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen musste man den Umweg über Dänemark nehmen und mit einer dänischen Maschine anreisen. Die Ankunft verzögerte sich um einen ganzen Tag.
Und als wäre das nicht genug der Demütigung, erfolgte auch der Abflug alles andere als planmäßig. Am Sonntagmorgen, um 8.30 Uhr Ortszeit, standen die Soldaten bereits mit gepackten Koffern am Flughafen von Nuuk – bereit, in eine Boeing 737 der isländischen Fluggesellschaft Icelandair zu steigen. Der Abmarschbefehl aus Berlin war am frühen Morgen eingegangen. Selbst der Abflug verzögerte sich dann noch, weil die Maschine erst enteist werden musste.
Wetterausrede für politisches Versagen?
Das Bundesverteidigungsministerium begründete den überstürzten Abzug mit schlechtem Wetter. Eine geplante Erkundungstour zum dänischen Stützpunkt Kangilinnguit habe wetterbedingt abgesagt werden müssen. Daraufhin sei entschieden worden, die Mission vorzeitig zu beenden. Doch diese Erklärung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.
„Wenn ich jetzt sage, es geht bis zum 17. Januar, und dann stellt sich vor Ort heraus, dass sie doch noch länger bleiben wollen, dann sagen Sie wieder: Der Stempfle hat das nicht konkret genug gesagt."
So hatte sich Ministeriumssprecher Michael Stempfle noch am Freitag in der Bundespressekonferenz gewunden, als er nach dem genauen Zeitplan gefragt wurde. Am Samstag hieß es dann noch, die Soldaten würden länger als geplant bleiben. Und keine 24 Stunden später der plötzliche Abflug – ohne weitere Mitteilung oder offizielle Ankündigung. Was ist in Berlin in der Nacht zum Sonntag passiert?
Trumps Schatten über der Arktis
Der Zeitpunkt der Mission war kein Zufall. Am Mittwoch zuvor war ein Treffen zwischen den Außenministern Dänemarks, Grönlands und der USA in Washington krachend gescheitert. US-Präsident Donald Trump macht keinen Hehl aus seinen Ambitionen, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen – notfalls auch gegen den Willen der Bevölkerung und der dänischen Regierung.
Die Bundeswehr-Mission sollte offenbar ein Signal der europäischen Solidarität mit Dänemark sein. Flottillenadmiral Pauly sprach am Samstag noch davon, man habe sich mit Dänen und anderen über Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit ausgetauscht – darunter eine größere Militärübung. Man warte nun auf Antwort aus Berlin, was genehmigt werde.
Ein Zeichen der Schwäche statt der Stärke
Doch was als Demonstration europäischer Entschlossenheit gedacht war, verkam zur Farce. 15 Soldaten, die nach zwei Tagen wieder abreisen, ohne ihre geplante Mission abgeschlossen zu haben – das ist kein Signal der Stärke, sondern ein Eingeständnis der eigenen Ohnmacht. Während Trump mit Zollhämmern und Annexionsdrohungen die internationale Ordnung erschüttert, schickt Deutschland ein Häuflein Soldaten, das beim ersten Schneesturm wieder die Koffer packt.
Die strategische Bedeutung Grönlands kann kaum überschätzt werden. Die größte Insel der Welt verfügt über immense Bodenschätze, darunter seltene Erden, die für die moderne Technologieproduktion unverzichtbar sind. Hinzu kommt die geopolitische Lage: Wer Grönland kontrolliert, kontrolliert wichtige Seewege in der Arktis.
Deutschland als Zuschauer der Weltpolitik
Diese Episode reiht sich nahtlos ein in das Bild einer deutschen Außenpolitik, die seit Jahren zwischen Symbolpolitik und tatsächlicher Handlungsunfähigkeit schwankt. Während andere Nationen ihre Interessen mit Nachdruck vertreten, begnügt sich Berlin mit Gesten, die niemanden beeindrucken – am wenigsten die eigenen Verbündeten.
Die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz hatte versprochen, Deutschland wieder zu einem ernstzunehmenden Akteur auf der Weltbühne zu machen. Doch wenn schon eine simple Erkundungsmission in solchem Chaos endet, darf man sich fragen, wie es um die Verteidigungsfähigkeit des Landes tatsächlich bestellt ist. Die Grönland-Mission war eine Chance, Flagge zu zeigen. Stattdessen wurde sie zur Blamage.
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