
Chemie-Verband schlägt Alarm: Merz-Regierung versagt im Schneckentempo – Tausende Jobs vor dem Aus

Die deutsche Chemieindustrie, einst stolzes Aushängeschild der Republik und Rückgrat unseres Wohlstands, taumelt am Abgrund. Was der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Wolfgang Große Entrup, in einem aktuellen Interview an Klartext liefert, sollte in Berlin alle Alarmglocken schrillen lassen. Doch in der Hauptstadt herrscht offenbar weiterhin politische Behäbigkeit – während im Land die Werkstore zugehen.
Ein „verlorenes Jahrzehnt" droht – und niemand zieht die Notbremse
Große Entrup spricht aus, was viele Unternehmer in Deutschland längst denken: Die Gefahr eines verlorenen Jahrzehnts der Stagnation sei real. Der Sachverständigenrat beziffere das Wachstumspotenzial der einstigen Wirtschaftslokomotive Europas auf magere 0,4 Prozent pro Jahr. Vier mickrige Zehntelprozent – das ist das Ergebnis jahrelanger industriefeindlicher Politik, ideologischer Energiewende-Experimente und einer Bürokratie, die jedem Unternehmer das Leben zur Hölle macht.
Die Chemieanlagen laufen unter Kapazität, Aufträge bleiben aus, die Kosten klettern weiter. Es geht in vielen Werken längst nicht mehr um Wachstum, sondern schlicht ums Überleben. Tausende Jobs stehen akut auf der Kippe. Wer heute durch Ostdeutschland fährt und einen Blick auf den Chemiepark Böhlen wirft, sieht das traurige Sinnbild einer Industrienation, die gerade ihre Zukunft verspielt.
Merz hatte versprochen – Merz hat enttäuscht
Mit dem Regierungswechsel im Mai 2025 verbanden Industrie und Mittelstand große Hoffnungen. Friedrich Merz war angetreten mit dem Versprechen, Deutschland wieder wirtschaftsfreundlich zu gestalten. Doch der Chemie-Chef zieht eine vernichtende Bilanz: Man habe sich „deutlich mehr erhofft". Das Problem sei nicht der fehlende politische Wille, sondern die Geschwindigkeit. „Wir haben den Standstreifen verlassen, wir bewegen uns aber weiterhin im Schneckentempo", so Große Entrup.
Schneckentempo – ein vernichtenderes Urteil über eine Bundesregierung, die mit dem Anspruch der Erneuerung antrat, lässt sich kaum formulieren. Die viel beschworene Strompreiskompensation? Angekündigt, aber nicht umgesetzt. An den Werkstoren komme nichts an, klagt der Verbandschef. Das passt ins Bild: Schon der jüngste ARD-Deutschlandtrend offenbarte, dass 70 Prozent der Deutschen an der Reformfähigkeit der Merz-Regierung zweifeln. Eine vernichtende Quittung für eine Koalition, die sich vollmundig als Befreiungsschlag inszeniert hatte.
Schuldenorgie ohne Wirkung – das 500-Milliarden-Sondervermögen verpufft
Besonders entlarvend ist die Einschätzung des VCI-Chefs zum gigantischen Sondervermögen. Der Staat habe kein Einnahmenproblem, sondern ein Prioritätenproblem. Genau das ist der Punkt, den ehrliche Beobachter seit Monaten betonen: Die 500 Milliarden Euro, mit denen Merz und Klingbeil künftige Generationen belasten, fließen eben nicht zielgerichtet in die Stärkung des Industriestandortes. Stattdessen werde das Sondervermögen zweckentfremdet – ein Vorgang, den Große Entrup ausdrücklich rückgängig gemacht sehen will.
Hinzu kommt der Iran-Krieg seit Juni 2025, der die ohnehin angeschlagene Chemiebranche zusätzlich erschüttert. Der daraus resultierende Angebotsschock lasse sich gerade nicht durch schuldenfinanzierte Nachfrageprogramme bekämpfen – im Gegenteil, solche Maßnahmen würden die Probleme im Zweifel noch verschärfen. Eine deutliche Absage an die staatsgläubige Reflex-Politik, mit der in Berlin gerne jede Krise „weggekauft" werden soll.
„Wirtschaft first!" – Die Forderungen der Industrie sind glasklar
Was die Chemie braucht, ist keine Raketenwissenschaft. Runter mit den Energiepreisen, runter mit den Steuern, runter mit Bürokratie und Regulierung – so simpel und so logisch lautet die Botschaft. Deutschland gehöre schon heute zu den Hochsteuerländern, weitere Belastungen wären der wirtschaftliche Todesstoß. Stattdessen müsse Wachstum endlich zum Maßstab jeder wirtschaftspolitischen Entscheidung werden – „nicht als Schlagwort in Sonntagsreden, sondern als Leitlinie für konkrete Politik".
Doch wer verfolgt, wie zaghaft die Bundesregierung agiert, wie ideologische Altlasten – etwa die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 – jede pragmatische Industriepolitik blockieren, der weiß: Der Handlungswille fehlt. Während die USA unter Trump aggressiv mit Zöllen und industriepolitischer Härte ihre Wirtschaft schützen, während China mit staatlich gelenkter Strategie ganze Märkte aufrollt, verliert sich Deutschland in Kommissionen, Arbeitskreisen und Sonntagsreden.
Insolvenzwelle und Vertrauensverlust
Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: 58 Prozent mehr Insolvenzen als vor Corona. Ostdeutsche Wirtschaftschefs zweifeln offen an Merz' Staatsreform. Es gebe „kein Vertrauen" mehr. Der Chemie-Chef bringt es auf den Punkt: Bis zum Sommer müsse ein Paket vorliegen, das die Ursachen der Wachstumsschwäche rigoros bekämpft. Andernfalls drohten weitere Produktionsstilllegungen, weiterer Stellenabbau – und damit der schleichende Tod einer Schlüsselindustrie, die Generationen lang Wohlstand für Millionen Deutsche schuf.
Was bleibt dem Bürger? Vermögenssicherung jenseits der Politik
Die bittere Wahrheit ist: Wer auf staatliche Reformkraft hofft, hofft auf eine Schimäre. Die Geschichte lehrt, dass in Zeiten politischer Lähmung, geopolitischer Krisen und schuldengetriebener Geldpolitik Sachwerte ihre wahre Stärke ausspielen. Während Aktienportfolios von Iran-Krieg, Zollkonflikten und Konjunktursorgen durchgeschüttelt werden, während Anleihen unter der schleichenden Inflation der Schuldenfinanzierung leiden, behaupten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden ihren Wert. Sie kennen weder Insolvenz noch politisches Versagen. Wer angesichts eines drohenden „verlorenen Jahrzehnts" sein Vermögen breit aufstellt, sollte physisches Edelmetall als bewährten Stabilitätsanker im Portfolio in Betracht ziehen.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen dar. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Anlageberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenverantwortlich zu recherchieren und gegebenenfalls qualifizierten Rat einzuholen. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernimmt unsere Redaktion keinerlei Haftung.
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