
Chinas Boommarkt wird zum Albtraum für deutsche Konzerne
Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz an diesem Dienstag seine Reise nach Peking antritt, hat er schweres Gepäck dabei – und damit ist nicht nur der diplomatische Ballast gemeint. Dreißig Unternehmenschefs und Manager begleiten den Kanzler, darunter neun Vorstandsvorsitzende von Dax-Konzernen. Was nach einer imposanten Wirtschaftsdelegation klingt, ist in Wahrheit ein Hilferuf der deutschen Industrie. Denn das einstige Eldorado China verwandelt sich zusehends in ein wirtschaftliches Minenfeld.
Der Drache frisst seine Gäste
Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Bei zahlreichen deutschen Börsenkonzernen – von Mercedes-Benz bis Adidas – sind die Umsätze im Reich der Mitte regelrecht eingebrochen. Was jahrelang als sicherer Wachstumsmotor galt, stottert nun gewaltig. „Der Boom ist vorbei", so lässt sich die Lage auf den Punkt bringen. Die Erosion der China-Umsätze trifft dabei nicht irgendwelche Mittelständler, sondern die Kronjuwelen der deutschen Wirtschaft, die Flaggschiffe des Dax.
Wie konnte es so weit kommen? Die Gründe sind vielschichtig. Chinas eigene Wirtschaft schwächelt, der Binnenkonsum lahmt, und die heimische Konkurrenz – insbesondere im Automobilsektor – hat die deutschen Premiumhersteller längst das Fürchten gelehrt. Chinesische Elektroautobauer wie BYD produzieren inzwischen Fahrzeuge, die technologisch auf Augenhöhe mit deutschen Produkten liegen, aber zu einem Bruchteil des Preises angeboten werden. Die Zeiten, in denen ein Stern auf der Motorhaube in Shanghai automatisch Prestige und Absatz garantierte, sind unwiderruflich vorbei.
Merz zwischen Diplomatie und Demut
Dass der Kanzler nun persönlich nach China reist, zeigt die Dringlichkeit der Lage. Doch Beobachter warnen zurecht: Merz dürfe in Peking alles tun, nur keinen Kotau machen. Die Gratwanderung zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und politischer Würde wird zur Nagelprobe für den neuen Regierungschef. Denn während Deutschland händeringend versucht, seine Handelsbeziehungen zu stabilisieren, verschärft sich gleichzeitig das geopolitische Umfeld dramatisch.
Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle – 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf chinesische Waren – haben das globale Handelsgefüge in eine Schieflage gebracht, die ihresgleichen sucht. Deutsche Unternehmen sitzen zwischen allen Stühlen: Auf der einen Seite ein zunehmend protektionistisches Amerika, auf der anderen ein China, das seine eigene Industrie mit allen Mitteln nach vorne peitscht. Und mittendrin eine Bundesregierung, die mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die marode Infrastruktur retten will, dabei aber die Schuldenlast kommender Generationen in schwindelerregende Höhen treibt.
Die fatale Abhängigkeit rächt sich
Was wir hier erleben, ist die bittere Quittung für jahrzehntelange strategische Kurzsichtigkeit. Unter der Ägide von Angela Merkel wurde die wirtschaftliche Abhängigkeit von China nicht nur toleriert, sondern aktiv gefördert. „Wandel durch Handel" – diese naive Formel hat sich als gefährliche Illusion entpuppt. Statt die Lieferketten zu diversifizieren und neue Märkte zu erschließen, setzte die deutsche Wirtschaft alles auf eine Karte. Nun, da diese Karte nicht mehr sticht, stehen die Konzerne mit leeren Händen da.
Besonders alarmierend ist die Entwicklung an den Börsen. Der Dax schloss zuletzt unter der Marke von 25.000 Punkten, Rüstungsaktien gerieten deutlich unter Druck. Die Stimmung am Aktienmarkt mag kurzfristig gestiegen sein, doch die Rückschlaggefahr wächst mit jedem Tag, an dem sich die globalen Handelsströme weiter verschieben. Der renommierte Ökonom Kenneth Rogoff warnte eindringlich vor einem „gefährlichen Gemisch" aus neuen Zöllen, gewagter Schuldenpolitik und Angriffen auf die Notenbanken.
Gold als Fels in der Brandung
In Zeiten, in denen selbst die mächtigsten Konzerne der Republik ins Straucheln geraten und die geopolitischen Verwerfungen immer unberechenbarer werden, zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienkurse von heute auf morgen einbrechen können und ganze Absatzmärkte über Nacht wegbrechen, hat Gold über Jahrtausende hinweg seinen Wert bewahrt. Wer sein Vermögen nicht den Launen chinesischer Konsumenten oder amerikanischer Zollpolitik ausliefern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als stabilisierendes Element in sein Portfolio aufzunehmen.
Die aktuelle Entwicklung sollte jedem Anleger eine Mahnung sein: Wer blind auf die Globalisierung vertraut hat, zahlt jetzt den Preis. Die deutschen Dax-Konzerne mögen ihre China-Strategie überdenken müssen – der kluge Privatanleger sollte seine Vermögenssicherung nicht von geopolitischen Schachspielen abhängig machen, sondern auf bewährte Werte setzen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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