
Chinas Militärführung im Umbruch: Xi Jinping säubert eigene Reihen
In einer überraschenden Entwicklung wurde Admiral Miao Hua, ein hochrangiger Militärfunktionär der chinesischen Streitkräfte, von seinem Posten suspendiert. Diese Maßnahme markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der Antikorruptionskampagne des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, da sie nun auch engste Vertraute nicht mehr verschont.
Vertrauter wird zum Verdächtigen
Das chinesische Verteidigungsministerium bestätigte am 28. November die Suspendierung von Admiral Miao Hua, der bisher als Direktor der Abteilung für politische Arbeit der Zentralen Militärkommission tätig war. Die offizielle Begründung lautet "schwere Verstöße gegen die Disziplin" - ein in China üblicher Euphemismus für Korruptionsvorwürfe.
Säuberungswelle erreicht neue Dimension
Besonders brisant erscheint dieser Fall, da Miao als Mitglied der sogenannten Minjiang-Armee galt - einer Gruppe von Funktionären, die als besonders loyal gegenüber Xi Jinping eingestuft wurde. Diese Entwicklung könnte darauf hindeuten, dass Xi seine Machtbasis neu ordnet und dabei auch vor langjährigen Weggefährten nicht Halt macht.
Die systematische Säuberung der Militärführung könnte als Zeichen einer tiefen Verunsicherung im chinesischen Machtapparat gedeutet werden.
Weitreichende Konsequenzen für Chinas Militär
Seit dem vergangenen Sommer wurden bereits mehr als ein Dutzend hochrangige Militärbeamte ihrer Posten enthoben. Darunter befinden sich auch Kommandeure der strategisch wichtigen Rocket Force, die für Chinas konventionelle und nukleare Raketen verantwortlich ist. Auch der ehemalige Verteidigungsminister Li Shangfu fiel der Säuberungswelle zum Opfer.
Systemische Korruption als Vorwand?
Experten sehen in der Antikorruptionskampagne zunehmend ein Instrument zur Machtsicherung. Die weitreichenden Umstrukturierungen könnten darauf abzielen, potenzielle Gegner Xi Jinpings zu neutralisieren und seine Position weiter zu festigen. Beobachter vermuten, dass nahezu die gesamte militärische Führungsebene in korrupte Praktiken verstrickt sein könnte.
Internationale Auswirkungen
Diese internen Machtkämpfe könnten auch Auswirkungen auf die internationale Sicherheitslage haben. Die Destabilisierung der militärischen Führungsstruktur Chinas könnte zu unvorhersehbaren außenpolitischen Entwicklungen führen. Westliche Beobachter verfolgen die Situation daher mit wachsender Besorgnis.
Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich, dass Xi Jinping seine Kontrolle über das Militär weiter verschärft. Dies könnte als Zeichen interpretiert werden, dass er sich seiner Machtposition möglicherweise weniger sicher ist als bisher angenommen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob weitere hochrangige Militärs von der Säuberungswelle erfasst werden.
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