
CSU-Politiker erklärt AfD zum „Erzfeind" – Eine Bankrotterklärung der politischen Vernunft

Was für ein Schauspiel bietet sich dem deutschen Bürger da im beschaulichen Kloster Seeon! Während die Probleme unseres Landes sich türmen wie nie zuvor, während die Wirtschaft schwächelt, die Kriminalität explodiert und die Infrastruktur zerfällt, hat die CSU offenbar nichts Besseres zu tun, als mittelalterliche Feindbilder zu beschwören. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann erklärte auf der Klausurtagung allen Ernstes die AfD zum „Erzfeind", den es zu „bekämpfen" gelte.
Substanzlose Rhetorik statt politischer Lösungen
Man reibt sich verwundert die Augen. Da steht ein Politiker einer ehemals konservativen Partei und bedient sich einer Wortwahl, die man eher aus düsteren Kapiteln der Geschichte kennt. „Erzfeinde muss man bekämpfen", tönt Hoffmann in die Kameras. Doch wo bleiben die sachlichen Argumente? Wo ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit den politischen Positionen des Wettbewerbers?
Stattdessen werden hohle Phrasen gedroschen: Die AfD verrate angeblich die Westbindung, die NATO-Positionierung und den EU-Binnenmarkt. Doch halt – war es nicht gerade die Union, die unter Angela Merkel die Bundeswehr kaputtgespart hat? War es nicht die CDU/CSU, die Deutschland in eine fatale Energieabhängigkeit von Russland geführt hat? Und ist es nicht die aktuelle Große Koalition unter Friedrich Merz, die mit einem 500-Milliarden-Schuldenpaket kommende Generationen belastet?
Die Projektion der eigenen Verfehlungen
Was Hoffmann hier betreibt, ist nichts anderes als klassische Projektion. Die Union wirft der AfD genau das vor, was sie selbst seit Jahren praktiziert: den Verrat an konservativen Werten. Während die CSU einst für Heimat, Tradition und eine starke Wirtschaft stand, hat sie sich längst dem linksgrünen Zeitgeist angebiedert. Die Energiewende, die Massenmigration, das Gender-Unwesen – bei all diesen Themen hat die Union versagt oder aktiv mitgewirkt.
„Mit jemandem, der einen zerstören will, kann man nicht zusammenarbeiten."
So Hoffmann über die AfD. Doch wer zerstört hier eigentlich wen? Die Umfragewerte sprechen eine deutliche Sprache: In Sachsen-Anhalt liegt die AfD bei rund 40 Prozent, die CDU bei mageren 26 Prozent. Selbst in Bayern, der Hochburg der CSU, erreicht die AfD mittlerweile 19 Prozent. Die Bürger stimmen mit den Füßen ab – und sie laufen der Union davon.
Demokratieverständnis auf dem Prüfstand
Besonders bedenklich ist die Rhetorik, die hier zum Einsatz kommt. Wenn Markus Söder die AfD als „Systemfeind" oder gar „Todfeind" bezeichnet, wenn Hoffmann von „Bekämpfung" spricht, dann bewegt sich die CSU auf einem gefährlichen Terrain. Hinter der AfD stehen Millionen deutscher Wähler – sind diese etwa auch „Erzfeinde"? Sollen auch sie „bekämpft" werden?
Diese Entmenschlichung des politischen Gegners ist einer Demokratie unwürdig. Sie erinnert an dunkelste Zeiten und spaltet die Gesellschaft weiter. Statt Brücken zu bauen, statt auf die berechtigten Sorgen der Bürger einzugehen, verschanzt sich die Union hinter einer Brandmauer und hofft, dass das Problem von alleine verschwindet.
Die Realitätsverweigerung der Altparteien
Die Wahrheit ist: Die AfD ist nicht der Feind Deutschlands. Sie ist das Symptom einer verfehlten Politik, die über Jahrzehnte von CDU, CSU, SPD, Grünen und FDP zu verantworten ist. Wer die Grenzen öffnet, wer die Wirtschaft mit Bürokratie erstickt, wer traditionelle Werte verhöhnt und wer die Sorgen der Bürger ignoriert, der braucht sich nicht zu wundern, wenn diese Bürger nach Alternativen suchen.
Die CSU täte gut daran, weniger Zeit mit der Bekämpfung von „Erzfeinden" zu verbringen und mehr Zeit damit, die echten Probleme dieses Landes anzugehen. Doch dafür bräuchte es Selbstreflexion, Demut und den Mut zur Kurskorrektur. Eigenschaften, die in Seeon offenbar Mangelware sind.
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