
Cyberangriff auf Teheran: Hacker kapern iranisches Staatsfernsehen und rufen zum Sturz des Regimes auf

Was für eine Blamage für die Mullahs in Teheran! Unbekannte Hacker haben in einer beispiellosen Aktion sämtliche staatlichen Fernsehsender des Iran übernommen und statt der üblichen Regime-Propaganda oppositionelle Botschaften in die iranischen Wohnzimmer gesendet. Der Cyberangriff trifft das Mullah-Regime an seiner empfindlichsten Stelle – dem wichtigsten Instrument zur Kontrolle der öffentlichen Meinung.
Kronprinz ruft zum Umsturz auf
Statt der gewohnten regimetreuen Berichterstattung flimmerten plötzlich Bilder des im Exil lebenden Kronprinzen Reza Pahlavi über die Bildschirme. Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs rief die iranischen Streitkräfte offen zum Überlaufen und zum Sturz von Ayatollah Ali Chamenei auf. Slogans wie „Stürzt den Ayatollah" ersetzten die sonst allgegenwärtige Propaganda des islamischen Regimes.
Die Reichweite des Angriffs war bemerkenswert: Selbst der staatliche Sportkanal soll betroffen gewesen sein. Videos der spektakulären Übernahme verbreiteten sich rasant im Internet. In den Aufnahmen sind überraschte Zuschauer zu hören, die ungläubig feststellen:
„Sie haben alle Kanäle gehackt."
Auch Bundeskanzler Merz eingeblendet
Besonders pikant: Zeitweise wurden auch internationale Politiker eingeblendet, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich in der Vergangenheit solidarisch mit iranischen Demonstranten gezeigt hatte. Eine symbolträchtige Geste, die das Regime in Teheran kaum erfreut haben dürfte.
Historische Parallelen und geopolitische Verflechtungen
Der Vorfall wirft unweigerlich Fragen nach den Hintermännern auf. Die Geschichte des Iran ist geprägt von ausländischen Interventionen – man denke nur an den CIA-gestützten Sturz des demokratisch gewählten Premierministers Mossadegh im Jahr 1953, der den Weg für die Herrschaft des Schahs ebnete. Ob der Kronprinz tatsächlich selbst hinter dem Angriff steckt oder lediglich als nützliches Werkzeug dient, bleibt vorerst Spekulation.
Fest steht: Das iranische Regime steht unter massivem Druck. Die Proteste der vergangenen Jahre, ausgelöst durch den Tod von Mahsa Amini, haben gezeigt, wie fragil die Macht der Mullahs tatsächlich ist. Frauen, die einst unter dem Schah weitgehende Freiheiten genossen, werden heute auf offener Straße für das Nichttragen des Kopftuchs verprügelt.
Ein Weckruf für den Westen?
Während sich im Iran mutige Menschen gegen ein brutales Regime auflehnen, sollte man sich hierzulande fragen, ob die eigenen Medien tatsächlich so unabhängig berichten, wie sie vorgeben. Der Wunsch eines Kommentators, eine solche Aktion möge auch einmal zur besten Sendezeit im deutschen Fernsehen stattfinden, mag überspitzt klingen – trifft aber einen Nerv. Denn auch in westlichen Demokratien wächst das Misstrauen gegenüber der etablierten Medienlandschaft.
Die Ereignisse im Iran zeigen jedenfalls eines deutlich: Selbst die ausgeklügeltste Propagandamaschinerie kann durch entschlossenes Handeln zum Einsturz gebracht werden. Ob dieser Cyberangriff tatsächlich der Anfang vom Ende des Mullah-Regimes ist, wird die Zeit zeigen. Die iranische Bevölkerung hat jedenfalls einmal mehr bewiesen, dass der Freiheitswille nicht so leicht zu unterdrücken ist.












