
Dänemark boykottiert Davos: Grönland-Krise spitzt sich dramatisch zu

Was für ein Auftakt für das diesjährige Weltwirtschaftsforum! Während sich in den verschneiten Schweizer Alpen wieder einmal die globale Elite versammelt, um unter dem wohlklingenden Motto "Ein Geist des Dialogs" über die Zukunft der Welt zu philosophieren, glänzt ausgerechnet Dänemark durch demonstrative Abwesenheit. Der Grund? Die eskalierende Konfrontation mit US-Präsident Donald Trump um das arktische Territorium Grönland.
Kopenhagen zeigt Flagge – durch Fernbleiben
Die dänische Regierung hat unmissverständlich klargestellt, dass sie in diesem Jahr keine Vertreter nach Davos entsenden wird. Ein diplomatischer Affront, der es in sich hat. Während über 400 hochrangige Politiker, darunter mehr als 60 Staats- und Regierungschefs, sowie Hunderte von Konzernchefs in den mondänen Konferenzräumen zusammenkommen, bleibt der Stuhl Dänemarks demonstrativ leer.
Trump hat seine Begehrlichkeiten auf Grönland in den vergangenen Wochen immer unverhohlener zum Ausdruck gebracht. Er bezeichnet die Übernahme des rohstoffreichen Territoriums als Frage der nationalen Sicherheit – angesichts der wachsenden Präsenz Chinas und Russlands in der Arktisregion. Doch damit nicht genug: Am vergangenen Wochenende drohte der US-Präsident mit zusätzlichen Zöllen von zehn Prozent auf EU-Importe ab dem 1. Februar, sollte es keine Einigung über einen amerikanischen Kauf Grönlands geben.
Europa formiert sich zum Widerstand
Die europäische Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Acht Nationen – Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Finnland – haben in einer gemeinsamen Erklärung unmissverständlich Position bezogen. "Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und riskieren eine gefährliche Abwärtsspirale", heißt es in dem Dokument. Bemerkenswert: Sämtliche Unterzeichnerstaaten sind NATO-Mitglieder.
"Man kann sich nicht mit Drohungen den Besitz Grönlands erzwingen"
Mit diesen deutlichen Worten machte der dänische Außenminister klar, dass Kopenhagen nicht gewillt ist, vor dem amerikanischen Druck einzuknicken. Gleichzeitig betonte er, dass es Europa sein werde, das auf die Zolldrohungen reagiere – nicht Dänemark allein.
Militärische Option nicht ausgeschlossen?
Besonders beunruhigend: Auf die direkte Frage, ob er Gewalt anwenden würde, um Grönland zu übernehmen, antwortete Trump lediglich mit einem vielsagenden "Kein Kommentar". Diese Weigerung, eine militärische Intervention kategorisch auszuschließen, dürfte in europäischen Hauptstädten für schlaflose Nächte sorgen. Dänemark und mehrere europäische Verbündete haben bereits Truppenkontingente nach Grönland entsandt – ein deutliches Signal der Entschlossenheit.
Kreml-Vertreter in Davos – während der Westen streitet
Die Ironie der Geschichte: Während Dänemark dem Forum fernbleibt, werden russische Offizielle sehr wohl anwesend sein. Geplant sind Treffen zwischen russischen Vertretern und US-Gesandten – zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine-Friedensgespräche weitgehend ins Stocken geraten sind. Man fragt sich unwillkürlich, ob der "Geist des Dialogs" nicht eher ein Geist der Spaltung ist.
Die Grönland-Krise offenbart einmal mehr die tektonischen Verschiebungen in der transatlantischen Partnerschaft. Was einst als unerschütterliches Bündnis galt, zeigt zunehmend Risse. Und während die globale Elite in Davos über abstrakte Zukunftsvisionen debattiert, steht die konkrete Frage im Raum: Wie weit ist Washington bereit zu gehen?
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