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07.01.2026
13:28 Uhr

Das Ende der NATO? Trumps aggressive Außenpolitik erschüttert das westliche Bündnis

Das Ende der NATO? Trumps aggressive Außenpolitik erschüttert das westliche Bündnis

Die transatlantischen Beziehungen stehen vor einem historischen Wendepunkt. Was einst als unerschütterliches Verteidigungsbündnis galt, droht unter dem Druck der amerikanischen Außenpolitik zu zerbrechen. Die jüngsten Entwicklungen rund um Venezuela und Greenland offenbaren eine beunruhigende Neuausrichtung Washingtons, die selbst engste Verbündete vor den Kopf stößt.

Die Monroe-Doktrin: Vom historischen Prinzip zur aggressiven Interventionspolitik

Die Monroe-Doktrin, einst von US-Präsident James Monroe im Jahr 1823 verkündet, sollte ursprünglich die europäischen Kolonialmächte von der westlichen Hemisphäre fernhalten. Doch was als Schutzschild für junge südamerikanische Nationen gedacht war, erfährt unter der Trump-Administration eine bemerkenswerte Neuinterpretation. Die Vereinigten Staaten scheinen nicht länger nur als Wächter aufzutreten, sondern als aktiver Gestalter der politischen Landschaft.

Außenminister Marco Rubio bemüht sich zwar um semantische Klarheit, wenn er betont:

"Es gibt keinen Krieg. Es ist ein Krieg gegen Drogenhandelsorganisationen – kein Krieg gegen Venezuela."
Doch diese Unterscheidung wirkt angesichts der Realität vor Ort reichlich akademisch. Die Botschaft ist unmissverständlich: Washington duldet keine fremden Einflüsse in seinem selbsterklärten Hinterhof.

Venezuela im Würgegriff: Maduro verhaftet, Rodriguez unter Druck

Die Verhaftung von Nicolás Maduro markiert einen dramatischen Einschnitt in der venezolanischen Geschichte. Der ehemalige Präsident, dem Vorwürfe des Narkoterrorismus zur Last gelegt werden, beteuert seine Unschuld. Doch seine Beteuerungen dürften vor dem Southern District of New York wenig Gewicht haben. Eine lebenslange Haftstrafe erscheint wahrscheinlich.

Vizepräsidentin Delcy Rodriguez, die nun als amtierende Präsidentin fungiert, vollzog einen bemerkenswerten Kurswechsel. Hatte sie Maduros Verhaftung zunächst als "barbarisch" verurteilt, streckt sie nun die Hand nach Washington aus. Ihre Einladung zur Zusammenarbeit klingt fast schon unterwürfig – und das aus gutem Grund. Trumps Warnung an sie war unmissverständlich: Wer nicht spurt, zahlt einen hohen Preis.

Venezuelas Öl: Der eigentliche Preis

Die wahren Beweggründe der amerikanischen Intervention liegen freilich nicht in humanitären Erwägungen. Trump selbst machte keinen Hehl daraus, dass er "sehr stark involviert" in der venezolanischen Ölindustrie sein möchte. Energiestrategen warnen jedoch vor überzogenen Erwartungen: Mindestens fünf bis zehn Jahre und Milliarden an Investitionen wären nötig, um die Produktion auf frühere Niveaus zu heben.

Greenland: Der nächste Dominostein?

Während die Welt noch die Ereignisse in Venezuela verdaut, richtet sich der Blick bereits nach Norden. Trumps Ankündigung, Greenland aus "nationalen Sicherheitsgründen" zu benötigen, versetzt Dänemark und die gesamte EU in Alarmbereitschaft. Die Aussage, man werde sich "in etwa zwei Monaten" mit Greenland befassen, klingt weniger nach diplomatischer Initiative als nach Ultimatum.

Die Reaktion aus Kopenhagen fiel entsprechend scharf aus. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen formulierte eine kaum verhüllte Drohung:

"Wenn die USA sich entscheiden, ein anderes NATO-Land militärisch anzugreifen, dann endet alles – einschließlich der NATO und damit der Sicherheit, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs aufgebaut wurde."

Das Ende einer Ära?

Diese Worte wiegen schwer. Sie markieren möglicherweise den Anfang vom Ende jener transatlantischen Ordnung, die Europa seit acht Jahrzehnten Frieden und Stabilität beschert hat. Dass ein NATO-Mitglied offen mit dem Austritt droht, wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen.

Greenlands Premierminister zeigte sich zwar gesprächsbereit, setzte aber klare Grenzen: Kein Druck, keine Annexionsfantasien. Dialog ja, aber nur auf Basis des Völkerrechts. Ob Washington diese Bedingungen akzeptiert, bleibt abzuwarten.

Ein gefährliches Spiel mit ungewissem Ausgang

Die Trump-Administration betreibt eine Außenpolitik, die traditionelle Bündnisse als Verhandlungsmasse betrachtet. Der Ansatz "zu viel Stock, zu wenig Karotte" mag kurzfristig Erfolge zeitigen, untergräbt aber langfristig das Vertrauen der Verbündeten. Europa steht vor der unbequemen Erkenntnis, dass der amerikanische Schutzschirm möglicherweise nicht mehr so verlässlich ist wie einst angenommen.

Für Deutschland und die europäischen Partner stellt sich die drängende Frage: Wie reagiert man auf einen Verbündeten, der sich zunehmend wie ein Gegner verhält? Die Antwort darauf wird die geopolitische Architektur der kommenden Jahrzehnte prägen. Eines scheint jedoch gewiss: Die alte Weltordnung, wie wir sie kannten, steht vor einem fundamentalen Umbruch.

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