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Kettner Edelmetalle
30.03.2026
06:52 Uhr

Das Fernandes-Ulmen-Spektakel: Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Tribunal inszeniert

Was sich am Sonntagabend bei Caren Miosga in der ARD abspielte, dürfte selbst hartgesottene Beobachter des deutschen Medienzirkus fassungslos zurückgelassen haben. Die seit Wochen durch sämtliche Kanäle gejagte Geschichte um Schauspielerin Collien Fernandes und ihren Ex-Mann Christian Ulmen zerfiel in der Sendung regelrecht vor laufender Kamera – und dennoch wurde das Tribunal unbeirrt fortgesetzt. Ein Lehrstück darüber, wie Medien und Politik in Deutschland mittlerweile Hand in Hand arbeiten, wenn es darum geht, Narrative zu bedienen, die mit der Realität nur noch am Rande zu tun haben.

Die große Enthüllung, die keine war

Fernandes wollte bei Miosga die Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann noch einmal „aufdröseln", wie sie es selbst formulierte. Doch was dabei herauskam, ließ den aufmerksamen Zuschauer ratlos zurück. Es seien Fake-Profile unter ihrem Namen in sozialen Medien angelegt worden, über die Nacktbilder von Pornodarstellerinnen verschickt worden seien. Klingt dramatisch – wäre da nicht ein kleines Detail: Bereits 2019 hatte Fernandes in einem NDR-Podcast freimütig erzählt, dass ihr damaliger Mann solche Profile angelegt habe. Damals sprach sie allerdings nicht von „Fake-Profilen", sondern erwähnte die Sache beiläufig und offenbar mit seinem Einverständnis. Man erkenne seine Urheberschaft daran, dass er stets das „Fernandes" weggelassen und sie nur als „Collien Ulmen" bezeichnet habe.

Noch entscheidender: Miosga selbst stellte klar, dass es sich bei den verschickten Bildern und Videos um echte Aufnahmen handelte – keine KI-generierten Deepfakes. Fernandes bestätigte dies sogar ausdrücklich. Damit bricht das zentrale Narrativ zusammen, das der „Spiegel" seit Tagen groß aufmacht und das den gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Beschlag genommen hat. Aus dem Verschicken von Pornobildern wurde in der medialen Aufbereitung die Herstellung von Deepfakes konstruiert – eine technische Möglichkeit, die zum unterstellten Tatzeitpunkt „vor Jahren" in dieser Form noch gar nicht ohne Weiteres verfügbar gewesen wäre.

Vier Köpfe, eine Meinung – und kein Platz für die Gegenseite

Besonders pikant: Ulmens Anwalt Christian Schertz hatte angeboten, in die Sendung zu kommen. Miosga lehnte ab. Die Runde sei bereits voll, hieß es. Doch am Nachmittag vor der Ausstrahlung wurde die Runde dann doch noch erweitert – allerdings nicht um einen Vertreter der Gegenseite, sondern um die Klimaaktivistin Theresia Crone. Man kennt das Muster. Ob Klima, Palästina oder nun sexuelle Gewalt im Netz – die üblichen Verdächtigen sind stets zur Stelle, wenn es gilt, die richtige Haltung zu demonstrieren. Flexibilität ist Trumpf in der Welt des professionellen Aktivismus.

Verfassungsrechtler Josef Franz Lindner kommentierte auf der Plattform X, er hätte als Anwalt von Ulmen versucht, die Sendung per Eilantrag zu stoppen – wegen der Gefahr einer „vorverurteilenden Tribunalisierung" und Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Doch solche rechtsstaatlichen Bedenken prallen am öffentlich-rechtlichen Sendungsbewusstsein offenbar ab wie Wasser an einer Teflonpfanne.

Justizministerin im Schlepptau der Empörungsindustrie

Dass auch Justizministerin Stefanie Hubig in der Sendung auftrat, verleiht dem Ganzen eine besonders bedenkliche Note. Zwar bemühte sie sich, zum konkreten Fall keine Stellung zu nehmen – als Fernandes am Tisch Platz nahm, war Hubig noch nicht da, und umgekehrt. Das dürfte wohl eine Vorgabe der Rechtsabteilung im Justizministerium gewesen sein: kein gemeinsamer Auftritt mit der Anklägerin in einem laufenden Verfahren. Doch allein die Tatsache, dass eine amtierende Ministerin sich für eine derart fragwürdige Inszenierung hergibt, spricht Bände über den Zustand unserer politischen Kultur.

Hubig beklagte zwar, dass auch die reale Gewalt an Frauen zunehme. Doch die ganze Wahrheit kam auch hier nicht ans Licht. Dass die Mehrzahl der Schutzsuchenden in deutschen Frauenhäusern Ausländerinnen sind, dass Deutschland täglich durchschnittlich mehr als zwei Gruppenvergewaltigungen erlebt – darüber wurde kein Wort verloren. Stattdessen kreiste die gesamte Diskussion ausschließlich um „digitale Gewalt". Die reale, physische Gewalt gegen Frauen, die in diesem Land mittlerweile erschreckende Ausmaße angenommen hat, wurde konsequent ausgeblendet.

Die groteske Verdrehung der Realität

Den Vogel schoss an diesem Abend ein Journalist der „Süddeutschen Zeitung" ab. Er kritisierte allen Ernstes, dass Bundeskanzler Friedrich Merz beim Thema sexuelle Gewalt auch das Stichwort Zuwanderung erwähnt habe. Dass Merz das Thema derart „verenge" und vor allem „in einem Fall, wo der Angeschuldigte Christian heißt", sei „wirklich schäbig". Der Zuschauer traute seinen Ohren nicht. Tatsächliche Gewalt, tatsächliche Vergewaltigungen und tatsächliche Sexualmorde werden seit Wochen von Politik, Medien und den Demonstranten der Empörungsindustrie ignoriert. Aber wer es wagt, die unbequeme Realität auch nur zu erwähnen, der „verengt" angeblich das Thema? Man muss sich diese intellektuelle Akrobatik auf der Zunge zergehen lassen.

Dabei ist es genau diese Realität, die den Bürgern dieses Landes unter den Nägeln brennt. Die zunehmende Kriminalität, die Messerangriffe, die sexuelle Gewalt – all das sind keine abstrakten Phänomene, sondern Konsequenzen einer verfehlten Politik, die ein Großteil der deutschen Bevölkerung nicht länger hinzunehmen bereit ist. Doch statt sich diesen drängenden Problemen zu widmen, inszeniert der öffentlich-rechtliche Rundfunk lieber ein Tribunal über verschickte Pornobilder in einer C-Promi-Beziehung.

Der eigentliche Skandal hinter dem Skandal

Was bei all dem Getöse um Fernandes und Ulmen fast untergeht, ist die politische Dimension dieser Inszenierung. Im Schatten des medialen Spektakels werden neue Zugriffsrechte des Staates auf private Daten diskutiert. Der besagte SZ-Journalist sprach sich sogar dafür aus, bereits das Erstellen von Deepfakes und gefälschten Fotos unter Strafe zu stellen – wohlgemerkt noch bevor irgendetwas veröffentlicht wurde. Das würde den staatlichen Zugriff auf private Rechner und Dateien erfordern, eine Überwachungsmaßnahme von atemberaubender Tragweite. Für den Journalisten „überhaupt kein Problem".

Hier offenbart sich das eigentliche Ziel hinter der aufgeblasenen Empörung: die schrittweise Ausweitung staatlicher Kontrolle über den digitalen Raum. Was als Schutz vor „digitaler Gewalt" verkauft wird, könnte sich als weiterer Baustein eines Überwachungsstaates entpuppen, der die Meinungsfreiheit seiner Bürger systematisch einschränkt. Dass ausgerechnet der öffentlich-rechtliche Rundfunk – finanziert durch Zwangsgebühren der Bürger – als willfähriger Steigbügelhalter dieser Entwicklung fungiert, ist der eigentliche Skandal dieser Geschichte.

Die Fernandes-Story mag in Echtzeit zerfallen sein. Doch die politischen Weichenstellungen, die in ihrem Windschatten vorangetrieben werden, sind alles andere als harmlos. Deutschland braucht dringend Politiker und Medien, die sich den realen Problemen dieses Landes widmen – statt inszenierte Tribunale zu veranstalten, bei denen das Ergebnis schon vor Sendebeginn feststeht.

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