280.000
Kunden
Sicherer
Versand
20.10.2026
06:47 Uhr
KI-generiert

Daten-Beben bei der AfD: 421.000 E-Mails im Netz aufgetaucht!

Daten-Beben bei der AfD: 421.000 E-Mails im Netz aufgetaucht!
Symbolbild: KI-generiert

Unbekannte Hacker haben offenbar einen IT-Dienstleister der AfD geknackt und sollen dabei Hunderttausende E-Mails erbeutet haben. Die Partei bestätigte am Montag in Berlin den Angriff, der bereits im September stattgefunden haben soll. Teile des Materials kursieren inzwischen im Internet. Darunter sind angeblich Ausweiskopien, Kontoauszüge und ganze Mitgliederlisten.

281 Gigabyte: Die Beute der Unbekannten

Die Betreiber einer Leak-Plattform behaupten, sie hätten 421.179 E-Mails mit einem Datenvolumen von 281 Gigabyte. Auf der Seite fanden sich jedoch zunächst keine Original-Mails. Zu sehen waren nur Zusammenfassungen, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Zugeordnet werden sie unter anderem Parteichefin Alice Weidel, dem Ehrenvorsitzenden Alexander Gauland und dem Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm.

Ob diese Nachrichten wirklich aus deren Postfächern stammen, ist bisher nicht geklärt. Nach Angaben von Cybersicherheits-Beobachtern trägt die jüngste Mail das Datum 12. September. Die Seite sei später offline gegangen. Danach soll eine Torrent-Datei im Umlauf gewesen sein, die angeblich die vollständigen Mail-Texte enthält.

Ausweise, Zeugnisse, Mitgliedsanträge

Die Bild-Zeitung konnte nach eigenen Angaben einen kleinen Teil des Materials einsehen. Darunter sei ein Foto des Personalausweises von Markus Frohnmaier gewesen, dem stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion. Hinzu kämen weitere Ausweisdokumente, Rechnungen, Kontoauszüge und Zeugnisse. Außerdem sollen Mitgliedsanträge und Mitgliederlisten von Kreisverbänden in Nordrhein-Westfalen dabei sein. Das ist brisant: Wer in Deutschland AfD-Mitglied ist, riskiert schon heute berufliche und gesellschaftliche Nachteile.

AfD wiegelt ab, doch viele Fragen bleiben offen

Die Partei bestätigt den Angriff, nicht aber den behaupteten Umfang. Ein Sprecher sagte der Bild-Zeitung:

„Im September 2026 kam es zu einem Hackerangriff auf einen Hosting-Dienstleister unserer Partei, bei dem offenbar Teile einiger weniger Mail-Postfächer – von denen die meisten seit Jahren nicht mehr genutzt waren – widerrechtlich kopiert wurden.“

Die aktuellen Konten des Bundesverbandes seien nicht betroffen. Laut B.Z. hat die Parteispitze die Landesverbände per interner Mail informiert. Der Angriff sei schnell bemerkt und gestoppt worden, alle betroffenen Nutzer seien benachrichtigt. Wer hinter der Attacke steckt, weiß bisher niemand. Auch welcher Dienstleister betroffen ist, bleibt unbekannt. Die AfD prüft nun, ob das veröffentlichte Material echt ist.

Nicht der erste Angriff

Die AfD wird nicht zum ersten Mal Ziel von Hackern. Schon 2014 verschafften sich Unbekannte Medienberichten zufolge Zugriff auf E-Mails der Partei und stellten Daten von Käufern aus dem damaligen Gold-Shop der AfD ins Netz. Erst Anfang September dieses Jahres meldete zudem die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag einen Vorfall: Über die Mailadresse ihres Pressesprechers Hans-Jörg Jenewein seien Phishing-Mails mit verdächtigen PDF-Anhängen verschickt worden. Ob das mit dem aktuellen Datendiebstahl zusammenhängt, ist nicht belegt.

Die heikle Rolle der Medien

Im Netz wird inzwischen heftig darüber gestritten, wie Journalisten mit dem Material umgehen. Kritiker weisen darauf hin, dass Filesharing-Programme wie BitTorrent heruntergeladene Daten gleichzeitig an andere Nutzer weitergeben. Wer so lädt, verbreitet die Daten also womöglich selbst weiter. Manche Kommentatoren werfen deshalb die Frage auf, ob hier der Straftatbestand der Datenhehlerei oder Verstöße gegen die DSGVO berührt sein könnten. Geklärt ist das bisher nicht.

Eines ist aber klar: Gestohlene Daten bleiben gestohlene Daten, egal welche Partei es trifft. Wäre eine Regierungspartei betroffen, würden viele wohl sofort von einem Angriff auf die Demokratie sprechen. Ob bei der größten Oppositionspartei derselbe Maßstab gilt, zeigt sich in den nächsten Tagen. Viele Bürger dürften darauf genau achten.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“