
Der Traum vom Eigenheim stirbt: Nur noch 5,7 Prozent der jungen Deutschen können sich ein Haus leisten

Es ist eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Gerade einmal 5,7 Prozent der Erwachsenen zwischen 30 und 44 Jahren verfügen in Deutschland noch über genügend Eigenkapital, um überhaupt einen Kredit für ein Eigenheim aufnehmen zu können. Das bedeutet im Umkehrschluss: Für 94,3 Prozent der Menschen in ihrer produktivsten Lebensphase bleibt das eigene Haus eine Fata Morgana – ein Trugbild, das mit jedem Jahr weiter in die Ferne rückt.
Die schleichende Enteignung der Mittelschicht
Das Berliner Forschungsinstitut „empirica" hat in seinem aktuellen Erschwinglichkeitsbarometer erneut nachgerechnet – und die Ergebnisse sind verheerend. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Anteil noch bei 5,8 Prozent lag, ist die Quote abermals gesunken. Wer nun glaubt, dies sei ein kurzfristiger Trend, der irrt gewaltig. Noch 2008 konnten sich immerhin zehn Prozent der Erwachsenen den Schritt ins Eigenheim leisten. Seitdem geht es fast nur bergab. Der absolute Tiefpunkt wurde 2022 mit 5,1 Prozent erreicht, eine minimale Erholung auf 5,8 Prozent im Jahr 2023 erwies sich als Strohfeuer.
Doch nicht nur das Eigenkapital fehlt. Auch die Einkommenshürde wird für immer mehr Haushalte unüberwindbar. Nur noch 39 Prozent aller untersuchten Haushalte verfügten im vergangenen Jahr über ein ausreichend hohes Einkommen, um überhaupt kreditwürdig zu sein. Vor zehn Jahren waren es noch 61 Prozent. Man muss sich diese Entwicklung vergegenwärtigen: Innerhalb einer Dekade hat sich der Anteil der Menschen, die sich rein einkommensseitig ein Eigenheim leisten könnten, nahezu halbiert.
Ein Land der zwei Geschwindigkeiten
Die regionalen Unterschiede sind dabei frappierend und zeichnen ein Bild der Zerrissenheit. In Berlin, der Hauptstadt eines Landes, das sich gerne als wirtschaftliches Schwergewicht Europas inszeniert, verfügen gerade einmal 17 Prozent der Haushalte über ein ausreichendes Einkommen für einen Immobilienkredit. Beim Eigenkapital sieht es noch düsterer aus: In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben nur zwischen zwei und vier Prozent der jungen Erwachsenen genug Ersparnisse angehäuft.
Auf der anderen Seite stehen Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Thüringen, das Saarland und Bremen, wo die Einkommenshürde von 57 bis 71 Prozent der Haushalte noch bewältigt werden kann. Der Grund ist simpel: Wo die Immobilienpreise niedriger sind, reicht auch ein bescheideneres Gehalt. Generell gilt, dass der ländliche Raum sowohl bei der Einkommens- als auch bei der Eigenkapitalhürde deutlich besser abschneidet als die aufgeblähten Metropolen.
Die Rechnung, die nicht aufgeht
Das Institut empirica legt seinen Berechnungen zugrunde, dass Kreditinstitute in der Regel mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital verlangen – zuzüglich regionaler Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer und Notargebühren. Wer also ein Haus für 400.000 Euro kaufen möchte, muss je nach Bundesland zwischen 100.000 und 130.000 Euro auf der hohen Kante haben. Für einen durchschnittlichen Arbeitnehmer, dem der Staat bereits rund die Hälfte seines Bruttoeinkommens durch Steuern und Sozialabgaben abnimmt, ist das schlicht unmöglich.
Politisches Versagen mit Ansage
Man muss kein Volkswirt sein, um die Ursachen dieser Misere zu erkennen. Jahrzehntelang hat die deutsche Politik den Immobilienerwerb für Normalverdiener systematisch erschwert. Explodierende Grunderwerbsteuern, immer neue energetische Auflagen, eine Bürokratie, die jeden Bauherrn in den Wahnsinn treibt, und eine Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die die Immobilienpreise in astronomische Höhen getrieben hat – all das ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen.
Und was tut die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz? Statt die Abgabenlast zu senken und den Bürgern mehr Netto vom Brutto zu lassen, wird ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen aufgelegt, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten wird. Die Klimaneutralität bis 2045 wurde gar im Grundgesetz verankert – was nichts anderes bedeutet, als dass energetische Sanierungspflichten und Bauvorschriften in Zukunft noch strenger und teurer werden dürften. Wer in diesem Umfeld noch an den Traum vom Eigenheim glaubt, der glaubt vermutlich auch an den Weihnachtsmann.
Was empirica fordert – und was die Politik ignoriert
Das Forschungsinstitut selbst fordert, dass der Staat die Erwerbsnebenkosten senken und die Bildung von Eigenkapital aktiv fördern solle. Vernünftige Vorschläge, zweifellos. Doch sie verhallen seit Jahren ungehört in den Fluren der Ministerien. Stattdessen fließen Milliarden in ideologische Prestigeprojekte, in eine ausufernde Entwicklungshilfe und in ein Sozialsystem, das längst an seine Grenzen gestoßen ist. Die Prioritäten dieser Politik sind offenkundig – und der hart arbeitende Bürger, der sich ein bescheidenes Zuhause für seine Familie wünscht, gehört nicht dazu.
Eigenkapital aufbauen – aber wie?
In Zeiten, in denen die Inflation das Ersparte auffrisst und die Zinsen auf Sparkonten bestenfalls ein müdes Lächeln hervorrufen, stellt sich für viele Deutsche die Frage, wie sie überhaupt noch Vermögen aufbauen können. Die Geschichte lehrt uns, dass in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Fehlsteuerung physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher dienen. Wer sein Erspartes vor der schleichenden Entwertung schützen möchte, sollte eine Beimischung von Edelmetallen in sein Anlageportfolio zumindest ernsthaft in Erwägung ziehen – als Fundament für den langfristigen Vermögensaufbau und als Absicherung gegen die Unwägbarkeiten einer Politik, die den Bürger offenbar lieber als Mieter denn als Eigentümer sehen möchte.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.
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