
Deutsche Autokonzerne im Würgegriff: Mercedes-Absatz stürzt ab, VW kämpft ums Überleben

Die Schlagzeilen könnten kaum düsterer sein für die einstigen Flaggschiffe der deutschen Industrie. Mercedes-Benz verzeichnet einen dramatischen Absatzeinbruch von neun Prozent, während auch der Volkswagen-Konzern unter dem Druck internationaler Handelskonflikte und eines erbarmungslosen Wettbewerbs in China ächzt. Was sich hier abzeichnet, ist nichts weniger als ein Menetekel für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Trumps Zollkeule trifft deutsche Premiumhersteller mit voller Wucht
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Gerade einmal 1,8 Millionen Fahrzeuge konnte die Stuttgarter Premiummarke im vergangenen Jahr absetzen. In den Vereinigten Staaten, einst ein Eldorado für deutsche Luxuskarossen, brachen die Verkäufe an Händler um zwölf Prozent ein. Die von Präsident Donald Trump eingeführten Importzölle von 25 Prozent auf ausländische Automobile entfalten ihre volle protektionistische Wirkung – und deutsche Hersteller zahlen die Zeche.
Besonders bitter: Während Mercedes in den USA strauchelt, festigt der bayerische Erzrivale BMW seine Position als weltweit führender Premiumhersteller. Mit 2,17 Millionen verkauften Fahrzeugen der Kernmarke behaupten sich die Münchener trotz eines leichten Rückgangs deutlich besser im internationalen Wettbewerb.
China: Vom Wachstumsmotor zum Problemkind
Noch dramatischer gestaltet sich die Lage im Reich der Mitte. Mercedes musste in China einen verheerenden Absatzrückgang von 19 Prozent hinnehmen. Die Gründe liegen auf der Hand: Chinesische Hersteller wie BYD oder NIO überfluten den Markt mit preisgünstigen Elektrofahrzeugen, während die Nachfrage nach Verbrennungsmotoren kontinuierlich sinkt. Die deutschen Hersteller haben den Trend zur Elektromobilität schlichtweg verschlafen – und bezahlen nun einen hohen Preis dafür.
Auch der Volkswagen-Konzern leidet unter der chinesischen Offensive. Mit 2,69 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen in China verzeichneten die Wolfsburger ein Minus von acht Prozent. In Nordamerika sackte die Zahl der Auslieferungen sogar um 10,4 Prozent auf magere 946.800 Fahrzeuge ab.
Ein Lichtblick am Horizont?
Immerhin: In Europa konnte VW zulegen. 3,38 Millionen Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 3,8 Prozent. Auch bei Elektroautos verzeichnet der Konzern kräftiges Wachstum – weltweit wurden 983.100 E-Autos ausgeliefert, fast ein Drittel mehr als im Vorjahr.
„Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie die Zölle und der Entfall der Elektroförderung in den USA haben unser Geschäft beeinträchtigt"
So beschreibt Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert die prekäre Lage. Eine Untertreibung, die an Zynismus grenzt.
Die bittere Wahrheit: Jahrzehnte verfehlter Industriepolitik
Was wir hier erleben, ist das Ergebnis einer Politik, die den Wirtschaftsstandort Deutschland systematisch geschwächt hat. Während andere Nationen ihre Industrie schützen und fördern, hat sich die deutsche Politik in ideologischen Grabenkämpfen um Klimaziele und Verbrennerverbote verloren. Die Quittung kommt nun in Form von Absatzeinbrüchen und Stellenabbau.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor einer Herkulesaufgabe: Sie muss die deutsche Automobilindustrie wieder wettbewerbsfähig machen – und zwar schnell. Denn eines ist klar: Wenn die Autoindustrie hustet, bekommt ganz Deutschland eine Lungenentzündung. Die Zeit des Zauderns ist vorbei.
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