
Deutsche verweigern Wehrdienst: Das pazifistische Paradoxon einer wehrlosen Nation
Die Deutschen haben offenbar ihre Lektion aus zwei verlorenen Weltkriegen gelernt – allerdings die falsche. Eine aktuelle Forsa-Umfrage offenbart schonungslos die militärische Schizophrenie unserer Gesellschaft: Während 59 Prozent der Bundesbürger nicht bereit wären, ihr Land mit der Waffe zu verteidigen, fordern gleichzeitig 67 Prozent eine Verdopplung der Verteidigungsausgaben. Man könnte meinen, die Deutschen wollten sich ihre Sicherheit erkaufen, ohne selbst dafür einstehen zu müssen.
Die Realitätsverweigerung einer saturierten Gesellschaft
Besonders bemerkenswert erscheint die Diskrepanz zwischen Bedrohungswahrnehmung und Verteidigungsbereitschaft. Nur 27 Prozent der Befragten halten einen militärischen Angriff auf Deutschland in den nächsten fünf Jahren für wahrscheinlich. Diese Zahlen sprechen Bände über den Zustand einer Nation, die sich in ihrer Komfortzone eingerichtet hat und glaubt, Konflikte ließen sich mit Dialogbereitschaft und Entwicklungshilfe lösen.
Die Gender-Kluft in der Verteidigungsfrage könnte kaum größer sein: Während "nur" 46 Prozent der Männer den Wehrdienst verweigern würden, sind es bei den Frauen satte 72 Prozent. Hier zeigt sich die volle Tragweite einer jahrzehntelangen Feminisierung und Pazifizierung unserer Gesellschaft. Die traditionellen Geschlechterrollen, die einst für den Schutz der Gemeinschaft sorgten, wurden systematisch dekonstruiert – mit fatalen Folgen für unsere Wehrhaftigkeit.
Der internationale Vergleich als Armutszeugnis
Im internationalen Vergleich stehen die Deutschen als militärische Drückeberger da. Während in den USA immerhin 41 Prozent bereit wären, ihr Land zu verteidigen, sind es hierzulande mickrige 16 Prozent. Selbst der EU-Durchschnitt liegt mit 32 Prozent doppelt so hoch. Diese Zahlen sollten jeden aufrechten Deutschen beschämen.
Die Deutschen wollen offenbar eine Armee haben, aber niemand will darin dienen. Sie fordern Sicherheit, sind aber nicht bereit, dafür persönliche Opfer zu bringen.
Die Wehrpflicht als letzte Hoffnung?
Paradoxerweise sprechen sich 60 Prozent der Befragten für die Wiedereinführung der Wehrpflicht aus – allerdings nur, wenn nicht genügend Freiwillige gefunden werden können. Man möchte also andere zwingen, was man selbst nicht freiwillig tun würde. Diese Doppelmoral ist symptomatisch für eine Gesellschaft, die ihre Verantwortung gerne delegiert.
Die Bundeswehr selbst wird von 41 Prozent als eine der schlechter ausgerüsteten NATO-Armeen eingeschätzt. Nach Jahren grüner Abrüstungspolitik und ideologischer Experimente mit Kindergärten in Kasernen und Schwangerenuniformen für Soldatinnen verwundert das kaum. Die Truppe wurde systematisch kaputtgespart und zur Lachnummer degradiert.
Die politische Dimension des Wehrunwillens
Besonders aufschlussreich ist die parteipolitische Aufschlüsselung: Während CDU/CSU-Anhänger mit 92 Prozent geschlossen hinter höheren Militärausgaben stehen, zeigen sich bei Linken (59 Prozent dagegen) und AfD (52 Prozent dagegen) deutliche Widerstände. Dass ausgerechnet die AfD-Basis ihrer eigenen Parteichefin Alice Weidel widerspricht, die sogar 5 Prozent des BIP für Verteidigung fordert, zeigt die Zerrissenheit im rechten Lager.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor einem Dilemma: Einerseits hat sie versprochen, keine neuen Schulden zu machen, andererseits plant sie ein 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur. Die geplante Verdopplung der Verteidigungsausgaben wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen belasten – für eine Armee, in der kaum jemand dienen will.
Ein Volk von Zivilschützern statt Soldaten
Immerhin 88 Prozent der Deutschen wären bereit, sich am Zivilschutz zu beteiligen. Man will also helfen, aber bitte ohne Gefahr für Leib und Leben. Diese Haltung mag menschlich verständlich sein, zeugt aber von einer fundamentalen Fehleinschätzung moderner Bedrohungslagen. In einer Welt, in der Russland seine militärischen Muskeln spielen lässt und die NATO-Partner im Baltikum um ihre Sicherheit bangen, reicht Zivilschutz allein nicht aus.
Die Deutschen müssen sich entscheiden: Wollen sie weiterhin in ihrer pazifistischen Traumwelt leben und darauf hoffen, dass andere für ihre Sicherheit sorgen? Oder sind sie bereit, wieder Verantwortung für ihr eigenes Schicksal zu übernehmen? Die aktuellen Umfrageergebnisse lassen wenig Hoffnung auf ein Umdenken. Ein Volk, das nicht bereit ist, sich selbst zu verteidigen, hat seine Zukunft bereits verspielt.
Die zunehmende Kriminalität im Inland, die täglichen Messerattacken und die wachsende Bedrohung von außen erfordern ein radikales Umdenken. Wir brauchen keine Gender-Beauftragten in der Bundeswehr, sondern kampfbereite Soldaten. Wir brauchen keine Dialogoffensiven, sondern Abschreckung. Und vor allem brauchen wir Bürger, die bereit sind, für ihre Freiheit einzustehen – notfalls mit der Waffe in der Hand.
- Themen:
- #Umfragen

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik