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Kettner Edelmetalle
12.02.2026
11:41 Uhr

Deutschlands Haushaltskollaps: Wenn der Staat mehr ausgibt, als er jemals einnehmen kann

Es ist eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: 500 Milliarden Euro gibt der Bund mittlerweile jährlich aus. Das sind fast 70 Prozent mehr als noch vor einem Jahrzehnt. Und wohin fließt dieses Geld? Nicht etwa in Straßen, Brücken oder Schulen – sondern in ein aufgeblähtes Sozialsystem und explodierende Zinslasten. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) legt den Finger in eine Wunde, die längst zum Geschwür geworden ist.

Die Mär von den externen Krisen

Die Bundesregierung unter Friedrich Merz wird nicht müde, die angespannte Haushaltslage auf äußere Umstände zu schieben: den Ukraine-Krieg, die Energiekrise, die Nachwirkungen der Pandemie. Doch die IW-Forscher zeichnen ein völlig anderes Bild. Die wahren Kostentreiber sind hausgemacht. Steigende Sozialleistungen und die Zinslast auf eine immer weiter wachsende Staatsverschuldung – das sind die eigentlichen Brandbeschleuniger der deutschen Haushaltsnot. Man könnte auch sagen: Berlin hat sich seine Misere selbst eingebrockt.

Besonders pikant: Während die Bundesausgaben seit 2014 um fast 70 Prozent in die Höhe geschossen sind, stiegen die Steuereinnahmen im selben Zeitraum lediglich um 40 Prozent. Die Inflation lag bei mageren 37 Prozent. Der Staat hat also fast doppelt so schnell Geld ausgegeben, wie die Preise gestiegen sind. Das ist keine solide Haushaltspolitik – das ist fiskalischer Wahnsinn.

Rekordschulden statt Zukunftsinvestitionen

Erinnern wir uns kurz: Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Was ist daraus geworden? Die Lockerung der Schuldenbremse im Frühjahr 2025 – jenes berüchtigte 500-Milliarden-Sondervermögen, das in Wahrheit nichts anderes ist als ein gigantisches Schuldenpaket – hat die Neuverschuldung auf einen historischen Rekordwert von 143 Milliarden Euro im vergangenen Jahr katapultiert. So viel zum Thema Haushaltsdisziplin.

Und wofür? Nicht für Bildung, nicht für Infrastruktur, nicht für die Zukunftsfähigkeit dieses Landes. Über 40 Prozent der Bundesmittel versickern im Sozialsystem, allen voran in der Rente. Die Verwaltungskosten sind auf satte 11 Prozent geklettert. Für Bildung hingegen bleiben gerade einmal 9,3 Prozent übrig. Deutschland, einst Bildungsnation, wird von den skandinavischen Ländern, den Benelux-Staaten und sogar von Österreich und der Schweiz regelrecht abgehängt. Mit einer Bildungsquote von nur 4,5 Prozent der Wirtschaftsleistung ist das Land der Dichter und Denker zum Schlusslicht geworden.

Warnung vor der fiskalischen Sackgasse

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, findet deutliche Worte. Er warnt vor einer „finanziellen Instabilität des Bundes". Da Zukunftsinvestitionen fast ausschließlich über neue Schulden finanziert würden, fresse die rasant steigende Zinslast den ohnehin schwindenden Handlungsspielraum auf. Ohne tiefgreifende Strukturreformen steuere der Haushalt auf eine Sackgasse zu. Eine Einschätzung, der man kaum widersprechen kann.

Was wir hier beobachten, ist nichts Geringeres als die schleichende Selbstentmachtung des Staates. Jeder Euro, der heute für Zinsen ausgegeben wird, fehlt morgen für Schulen, Straßen und Sicherheit. Jeder Euro, der in ein überbordend großzügiges Sozialsystem fließt, ohne dass die Gegenfinanzierung steht, belastet kommende Generationen. Es ist eine Politik, die auf Kosten unserer Kinder und Enkel lebt – und das in einem Ausmaß, das historisch beispiellos ist.

Gold als Anker in stürmischen Zeiten

Angesichts einer solchen Haushaltspolitik, die den Wert des Euro durch immer neue Schulden systematisch untergräbt, drängt sich die Frage auf: Wie schützt der einzelne Bürger sein Erspartes? Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten, in denen Regierungen die Druckerpresse anwerfen und die Kaufkraft des Geldes erodiert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Investitionsentscheidungen. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

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