
Deutschlands Mittelstand kollabiert: Traditionsunternehmen Wehrle-Werk nach 165 Jahren am Ende
Ein weiterer schwarzer Tag für die deutsche Wirtschaft: Das renommierte Wehrle-Werk aus Emmendingen hat nach 165 Jahren Firmengeschichte Insolvenz angemeldet. Was einst als solides Familienunternehmen im Jahr 1860 gegründet wurde, fällt nun der desaströsen Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre zum Opfer. 250 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft – ein Schicksal, das in Deutschland mittlerweile zur traurigen Normalität geworden ist.
Vom Umweltpionier zum Insolvenzfall
Die Ironie könnte bitterer nicht sein: Ausgerechnet ein Unternehmen, das sich auf nachhaltige Abwasserreinigung und biologische Umwelttechnologien spezialisiert hatte, wird nun Opfer einer Politik, die vorgibt, die Umwelt retten zu wollen. Seit den 1980er Jahren hatte sich das Wehrle-Werk erfolgreich auf die Behandlung von Abwasser und Abfällen fokussiert – ein Geschäftsmodell, das eigentlich zukunftssicher schien.
Das Unternehmen produzierte innovative Anlagen zur Biogasgewinnung aus Abwasser und reinigte Sickerwasser aus Mülldeponien mit modernsten biologischen und physikalisch-chemischen Verfahren. Doch all diese Expertise und Innovation konnten das Unternehmen nicht vor dem wirtschaftlichen Kollaps bewahren.
Die wahren Ursachen des Niedergangs
Offiziell werden die üblichen Verdächtigen genannt: Der Ukraine-Krieg habe dem Unternehmen geschadet, da etwa fünf Prozent des Umsatzes aus Russland-Geschäften stammten. Zwei Großaufträge seien weggebrochen, und eine Softwareumstellung habe Probleme bereitet. Doch wer genauer hinsieht, erkennt das wahre Muster hinter dieser Pleite.
„Die Verluste sind heftig", gestand der ehemalige Vorstand Heiner Steinberg ein. Bei einem Umsatz von 50 Millionen Euro verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 17 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2022/23.
Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Hier handelt es sich nicht um normale Marktschwankungen, sondern um die Folgen einer systematischen Deindustrialisierung Deutschlands. Die explodierenden Energiekosten, überbordende Bürokratie und eine ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik haben ein weiteres Traditionsunternehmen in die Knie gezwungen.
Ein Sanierungsversuch, der zum Scheitern verurteilt war
Ende 2024 holte man Axel Buchholz als Sanierungsvorstand ins Unternehmen. Doch selbst der erfahrenste Krisenmanager kann ein Unternehmen nicht retten, wenn die Rahmenbedingungen fundamental gegen den Wirtschaftsstandort Deutschland arbeiten. Buchholz musste nun die bittere Entscheidung treffen und Insolvenz anmelden.
Seine Begründung klingt wie eine Kapitulationserklärung: „schwierige Konjunkturlage, Verzögerungen in der Abwicklung von Projekten und stark schwankende Auftragseingänge." Was er nicht sagt, aber jeder zwischen den Zeilen lesen kann: In einem Land, in dem Ideologie vor Wirtschaftsvernunft geht, haben mittelständische Unternehmen keine Chance mehr.
Die menschliche Tragödie hinter den Zahlen
250 Familien stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Zwar sollen die Gehälter vorerst gesichert sein, doch was danach kommt, steht in den Sternen. Diese Menschen haben jahrelang ihr Fachwissen und ihre Arbeitskraft in ein Unternehmen investiert, das eigentlich alles richtig gemacht hat: Es war innovativ, nachhaltig und international aufgestellt.
Doch in einem Land, in dem die Politik lieber Milliarden für fragwürdige Klimaprojekte verschleudert, anstatt die heimische Wirtschaft zu stärken, zählt all das nichts mehr. Die Mitarbeiter des Wehrle-Werks reihen sich ein in die wachsende Zahl derer, die den Preis für eine verfehlte Wirtschaftspolitik zahlen müssen.
Ein Unternehmen, das Kriege überstand, scheitert am grünen Zeitgeist
Die historische Dimension dieser Pleite kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das Wehrle-Werk überstand das Königreich Baden, das Kaiserreich, zwei Weltkriege, die Weimarer Republik, die Nazi-Diktatur und den Wiederaufbau. Es überlebte Hyperinflationen und Wirtschaftskrisen. Doch die aktuelle Politik schaffte, was selbst zwei Weltkriege nicht vermochten: die Zerstörung eines 165 Jahre alten Traditionsunternehmens.
Diese bittere Ironie zeigt überdeutlich, wie weit sich Deutschland von seinen wirtschaftlichen Grundlagen entfernt hat. Ein Land, das einst für seine soliden Familienunternehmen und seinen innovativen Mittelstand bekannt war, opfert nun seine industrielle Basis auf dem Altar einer realitätsfernen Klimapolitik.
Die Lehren aus dem Fall Wehrle
Der Niedergang des Wehrle-Werks sollte ein Weckruf sein – wird es aber vermutlich nicht. Zu sehr sind die politischen Entscheidungsträger in ihrer ideologischen Blase gefangen. Während sie von der „Großen Transformation" träumen, transformiert sich die deutsche Wirtschaft tatsächlich – allerdings in Richtung Abgrund.
Was Deutschland braucht, sind keine weiteren Klimaziele und Regulierungen, sondern eine Rückbesinnung auf wirtschaftliche Vernunft. Niedrige Energiekosten, weniger Bürokratie und eine Politik, die Unternehmen unterstützt statt gängelt. Doch davon ist unter der aktuellen Großen Koalition nichts zu erwarten.
Die Insolvenz des Wehrle-Werks ist mehr als nur eine weitere Unternehmenspleite. Sie ist ein Symbol für den schleichenden Tod des deutschen Mittelstands. Und sie zeigt einmal mehr: Wer in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sein Vermögen sichern will, sollte nicht auf die Politik vertrauen, sondern auf bewährte Werte setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben schon viele Krisen überstanden – im Gegensatz zu vielen einst stolzen deutschen Unternehmen.
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