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Kettner Edelmetalle
16.09.2026
12:10 Uhr
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Diesel-Aufstand im Handwerk: „Abgeordnete müssen jetzt handeln!“

Diesel-Aufstand im Handwerk: „Abgeordnete müssen jetzt handeln!“
Symbolbild: KI-generiert

Die Handwerkskammer Dresden macht Druck auf Berlin. Sie fordert einen Gewerbediesel nach dem Vorbild des Agrardiesels – und zwar sofort. Anlass sind Kraftstoffpreise, die sich für viele Betriebe zwischen Erzgebirge und Lausitz zur Existenzfrage entwickeln.

Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski nahm dabei ausdrücklich die Volksvertreter seines Bundeslandes in die Pflicht:

„Die sächsischen Bundestagsabgeordneten müssen jetzt ins Laufen kommen und handeln“

Wenn der Kunde die Handwerkerrechnung nicht mehr zahlen kann

Brzezinski verwies auf eine gefährliche Gemengelage: hohe Lohnnebenkosten, steigende Energie- und Spritausgaben. Die Sorge in den Betrieben sei groß, ob Kunden Handwerkerleistungen künftig überhaupt noch bezahlen könnten. Über die Soforthilfe hinaus erwarte die Kammer, dass angekündigte Reformen endlich umgesetzt würden.

Der Vorstoß steht nicht allein. Der Sächsische Handwerkstag – nach eigenen Angaben mit über 54.000 Betrieben und rund 280.000 Beschäftigten die größte Landeshandwerksorganisation Ostdeutschlands – hatte den Gewerbediesel bereits gefordert. Auch der Landesinnungsverband des sächsischen Straßenbaugewerbes zog mit.

Niedrigwasser treibt den Preis zusätzlich

Handwerkstagspräsident Uwe Nostitz verwies darauf, dass Logistikketten, Fuhrparks und Baumaschinen praktisch ausschließlich mit Diesel liefen. Die Kosten liefen aus dem Ruder und verteuerten am Ende Produkte wie Dienstleistungen. Verschärft werde das durch das Niedrigwasser nach dem trockenen Sommer: Was sonst per Schiff fahre, rolle nun über die Straße – die Dieselnachfrage steige, der Preis gleich mit.

Rund 36 Milliarden Euro Umsatz hat das sächsische Handwerk im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Die Organisation sieht diesen Wert nun gefährdet.

Scharf kritisierte Nostitz die neue Regel, wonach Tankstellen den Preis nur einmal täglich – mittags um zwölf – anheben, aber beliebig oft senken dürfen. Ökonomen hätten davor gewarnt; sinnvoller wäre laut Wissenschaft die Umkehrung des Mechanismus. Sein Fazit fiel bemerkenswert trocken aus: Die Politik solle generell mehr auf die Wissenschaft hören.

Merz verspricht – die Wirtschaftsweise bremst

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte am Dienstag in Berlin, für viele Pendler sei eine „Belastungsgrenze“ erreicht. Das Instrumentarium stehe noch nicht fest, man werde aber „Steuern und Abgaben in den Blick nehmen“. Medienberichten zufolge kletterte Super E10 zuletzt erstmals auf 2,30 Euro je Liter – der vierte Rekord in Folge.

Die Mineralölbranche erwartet eine Normalisierung frühestens im kommenden Jahr. Als Ursachen gelten der hohe Rohölpreis und beschädigte Raffinerien in Kriegsgebieten; infolge des Iran-Krieges seien Öl- und Gasmengen am Weltmarkt deutlich verknappt.

Monika Schnitzer, Chefin der Wirtschaftsweisen, warnte in der Rheinischen Post vor pauschalen Geschenken: Tankrabatt oder Preisdeckel seien „aus ökonomischer Sicht der falsche Weg“, weil sie das Knappheitssignal abschwächten und den Staat viel Geld kosten könnten. Auch eine Übergewinnsteuer sei kein einfacher Ausweg. Es handele sich um eine Krise, deren Lasten sich nicht vollständig „wegsubventionieren“ ließen.

Der eigentliche Skandal liegt tiefer

Bemerkenswert ist die Schieflage: Landwirte erhalten ab dem Verbrauchsjahr 2026 laut offiziellen Angaben wieder die volle Agrardiesel-Rückvergütung von 21,48 Cent je Liter – der Handwerker mit demselben Transporter bekommt nichts. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Fall vor allem eines: Wer Energie jahrelang über Steuern, Abgaben und CO₂-Bepreisung künstlich verteuert, darf sich über den Aufschrei aus dem Mittelstand nicht wundern.

Und wenn Papierwährung an der Zapfsäule spürbar an Kaufkraft verliert, rückt für viele Bürger die Frage der Vermögenssicherung in den Blick. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber gelten seit Generationen als bewährte Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir erbringen weder Steuer- noch Rechtsberatung. Die Einschätzungen geben unsere Meinung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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