
Diplomatischer Bückling: Merz krebst nach verbalem Ausrutscher zu Trump zurück
Nach Wochen der eisigen Funkstille zwischen Berlin und Washington meldet sich der deutsche Bundeskanzler nun mit gesenktem Haupt am Telefonhörer. Friedrich Merz griff am Freitag zum Apparat, um mit US-Präsident Donald Trump – der gerade auf dem Rückflug aus China war – ein Gespräch zu führen, das in Berlin als diplomatischer Befreiungsschlag, in Washington wohl eher als gebührende Wiedergutmachung verstanden werden dürfte. Auf der Plattform X sprach Merz hernach von einem „guten Telefonat" und beschwor Einigkeit in der Iran-Frage.
Vom Brüskieren zum Beschwichtigen
Man erinnere sich: Es war Merz selbst, der Ende April mit unbedachten Worten Porzellan zertrümmert hatte. Den USA warf er vor, sie hätten „offensichtlich keine Strategie" im Umgang mit Teheran. Eine „ganze Nation" werde durch die iranische Staatsführung „gedemütigt", tönte der Kanzler – und gefiel sich offenbar in der Rolle des außenpolitischen Oberlehrers. Trump quittierte diese Anmaßung mit gewohnter Direktheit: Merz wisse nicht, wovon er rede.
Die Quittung folgte prompt. Anfang Mai kündigte der US-Präsident den Abzug Tausender amerikanischer Soldaten aus Deutschland an. Ein deutlicher Schuss vor den Bug einer Bundesregierung, die im transatlantischen Verhältnis ein historisches Sensibilitätsdefizit an den Tag legt. Wer austeilt, ohne sich der eigenen militärischen Abhängigkeit bewusst zu sein, muss sich nicht wundern, wenn der Schutzpatron seine Garnisonen verlegt.
Eine Einigkeit, die nach Damaskus-Erlebnis klingt
Nun also der Schwenk. „Wir sind uns einig", lässt Merz wissen. Iran müsse an den Verhandlungstisch, die Straße von Hormus geöffnet werden, Teheran dürfe keine Nuklearwaffen besitzen. Bemerkenswert: Genau diese Positionen hatte die Trump-Administration bereits seit Wochen vertreten. Der Kanzler übernimmt damit faktisch die amerikanische Linie – nachdem er sie zuvor lautstark in Zweifel gezogen hatte.
Trump kann derweil handfeste Erfolge vorweisen. In Peking habe Xi Jinping, so die amerikanische Darstellung, Bereitschaft signalisiert, bei der Öffnung der Straße von Hormus zu helfen. Zudem habe China zugesagt, den Iran nicht militärisch zu unterstützen. Das ist Realpolitik im großen Stil – während sich Berlin in moralischen Stehgreifreden übt.
Ukraine, NATO und die Frage der Glaubwürdigkeit
Auch der Ukraine-Krieg sowie der bevorstehende NATO-Gipfel im türkischen Ankara Anfang Juni standen auf der Agenda des Telefonats. Details verriet der Kanzler keine – wohl klüger, nachdem die letzten öffentlichen Einlassungen derart bumerangartig zurückkamen. Merz beschwor: „Die USA und Deutschland sind starke Partner in einer starken NATO." Ein Satz, der nach jüngsten Vorgängen mehr nach Wunschdenken als nach Beschreibung der Realität klingt.
In Berliner Regierungskreisen wird das Gespräch als Zeichen gewertet, dass Washington kein dauerhaftes Zerwürfnis wolle. Doch wer genau hinsieht, erkennt: Es war Merz, der den Hörer abnehmen musste. Die Initiative kam aus Berlin, nicht aus Washington. Die Lehre für eine deutsche Außenpolitik, die seit dem Ende der Ära Merkel offenbar das Augenmaß verloren hat: Wer auf der Weltbühne mitspielen will, sollte sein eigenes Gewicht kennen – und nicht jenes überschätzen.
Edelmetalle als Anker in turbulenten Zeiten
Die geopolitischen Verwerfungen rund um den Iran, die Straße von Hormus und die zunehmenden Verwerfungen im transatlantischen Verhältnis machen einmal mehr deutlich, wie verletzlich die globale Ökonomie geworden ist. In solchen Phasen historischer Unsicherheit haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrhunderten als verlässlicher Anker bewährt. Sie sind keiner Diplomatie, keiner Tweetlaune und keiner Sanktionsspirale unterworfen – und gerade deshalb eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportefeuille.
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