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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
07:48 Uhr

Drohne über Kiews Antikorruptionsbehörde: Wenn Ermittler selbst ins Fadenkreuz geraten

Drohne über Kiews Antikorruptionsbehörde: Wenn Ermittler selbst ins Fadenkreuz geraten

Es klingt wie eine Szene aus einem Spionagethriller, doch es ist bittere Realität in der Ukraine: Über dem Gelände der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft SAPO in Kiew wurde nachts eine unbekannte Drohne gesichtet. Wer das Fluggerät steuerte, zu welchem Zweck es dort kreiste und ob es zivilen oder staatlichen Ursprungs war – all das bleibt bislang im Dunkeln. Die Polizei ermittelt, doch die Antworten lassen auf sich warten.

Systematische Einschüchterung statt Zufall?

Wer glaubt, es handle sich um einen isolierten Vorfall, der irrt gewaltig. Der Drohnenflug reiht sich nahtlos ein in eine beunruhigende Serie von Vorfällen, die auf eine gezielte Kampagne gegen die ukrainischen Antikorruptionsbehörden hindeuten. Erst kürzlich hatte Semen Kryvonos, der Leiter des Nationalen Antikorruptionsbüros NABU, öffentlich Alarm geschlagen: Der Druck auf seine Ermittler nehme massiv zu. Als Beleg führte er den Fund einer professionellen Abhörvorrichtung in der Privatwohnung eines leitenden NABU-Detektivs an – eines Mannes, der ausgerechnet im hochsensiblen Verteidigungssektor ermittelt.

Man muss kein Geheimdienstexperte sein, um zu erkennen, dass eine solche Operation kaum von Amateuren durchgeführt werden kann. Hier sind professionelle Strukturen am Werk, Strukturen mit Ressourcen, Kontakten und offenkundig dem Interesse, unbequeme Ermittlungen zu torpedieren.

Korruption als Krebsgeschwür im Kriegszustand

Die Ukraine befindet sich seit über drei Jahren im Krieg gegen Russland. Milliarden westlicher Hilfsgelder fließen ins Land – und genau hier liegt das Problem. Wo astronomische Summen bewegt werden, blüht die Korruption. Das NABU ermittelt gegen zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten, darunter den ehemaligen Energieminister Herman Haluschtschenko. Ihm werden Geldwäsche und die Beteiligung an einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Der Ex-Minister wurde erst am vergangenen Wochenende beim Versuch festgenommen, das Land zu verlassen. Ein Fluchtversuch, der Bände spricht.

Parallel zu diesen Ermittlungen beobachten Analysten eine auffällige Zunahme negativer Berichterstattung über NABU und SAPO in sozialen Netzwerken, insbesondere auf Telegram. Eine nahezu identische Desinformationskampagne war bereits im Sommer 2025 registriert worden – bezeichnenderweise kurz bevor politische Vorstöße unternommen wurden, die Unabhängigkeit der Antikorruptionsstellen einzuschränken. Das Muster ist so durchsichtig wie besorgniserregend.

Was der Westen daraus lernen sollte

Für den deutschen Steuerzahler, der über EU-Beiträge und bilaterale Hilfen die Ukraine mitfinanziert, sollten diese Entwicklungen ein Weckruf sein. Es reicht nicht, Milliarden zu überweisen und auf das Beste zu hoffen. Wenn ein Land, das um seine Existenz kämpft, gleichzeitig jene Institutionen untergräbt, die Korruption bekämpfen sollen, dann stimmt etwas fundamental nicht. Die Antikorruptionsbehörden der Ukraine beteuern zwar tapfer, dass Einschüchterungsversuche ihre Arbeit nicht behinderten. Doch wie lange kann dieser Widerstand anhalten, wenn Drohnen über Behördengebäuden kreisen und Wanzen in Privatwohnungen auftauchen?

Die westlichen Geberländer – allen voran Deutschland – wären gut beraten, ihre Unterstützung an klare Bedingungen zu knüpfen. Denn eines steht fest: Ein Staat, der sich im Krieg von innen heraus selbst zerfrisst, wird auch mit noch so vielen Waffenlieferungen und Finanzhilfen nicht zu retten sein. Die Drohne über der SAPO ist mehr als ein Sicherheitsvorfall. Sie ist ein Symbol für den schleichenden Verfall rechtsstaatlicher Strukturen in einem Land, das vom Westen als Bollwerk der Demokratie gefeiert wird.

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