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Kettner Edelmetalle
24.07.2026
08:00 Uhr

E-Auto-Wahnsinn frisst seine Kinder: Wieder streicht ein Zulieferer 500 Jobs

E-Auto-Wahnsinn frisst seine Kinder: Wieder streicht ein Zulieferer 500 Jobs

Es ist das immergleiche, traurige Lied der deutschen Deindustrialisierung – und die nächste Strophe stammt vom Maschinen- und Anlagenbauer Dürr aus dem baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen. Bei der Tochtergesellschaft BBS Automation sollen weltweit rund 500 Arbeitsplätze der Streichliste zum Opfer fallen, etwa 200 davon an den vier deutschen Standorten. Wieder eine Zahl, wieder eine Familie, die um ihre Existenz bangt. Und wieder eine Bilanz eines politischen Kurses, der die einst mächtigste Industrienation Europas systematisch zugrunde richtet.

Jede fünfte Stelle unter dem Rotstift

Für BBS ist der Schnitt tief. Der Automatisierungsspezialist mit Hauptsitz in Garching bei München beschäftigt an 20 Standorten rund 2.500 Menschen. Gestrichen wird damit jede fünfte Stelle – ein Aderlass, der die Dimension des Problems erahnen lässt. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man zwar möglichst vermeiden, wie es aus dem Unternehmen heiße, doch ausgeschlossen seien sie mitnichten. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern sollen in Kürze beginnen. Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Erst Mitte 2023 hatte Dürr das Unternehmen übernommen und 2025 gemeinsam mit den Schwestermarken unter einer einheitlichen Marke gebündelt. Kaum ist die Tinte auf dem Übernahmevertrag getrocknet, folgt der Kahlschlag.

Hinter dem Ganzen steckt ein neu aufgelegtes Effizienzprogramm, mit dem jährlich rund 30 Millionen Euro eingespart werden sollen. Für 2026 sind Umbaukosten von 40 bis 50 Millionen Euro veranschlagt. Und die Wachstumsziele? Nach unten korrigiert: Statt 800 Millionen Euro Umsatz erwartet man ab 2030 nur noch mehr als 600 Millionen. Optimismus sieht anders aus.

Die Wurzel des Übels sitzt nicht in Garching

Doch die eigentliche Ursache liegt nicht bei Dürr selbst, sondern bei dessen Kunden – und damit bei einer Politik, die den Absatzmarkt der deutschen Automobilindustrie mit ideologischer Verbohrtheit demontiert hat. BBS entwickelt Automatisierungslösungen für Autohersteller und ihre Zulieferer. Solche Anlagen aber werden nur dann bestellt, wenn neue Fertigungslinien entstehen. Und genau das findet in Deutschland kaum noch statt.

Der von der EU verordnete Zwangsumstieg auf die Elektromobilität verläuft deutlich langsamer, als es sich die grün gefärbten Planwirtschaftler in Brüssel und Berlin in ihren Träumen ausgemalt haben.

Die Wahrheit ist unbequem: Die Bürger wollen sich die teuren Stromer schlicht nicht aufzwingen lassen. Die Verkaufszahlen bleiben hinter den politischen Fantasien zurück, während Wettbewerber aus China Elektroautos zu einem Bruchteil der hiesigen Kosten produzieren. Kein Wunder – dort gibt es keine explodierenden Energiekosten, keine erdrückende Bürokratie, keine Steuer- und Abgabenlast, die jeden Standortvorteil zunichtemacht. Deutschland hat sich mit Energiewende und Verbrenner-Aus selbst die Beine amputiert und wundert sich nun, dass es nicht mehr laufen kann.

Ein Blick in die Bilanzen offenbart das Desaster

Wie eng der Spielraum der einstigen deutschen Vorzeigekonzerne inzwischen ist, zeigen die nackten Zahlen mit erbarmungsloser Deutlichkeit:

  • Bei Mercedes-Benz brach der operative Gewinn 2025 um gut 58 Prozent ein.
  • Bei Porsche schrumpfte er um nahezu unglaubliche 98 Prozent.
  • Beim Volkswagen-Konzern halbierte sich der operative Gewinn.

Die Konsequenz ist ebenso logisch wie verheerend: Statt zu investieren, wird gekürzt. Mercedes will seine weltweite Produktionskapazität bis 2027 von 2,5 auf 2,2 Millionen Fahrzeuge zurückfahren. Volkswagen senkte seine Kapazität zunächst von 12 auf 10 und nun weiter auf 9 Millionen Fahrzeuge jährlich. Wer keine neuen Fabriken baut, bestellt keine neuen Anlagen – und so trifft die Krise mit unbarmherziger Kettenreaktion Zulieferer und Anlagenbauer wie BBS.

Nicht nur das Auto: Ein systemisches Versagen

Dass Dürr auch abseits des Automobilgeschäfts leidet, zeigt die Holzbearbeitungstochter Homag, die bereits seit Ende 2022 in finanziellen Nöten steckt. 2024 lag das bereinigte EBIT bei 258 Millionen Euro – ein Rückgang um acht Prozent. 2025 sank es weiter auf 232,4 Millionen Euro. Es ist kein isolierter Betriebsunfall, sondern Ausdruck eines flächendeckenden Standortverfalls. Allein im Maschinenbau gingen 2025 rund 22.000 Arbeitsplätze verloren. Und die Kürzungswelle rollt unvermindert weiter.

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen: Solange in Deutschland Ideologie über wirtschaftlichen Sachverstand gestellt wird, solange man mit Verbrenner-Verboten und Zwangsmaßnahmen den freien Willen der Verbraucher und Unternehmer aushebelt, wird sich diese Abwärtsspirale fortsetzen. Was hier verloren geht, ist nicht bloß ein Arbeitsplatz da und eine Fabrik dort – es ist industrielles Tafelsilber, jahrzehntelang aufgebautes Know-how, das einmal verschwunden nicht so leicht zurückkehrt.

Was bleibt dem Bürger?

Während Konzerne bröckeln, Arbeitsplätze schwinden und die politische Klasse weiter an ihren Luftschlössern bastelt, stellt sich für jeden Sparer die Frage nach echter Sicherheit. In Zeiten, in denen die Fundamente der deutschen Wirtschaft ins Wanken geraten, besinnen sich kluge Menschen auf das, was über Jahrtausende Bestand hatte: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie kennen keine Bilanzeinbrüche, keine Effizienzprogramme und keine ideologisch verordnete Selbstzerstörung. Als krisenfeste Beimischung eines breit gestreuten Vermögens bieten sie einen Schutz, den keine Politik entwerten kann.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen ersetzen keine individuelle Beratung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der genannten Zahlen und Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

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