
Ehemaliger US-Terrorabwehrchef packt aus: „Die Bedrohung kam nicht vom Iran – sondern von Israel"
Was sich in den vergangenen Tagen in Washington abgespielt hat, dürfte selbst hartgesottene Beobachter der amerikanischen Außenpolitik erschüttern. Joe Kent, bis vor kurzem Direktor des Nationalen Terrorabwehrzentrums (NCTC) und wichtigster Berater Präsident Trumps in Fragen der Terrorismusbekämpfung, hat in einem aufsehenerregenden Interview mit Tucker Carlson schwere Vorwürfe gegen die eigene Regierung erhoben. Der Kern seiner Anschuldigungen: Die Vereinigten Staaten seien nicht wegen einer iranischen Bedrohung in den Krieg gezogen, sondern weil Israel die Entscheidungskette de facto gekapert habe.
Die „unmittelbare Bedrohung" – ein semantisches Täuschungsmanöver?
Kent, der seinen Rücktritt am Dienstag eingereicht hatte, legte in seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Ausscheiden aus der Administration die Mechanismen offen, die zum militärischen Eingreifen der USA gegen den Iran geführt haben sollen. Außenminister Marco Rubio hatte die Angriffe mit einer „unmittelbaren Bedrohung" durch den Iran begründet. Doch Kent stellte diese Darstellung auf den Kopf: Die eigentliche Bedrohung sei nicht vom Iran ausgegangen, sondern von Israel. Denn Israel habe sich auf Angriffe gegen iranische Ziele vorbereitet, was eine iranische Vergeltung gegen US-Streitkräfte in der Region provoziert hätte. Die „unmittelbare Gefahr" war also keine iranische Aggression, sondern die absehbare Konsequenz israelischen Handelns.
„Die Israelis haben die Entscheidung zu diesem Vorgehen vorangetrieben, von dem wir wussten, dass es eine Kette von Ereignissen auslösen würde, weil die Iraner zurückschlagen würden", so Kent wörtlich. Eine Aussage, die in ihrer Tragweite kaum zu überschätzen ist.
Null Geheimdiensterkenntnisse über iranische Angriffsabsichten
Besonders brisant: Kent behauptete, es habe keinerlei nachrichtendienstliche Erkenntnisse gegeben, die auf einen geplanten iranischen Angriff, eine unmittelbar bevorstehende Nuklearwaffe oder eine direkte Bedrohung des amerikanischen Heimatlandes hingedeutet hätten. Er verwies auf eine religiöse Fatwa aus dem Jahr 2004, die die Entwicklung von Atomwaffen untersage, und erklärte, der mittlerweile getötete Oberste Führer Khamenei habe das Programm sogar gemäßigt. „Es gab keine Geheimdienstinformationen, die besagten, die Iraner würden einen großen Überraschungsangriff starten. Nichts dergleichen existierte", betonte Kent.
Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen. Ein hochrangiger Sicherheitsberater des Präsidenten erklärt öffentlich, dass die offizielle Kriegsbegründung seiner eigenen Regierung auf tönernen Füßen steht. Wer sich an die Irak-Invasion von 2003 und die nie gefundenen Massenvernichtungswaffen erinnert, dem dürfte ein unangenehmes Déjà-vu beschleichen.
Abweichende Meinungen systematisch unterdrückt
Kent schilderte zudem, wie kritische Stimmen innerhalb der Administration im Vorfeld der Militärschläge gezielt mundtot gemacht worden seien. Wichtige Entscheidungsträger, darunter er selbst, seien von direkten Briefings mit dem Präsidenten ausgeschlossen worden. Trump sei in einer Art „Informationssilo" gehalten worden, gespeist vornehmlich mit israelischen Geheimdiensterkenntnissen. „Eine beträchtliche Anzahl wichtiger Entscheidungsträger durfte nicht kommen und dem Präsidenten ihre Meinung darlegen", erklärte Kent. „Es gab keine robuste Debatte."
Dieses Bild eines Präsidenten, der von seinen eigenen Beratern abgeschirmt wird, während ausländische Interessen die Informationskanäle dominieren, wirft fundamentale Fragen über die Souveränität amerikanischer Außenpolitik auf. Und es sollte auch uns Europäer alarmieren – denn wenn die mächtigste Nation der Welt ihre Kriege nicht mehr nach eigenen Erkenntnissen, sondern nach den Interessen Dritter führt, hat das Konsequenzen für die gesamte Weltordnung.
Der Fall Charlie Kirk: Ermittlungen gestoppt
In einem emotional aufgeladenen Abschnitt des Interviews sprach Kent über die Ermordung von Charlie Kirk, dem Gründer von Turning Point USA, im September 2025. Kent kannte Kirk persönlich und erinnerte sich an dessen letzte Worte an ihn im Westflügel des Weißen Hauses im Juni: „Joe, verhindere, dass wir in einen Krieg mit dem Iran geraten."
Kirk habe sich gegen eine Eskalation ausgesprochen und sei dabei unter Druck pro-israelischer Geldgeber geraten. Was Kent dann offenbarte, ist nichts weniger als ein Skandal: Das Nationale Terrorabwehrzentrum habe Hinweise auf eine mögliche ausländische Verwicklung in den Mordfall gehabt, sei aber angewiesen worden, die Ermittlungen einzustellen. „Es gab noch viel für uns zu untersuchen. Es gab noch Verbindungen, denen wir hätten nachgehen müssen", sagte Kent. Die offizielle Darstellung konzentriere sich auf einen Einzeltäter namens Ryan Robinson, doch ungeklärte Fragen blieben bestehen.
Tucker Carlson reagierte sichtlich erschüttert auf diese Enthüllung. Und wer könnte es ihm verdenken? Wenn die Terrorabwehr eines Landes daran gehindert wird, mögliche ausländische Verstrickungen in die Ermordung einer prominenten politischen Figur zu untersuchen, dann stimmt etwas Grundlegendes nicht mehr im Gefüge der Macht.
China als lachender Dritter
Kent warnte eindringlich vor den geostrategischen Konsequenzen des Iran-Engagements. Bereits im Januar 2024 hatte er in einem früheren Interview mit Carlson vorausgesagt, dass ein Krieg mit dem Iran „sehr schnell sehr blutig" werden, die iranische Bevölkerung hinter dem Regime vereinen, tödliche Stellvertreter-Netzwerke wie Hamas, Hisbollah und Huthis aktivieren und die amerikanischen Militär- und Wirtschaftsressourcen überdehnen würde. Diese Vorhersagen hätten sich als zutreffend erwiesen.
Der eigentliche Gewinner dieser Entwicklung sitze jedoch in Peking. Kent zeichnete ein düsteres Bild: „Wenn wir uns tief mit dem Iran verstricken, spielen wir China direkt in die Hände. China würde nichts lieber sehen, als dass wir unsere militärisch-industrielle Basis einem Krieg in Osteuropa und der Ukraine widmen und gleichzeitig unsere konventionelle Militärmacht, unser Blut und unseren Wohlstand zurück in den Nahen Osten schicken." Der Pazifik – Amerikas eigentliche strategische Flanke – werde dadurch extrem verwundbar für chinesische Aggression. China sitze „an der Seitenlinie und nicke still, mit einem sich langsam ausbreitenden Grinsen".
Die Parallele zu Gaddafi
Bemerkenswert war auch Kents Analyse der iranischen Nuklearstrategie. Er bezeichnete Teherans Kalkül als „tatsächlich ziemlich pragmatisch" und verwies auf das abschreckende Beispiel des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, der seine Atomwaffen aufgegeben hatte – nur um wenige Jahre später gestürzt und getötet zu werden. Der Iran betrachte Nuklearwaffen als Versicherungspolice gegen einen Regimewechsel. Der aktuelle Krieg werde die Hardliner in den Revolutionsgarden stärken, statt sie abzuschrecken, und Khameneis Nachfolger könnte sich als weitaus radikaler erweisen.
Was diese Enthüllungen für Europa bedeuten
Die Aussagen Joe Kents sollten auch in Berlin und Brüssel für Unruhe sorgen. Wenn die Vereinigten Staaten ihre militärischen Ressourcen in einem weiteren Nahostkrieg verschleißen, der möglicherweise nicht einmal auf eigenen Geheimdiensterkenntnissen basiert, dann hat das unmittelbare Auswirkungen auf die europäische Sicherheitsarchitektur. Ein Amerika, das sich in multiplen Konflikten verzettelt, ist ein Amerika, das Europa im Ernstfall nicht mehr schützen kann – oder will.
Für Deutschland, das unter der neuen Großen Koalition ohnehin vor gewaltigen sicherheitspolitischen Herausforderungen steht, bedeutet dies: Die Abhängigkeit von amerikanischen Sicherheitsgarantien war noch nie so riskant wie heute. Während in Berlin über ein 500-Milliarden-Sondervermögen debattiert wird, das vornehmlich in Infrastruktur fließen soll, verschiebt sich die geopolitische Tektonik in atemberaubendem Tempo.
Und noch etwas verdient Beachtung: In Zeiten, in denen Regierungen Kriege auf Grundlage fragwürdiger Geheimdienstinformationen führen, in denen Ermittlungen zu politischen Morden gestoppt werden und in denen die Bürokratie die Freigabe historischer Dokumente – von den JFK-Akten bis zu den Epstein-Unterlagen – systematisch verschleppt, wächst das Misstrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen. Zu Recht. Denn wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – und die Liste der Lügen wird immer länger.
In unsicheren Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Verwerfungen die Finanzmärkte erschüttern und das Vertrauen in staatliche Institutionen erodiert, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber kennen keine Geopolitik – sie kennen nur ihren inneren Wert, der seit Jahrtausenden Bestand hat.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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