
Eisige Verhältnisse legen Verkehr lahm: Flughafen Wien dicht, Massenkarambolage in Bayern

Deutschland und Österreich versinken im Chaos. Während Politiker in Berlin über milliardenschwere Sondervermögen debattieren und die Infrastruktur des Landes seit Jahren systematisch vernachlässigt wird, zeigt Tief „Gunda" einmal mehr die erschreckende Verwundbarkeit unserer Verkehrswege. Ein Todesopfer, dutzende Verletzte und ein lahmgelegter Großflughafen – das ist die bittere Bilanz eines einzigen Wintertages.
Flughafen Wien kapituliert vor dem Eis
Am Wiener Flughafen herrscht seit den frühen Morgenstunden Stillstand. Eine dicke Eisschicht hat sich auf Vorfeld, Rollwegen und Pisten gebildet, die selbst nach der Enteisung sofort wieder gefriert. Ein Sprecher des Flughafens teilte mit, dass der Betrieb voraussichtlich mindestens bis 11 Uhr eingestellt bleibe. Ankommende Maschinen werden nach München, Frankfurt, Köln oder gar Venedig umgeleitet. Abflüge verzögern sich auf unbestimmte Zeit.
Man arbeite „intensiv" daran, den Betrieb wieder aufzunehmen, heißt es beschwichtigend. Doch für tausende gestrandete Reisende sind solche Floskeln ein schwacher Trost. Wer sich auf die moderne Infrastruktur verlassen hat, steht nun buchstäblich im Regen – oder besser gesagt: im gefrierenden Regen.
Massenkarambolage auf der B173: 20 Fahrzeuge, 13 Verletzte
Besonders dramatisch gestaltete sich die Nacht in Oberfranken. Auf der Bundesstraße 173 bei Lichtenfels kam es zu einer verheerenden Massenkarambolage. Zwanzig Fahrzeuge, darunter ein Sattelzug und ausgerechnet ein Streufahrzeug, kollidierten auf der „spiegelglatten Fahrbahn". Dreizehn Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Die Bundesstraße musste vorübergehend vollständig gesperrt werden.
Wenige Stunden zuvor forderte ein Unfall auf der A6 bei Nürnberg ein Todesopfer. Ein Lkw geriet ins Schlingern und kollidierte mit einem Pkw, der daraufhin in Flammen aufging. Der Insasse hatte keine Chance. Auf der A9 bei Bayreuth führten neun Unfälle zur vollständigen Sperrung in beide Richtungen. Die Polizei berichtete von bis zu zwei Zentimetern dickem Eis auf der Fahrbahn.
Auch der Norden bleibt nicht verschont
In Schleswig-Holstein rutschte ein Transporter auf einem Bahnübergang auf die Gleise und wurde von einem Zug erfasst. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen, die 40 Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Auf dem Mittellandkanal in Sachsen-Anhalt schlug eine Eisscholle ein Güterschiff leck – Wasser drang in den Maschinenraum ein.
Notaufnahmen am Limit
Die Krankenhäuser ächzen unter der Last der Verletzten. Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, sprach von einer „extremen Belastung" der Notaufnahmen. Neben zahlreichen Fußgängerunfällen mit Brüchen hätten auch schwere Verkehrsunfälle die Kapazitäten strapaziert.
Während sich die Lage im Westen Deutschlands durch mildere Luftmassen entspannt, bleibt im Osten und Nordosten weiterhin höchste Vorsicht geboten. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor anhaltender Glatteisgefahr, die sich erst im Laufe des Vormittags auflösen soll. In Hamburg sorgt einsetzendes Tauwetter für neue Probleme: Schmelzwasser dringt in Gebäude ein, die Schneelast auf Dächern nimmt durch den Regen gefährlich zu.
Die kälteste Temperatur des Jahres wurde übrigens in Oberstdorf gemessen: minus 21,7 Grad. Ein Wert, der zeigt, dass der Winter in Deutschland noch lange nicht vorbei ist – und unsere marode Infrastruktur weiterhin auf eine harte Probe stellen wird.
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